Saints Row 2022 im Test - Seite 3
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In unserem Test zu Saints Row erfahrt ihr, warum der Neustart der Action-Reihe zwar nicht schlecht, aber trotzdem ziemlich enttäuschend ist.
Klar, ein paar Waffen sind anders, aber eigentlich haben alle Gruppierungen nur verschiedene Steh-Schießer und Auf-uns-zu-Stürmer, für die wir allesamt dieselbe ganz besonders ausgebuffte Taktik verwendeten: drauf schießen, bis sie umfallen. Und dabei benutzen wir leider auch nur langweilige Normalo-Schießprügel wie Pistolen, MGs, Schrotflinten oder Raketenwerfer. Zumindest beim Waffenarsenal hätten die Entwickler mal etwas kreativer sein können. Lediglich die mit Stufenaufstiegen freischaltbaren Special-Moves sorgen schon mal für ein wenig Aufheiterung. Hier schlagen wir beispielsweise mit einer brennenden Faust zu oder stopfen einem Gegner eine Granate in die Hose und schmeißen ihn weg.
Die verschiedenen Kills sind wirklich hart und witzig und es ist auch nicht so, dass die Ballereien keinen Spaß machen würden. Aber im Grunde genommen führt man in so ziemlich jeder Mission genau den gleichen Kampf wie in der Mission zuvor. Hat man das einmal durchschaut, können auch Inszenierung und allerhand Explosionen nicht mehr darüber hinwegtäuschen, dass sich Saints Row 2022 gestaltungstechnisch eher wie ein PS3- und nicht wie ein PS5-Spiel anfühlt.
In diesem Artikel
Quelle: PC Games
Das neue Saints Row ist zwar etwas harmloser, brachte uns aber dennoch immer wieder mal zum Lachen. Unser Highlight: Die LARP-Quest-Reihe.
Geld ist nebensächlich
Doch wir bauen unseren Einfluss in der Spielwelt natürlich nicht nur in den Hauptmissionen aus. Auf der Karte im Hauptquartier der Saints dürfen wir nämlich auch verdientes Geld ausgeben, um kriminelle Geschäfte aufzubauen. So legen wir etwa eine Giftmülldeponie an, verkaufen in Foodtrucks Drogen oder errichten eine Klinik, in der wir durch Versicherungsbetrug abkassieren.
Haben wir eines dieser Geschäfte aufgebaut, werden dazu passende Nebenmissionen freigeschaltet. Wir heizen dann mit dem Foodtruck durch die Straßen, klauen Giftmülllaster, die wir vorsichtig zu unserer Deponie manövrieren oder schmeißen uns mit Elan vor heranrasende Fahrzeuge, um Unfälle zu provozieren.
Das ist alles okay, im Falle des Versicherungsbetrugs und einer Aktivität, die wir nicht verraten möchten, sogar ganz spaßig, aber auch nicht sonderlich innovativ oder gar motivierend. Ganze 14 LKWs zur Giftmülldeponie bringen, um das Geschäft vollständig abzuschließen? Das klingt nicht nur öde, das ist es auch.
Umso nerviger ist es, dass wir mehrere kriminelle Geschäfte vollständig abschließen müssen, um zwei größere optionale Missionen freizuschalten. Langweilige Standard-Nebenaufgaben sind das eine, aber dazu gezwungen zu werden, sie vollständig abzuschließen, wenn man alle großen Missionen spielen möchte, geht zu weit. Das ist einfach unkreatives, ja geradezu faules Gamedesign.
