Assassin's Creed Black Flag Resynced im Test: Die Jackdaw ist wieder auf Erfolgskurs

Test Annika Menzel
Assassin's Creed Black Flag Resynced im Test: Die Jackdaw ist wieder auf Erfolgskurs
Quelle: PC Games

Edward Kenway setzt in Assassin's Creed Black Flag Resynced wieder die Segel. Wir verraten euch in unserem Test, was uns besonders überzeugt hat und wo das Remake schwächelt.

Ahoi, ihr Landratten! Edward Kenway ist endlich zurückgekehrt, und zwar mit Assassin's Creed Black Flag Resynced. In dem neuen Remake wird wieder geplündert und gebrandschatzt, was das Zeug hält. Diesmal allerdings in einer noch schickeren Version der Karibik.

Da haben wir uns doch gleich mal der Crew der Jackdaw angeschlossen und sind zusammen mit dem ikonischen Piraten in See gestochen. Dabei sind wir zwar auch auf die eine oder andere Herausforderung gestoßen, haben aber vor allem unvergessliche und darunter auch einige neue Abenteuer erlebt.

Hinweis

In unserer Review-Fassung haben sich ein paar französische Wörter in die deutsche Version geschlichen. Das wurde mittlerweile durch einen Patch bereits behoben, aber ihr stoßt deshalb vielleicht mal auf unbekannte Wörter in den Screenshots.

Ein großes Opfer für ein angenehmes Leben

In Black Flag Resynced dreht sich alles um Edward Kenway und seinen Wunsch nach Reichtum. Eigentlich lebt er zusammen mit seiner Frau Caroline in Wales und arbeitet als Farmer, jedoch sehnt er sich nach einem sorglosen Leben, in dem es ihnen an nichts mangelt.

Und um das zu erreichen, hat er einen Plan: Er will als Pirat in See stechen und so innerhalb von ein bis zwei Jahren genug Geld anhäufen, um sich und seiner Frau genau das zu ermöglichen. Sehr zum Leidwesen seiner Herzensdame, die gar nichts von diesem riskanten Vorhaben hält.

Abbringen lässt sich Edward allerdings nicht von seinem Vorhaben, und so starten wir ausgerechnet während einer heiklen Situation ins maritime Abenteuer. Bei einem Gefecht auf hoher See fällt er über Bord und findet sich kurz darauf zusammen mit einem seiner Gegner auf einer Insel wieder.

Die Situation spitzt sich zu und kurz darauf ziehen wir mit dem Hab und Gut des Assassinen Duncan Walpole von dannen und nehmen seine Rolle ein. Doch nicht etwa, weil Edward ahnt, mit wem er es hier zu tun hat. Er ist lediglich auf die Belohnung aus, die sein Gegenüber leichtsinnigerweise erwähnt hat.

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Doch damit verstrickt sich der ahnungslose Pirat in den seit Jahrtausenden vorherrschenden Konflikt zwischen Assassinen und Templern, obwohl er ja eigentlich nur mit vollen Taschen nach Hause zurückkehren wollte. "Die Geister, die ich rief" - nicht wahr, Edward?

Übrigens ...

Den großen Technik-Test zu Assassin's Creed Black Flag Resynced findet ihr bei unseren Kollegen von PC Games Hardware! Die Hardware-Profis prüfen die PC-Version des Remakes auf Herz und Nieren. Schaut also unbedingt mal vorbei!

Die Handlung rund um seine Abenteuer ist natürlich dieselbe wie im Original, allerdings wurde sie geschickt erweitert. Wir können nun drei neue Offiziere rekrutieren, die jeweils eine eigene kleine Questreihe mit sich bringen. Im Endgame kommt sogar ein ganzer Handlungsstrang dazu, der den Marineoffizier Maynard in den Fokus rückt.

Keine Sorge, was genau in den Quests passiert, verraten wir natürlich nicht. Nur so viel: Die neuen Missionen fügen sich nahtlos in das Piratenabenteuer ein. Wenn wir nicht wüssten, dass sie erst mit dem Remake dazugekommen sind, wäre es uns überhaupt nicht aufgefallen.

