Wie wir künftig spielen: 3D-Gaming - Unsere Meinung

Special Viktor Eippert

Bewegungssteuerung, Spracherkennung, berührungssensitive Eingabemethoden und 3D-Technik lösen Konsolenkrieg, Grafikgefeilsche und HD-Wahn ab. Ist das die neue Revolution der Videospiele oder doch nur eine Modeerscheinung? Videogameszone.de wirft einen Blick in die Glaskugel.

3D-Gaming - Unsere Meinung

Was im Kino in speziellen Vorführungssälen mit aufwendiger Technik abläuft, will Sony künftig bei jedem daheim bieten. Mit dem passenden 3D-Fernsehgerät von Sony laufen künftige Knüller wie Crysis 2, Killzone 3, Gran Turismo 5 und viele weitere wahlweise auch in plastischem Look. Auch Filme soll die PS3 dank dem kostenlosen Update künftig in der dritten Dimension ausstrahlen. Doch die Schattenseiten sind nicht zu verachten: Die Anschaffung eines entsprechendes TV-Geräts kostet um die 2.000 Euro. Außerdem herrscht beim Zocken und Filme glotzen Brillenpflicht. Deutlich cleverer ist das Konzept von Konkurrent Nintendo. Der auf der E3 präsentierte Nintendo 3DS besticht mit einem riesigen Vorteil: Der räumliche Effekt wird durch Tiefendarstellung direkt vom Gerät erzeugt macht 3D-Brillen überflüssig und vermeidet somit auch mögliche Kopfschmerzen bei längerer Nutzung. Klasse! Dabei ist die Technik ziemlich simpel: Der obere Bildschirm erstellt zwei verschiedene Bilder, die von den Augen zu einem einzigen, dreidimensionalen Bild zusammengefasst werden. Der großen Haken daran ist, dass man folglich exakt mittig darauf blicken muss, sonst geht das Prinzip nicht auf und es kommt zu Doppelungen. Die Funktion lässt sich dafür jederzeit per Regler deaktivieren.

Meinung Sebastian Stange: Die gute Nachricht zuerst: Gaming in stereoskopischem 3D funktioniert und es ist wirklich beeindruckend. Ich habe bereits in Nintendos 3DS geschaut und einige PS3-Titel in 3D gespielt und der Tiefeneindruck ist wirklich klasse. Und noch besser: Eine wirklich schlechte Nachricht gibt es nicht, allerdings ein paar Gedanken zur Zukunft des 3D-Gaming. Denn es noch gibt es einige störende Macken bei der Technik. Zum einen wären da die teuren 3D-Brillen oder beim 3DS die Tatsache, dass nur eine Person den 3D-Effekt erleben kann. Das macht solche 3D-Games nicht gerade partytauglich. Und da wäre die Tatsache, dass in Sachen Spielegrafik Kompromisse gemacht werden müssen, sobald die Darstellung in 3D erfolgt. Schließlich müssen doppelt so viele Bilder gerendert werden. Oder aber man halbiert die Framerate. Oder man senkt die Auflösung. Oder man reduziert die Grafikdetails. Bis auf den 3DS wurde schließlich keine derzeit erhältliche Konsole explizit für 3D-Gaming entworfen. Zuletzt habe ich eine ernste Bitte an alle Kreativen der Spieleindustrie: Bitte ruht euch nicht auf den 3D-Effekten aus. Hollywood zeigt, wie man es falsch macht. Fast jeder 3D-Kinofilm beinhaltet diese aufgesetzten 3D-Effektszenen, bei denen möglichst viele Objekte vor euren Augen herumflitzen. Das macht die Filme einfach schlechter. Und wehe, wenn so etwas mit Spielen passiert.

  1. Seite 1 Wie wir künftig spielen: Bewegungssteuerung, 3D und Virtual Reality Games
  2. Seite 2 Wie wir künftig spielen: 3D - eine Revolution einer gesamten Branche?
  3. Seite 3 Wie wir künftig spielen: 3D-Gaming - Unsere Meinung
  4. Seite 4 Wie wir künftig spielen: Big Apple - Nur Fallobst oder die Zukunft?
  5. Seite 5 Wie wir künftig spielen: Kampf der Eingabemethoden
  6. Seite 6 Wie wir künftig spielen: Virtual Reality Games: Zukunftstraum oder Alternative?
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