Bewegungssteuerung, Spracherkennung, berührungssensitive Eingabemethoden und 3D-Technik lösen Konsolenkrieg, Grafikgefeilsche und HD-Wahn ab. Ist das die neue Revolution der Videospiele oder doch nur eine Modeerscheinung? Videogameszone.de wirft einen Blick in die Glaskugel.
Virtual Reality Games: ferner Zukunftstraum oder baldige Alternative?
Virtual Reality Games: Zukunftstraum oder Alternative?
Wer wäre nicht gerne mal selbst seine liebste Fantasiefigur? Oder ein mächtiger Superheld? Mit Hilfe von spannenden Romanen und gut erzählten Geschichten entfliehen wir schon lange dem Alltag, um unser Heil in fiktiven Welten zu suchen. Games dienen einem ähnlichen Zweck und geben dem Anwender sogar die Möglichkeit, auf die Handlung dieser Fantasiewelten Einfluss zu nehmen. Dank Charaktereditoren können wir sogar Abbilder unserer selbst formen, doch persönlich teilnehmen ist dennoch nicht drin. Bisher zumindest. Schon seit den späten fünfziger Jahren arbeiten Forscher an Systemen, die eine virtuelle Welt um den Anwender erzeugen können. Was zunächst nur Forschung und Militär diente, wurde schnell von der Unterhaltungsindustrie entdeckt.
Die Idee dahinter war klar: ein Gamingsystem entwickeln, das den Spieler in das Spiel befördert, statt lediglich davor. Mögliche Umsetzungen variieren von stationären Gebilden, in die man sich hineinsetzen oder -stellen kann bis hin zu den eher gängigen VR-Games per speziellem Helm oder Brille. In diese VR-Helme und -Brillen sind kleine Monitore eingelassen, auf denen dem Nutzer die virtuelle Welt dargestellt wird. Ein Sensor - meist auf der Oberseite des Systems - misst dabei die Bewegungen des Kopfes und passt die virtuelle Welt daran an. Dieses System ist bei Entertainment-Entwicklern besonders beliebt, da es den Spieler sehr von seiner Umgebung abkapselt und die Eindrücke im Programm verstärkt. Noch sind die Geräte schwer, teuer, und die virtuellen Welten sehr begrenzt. Doch die Entwicklung steht nicht still und es ist durchaus denkbar, dass es bereits in naher Zukunft erschwingliche Spielsysteme geben wird. Helm drauf und ab in die Weiten der virtuellen Games. In ein paar Jahren könnte das schon kein Traum mehr sein.
Laufrad für Zocker: Mit der hier abgebildeten Virtuasphere können Kampfeinsätze simuliert werden. In Zukunft vielleicht auch Shooter.
Meinung Viktor Eippert: Keine Frage, wenn ich die Möglichkeit hätte, persönlich in meine liebsten Rollenspiele zu schlüpfen, würde ich sicher nicht zögern. Sofern die Technik dabei auch stimmt und die generierte virtuelle Welt wirklich atmosphärisch ist, bestünde sogar die Gefahr, dass mich meine Freunde längere Zeit nicht mehr zu Gesicht bekommen. Außer sie haben ebenfalls so ein schickes Virtual-Reality-Gerät und es wäre mehrspielertauglich. Das hieße also, ein MMORPG im wörtlichen Sinne aus der Ego-Perspektive zu erleben. Verlockend. Fakt ist jedoch, dass die Technik noch sehr weit von solchen Gedankenspielereien entfernt ist. Selbst wenn virtuelle Systeme eines Tages fortgeschritten genug sind, halte ich den Durchbruch auf dem Massenmarkt für unwahrscheinlich. Mal ehrlich: Wie viele Menschen stellen sich denn eine riesige Gerätschaft ins Haus, in die sie dann reinklettern müssen, nur um ein paar Stunden zu zocken? Viel wahrscheinlicher ist eine Anwendung in Spielhallen, ähnlich der jetzigen Arcade-Automaten. Ich bin auf alle Fälle gespannt, wie es damit in Zukunft weitergehen wird!
In diesem Artikel
- Seite 1 Wie wir künftig spielen: Bewegungssteuerung, 3D und Virtual Reality Games
- Seite 2 Wie wir künftig spielen: 3D - eine Revolution einer gesamten Branche?
- Seite 3 Wie wir künftig spielen: 3D-Gaming - Unsere Meinung
- Seite 4 Wie wir künftig spielen: Big Apple - Nur Fallobst oder die Zukunft?
- Seite 5 Wie wir künftig spielen: Kampf der Eingabemethoden
- Seite 6 Wie wir künftig spielen: Virtual Reality Games: Zukunftstraum oder Alternative?
- Seite 7 Bildergalerie
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