Die neuen Quests und Charaktere fügen sich hervorragend ins Gesamtbild ein und erweitern Edwards Abenteuer dadurch geschickt. Quelle: PC Games Die neuen Quests und Charaktere fügen sich hervorragend ins Gesamtbild ein und erweitern Edwards Abenteuer dadurch geschickt. Dazu kommen auch noch weitere Nebenmissionen, allerdings gibt es einen kleinen Wermutstropfen: Die zusätzliche Geschichte rund um Adéwalé aus dem DLC Freedom Cry wurde für die Neuauflage leider gestrichen und soll auch in der Zukunft nicht nachgeliefert werden.

Ein Leben in der Vergangenheit

Und apropos nicht enthalten: Die Gegenwartsmissionen wurden komplett gestrichen. Immerhin haben wir dafür eine weitere Szene zu Gesicht bekommen, die Edward und Caroline in ihrem Zuhause zeigt. Die hat uns gut gefallen, weil wir so ein noch besseres Gefühl davon bekommen haben, welches Opfer der Protagonist wirklich auf sich genommen hat - vermutlich ohne sich dessen bewusst zu sein.

Edward hat viel geopfert, um seinem Wunsch nach Reichtum nachzugehen. Aber ob er sich wirklich bewusst ist, was es ihn gekostet hat? Quelle: PC Games Edward hat viel geopfert, um seinem Wunsch nach Reichtum nachzugehen. Aber ob er sich wirklich bewusst ist, was es ihn gekostet hat? Aber das ersetzt eben nicht die Geschichte in der Gegenwart. Das mag manche freuen und andere wiederum verstimmen, schließlich ist sie unter den Fans ein Fall von "Entweder man liebt oder hasst sie".

Trotzdem gehören die Missionen eigentlich zu der Reihe dazu, und mit dem Remake von Black Flag hätten die Entwickler die Chance gehabt, nach den Gegenwartsgeschehnissen rund um Desmond ganz anders an die Geschichte anzuknüpfen - allerdings hat man auch schon bei Assassin's Creed Shadows darauf verzichtet.

Statt Missionen in der Gegenwart zu absolvieren, bekommen wir einen Einblick in alternative Szenarien - zum Beispiel, was passiert wäre, wenn Edward nicht jahrelang in der Karibik geblieben wäre. Quelle: PC Games Statt Missionen in der Gegenwart zu absolvieren, bekommen wir einen Einblick in alternative Szenarien - zum Beispiel, was passiert wäre, wenn Edward nicht jahrelang in der Karibik geblieben wäre. Als Alternative gibt es dafür vier neue Animus-Missionen, in denen wir "Was wäre wenn?"-Szenarien erleben. In der ersten davon bekommen wir zum Beispiel einen Eindruck davon, wie Edwards Leben hätte aussehen können, wenn er bei Caroline geblieben wäre. Prinzipiell eine nette Idee, allerdings hätte uns das als eine Art Tagtraummission besser gefallen als in dieser Form.

Eine positive Konsequenz hat diese Entscheidung allerdings ebenfalls. Durch den Wegfall der Gegenwart ist auch die Aufteilung in Sequenzen Geschichte. Wir spielen immer noch dieselben Missionen, allerdings folgen sie ganz klassisch aufeinander, wodurch sich die Spielerfahrung insgesamt organischer anfühlt.

Durch die neue Struktur gibt es aber auch keine spezifischen Missionsziele mehr bei den Main Quests, die zusätzliche Boni einbringen. Trotzdem wirkt das Ende der Missionen manchmal sehr abrupt, so als hätten die Entwickler die Einschnitte beibehalten, anstatt die Quests etwas sanfter auslaufen zu lassen. Auf der nächsten Seite erfahrt ihr mehr darüber, wieso Edward nicht mehr ganz so heimlich unterwegs ist und welche neuen Kampftricks er gelernt hat!

  1. Seite 1 Story: Vergangenheit ohne Gegenwart
  2. Seite 2 Stealth & Kampfsystem
  3. Seite 3 Auf hoher See, Technik & Fazit
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