Wie wir künftig spielen: Big Apple - Nur Fallobst oder die Zukunft?

Special Viktor Eippert

Bewegungssteuerung, Spracherkennung, berührungssensitive Eingabemethoden und 3D-Technik lösen Konsolenkrieg, Grafikgefeilsche und HD-Wahn ab. Ist das die neue Revolution der Videospiele oder doch nur eine Modeerscheinung? Videogameszone.de wirft einen Blick in die Glaskugel.

Big Apple - Nur Fallobst oder die Zukunft?

Auf den ersten Blick mag man jetzt vielleicht etwas überrascht über die Thematisierung von Appleprodukten sein. Doch das hat natürlich seine Gründe: Das iPhone ist nicht mehr nur ein Lifestyleprodukt und Multifunktionstelefon, es ist zu einer respektablen Gamingplattform avanciert. Immer mehr Leute nutzen ihren flachen Apfelabkömmling zum Zocken. Die iPhone-Spielchen bieten nicht nur ein klasse Preis-Leistungs-Verhältnis, sie nutzen zudem optimal die vorhandene Hardware und sind wunderbar ans Zocken für unterwegs angepasst.

Die Steuerung ist enorm intuitiv und bietet unkomplizierten Spaß vom Fleck weg ohne große Einarbeitung. Diese Vorteile sind auch an den Spieleentwicklern nicht vorüber gezogen, und immer mehr coole Games finden ihren Weg auf die Apfelprodukte. Bejeweled, Peggle, Plants vs. Zombies, Sim City, Tetris, Bomberman Touch: Die Liste mit Spieleknüllern für lange Fahrten ist beinahe endlos. Große Marken und bekannte Hits bleiben der mobilen Spieleplattform ebenso nicht fern. Mit Civilization Revolution gesellt sich beispielsweise ein exzellentes Strategie-Urgestein auf den Multitouchscreen. Dabei handelt es sich um eine Portierung der PlayStation-3-Version, die bereits auf dem Nintendo DS zu zocken war und dank der Power des iPad noch schicker daherkommt. Mit Final Fantasy Tactics: The War of the Lions und Secret of Mana kündigte Square Enix auf der E3 sogar zwei echte Überkracher für iPhone und iPad an. Besonders ein Remake des grandiosen Secret of Mana vermissen Rollenspielfans schon seit Ewigkeiten. Dass Square ausgerechnet für iPhone und iPad eine Portierung anbieten wird, spricht eine deutliche Sprache.

Auch andere namhafte Hersteller wissen den kleinen Konkurrenten der klassischen Handhelds zu schätzen. Marc Rein von Epic Games (Gears of War 3) ist sehr fest in seinem Glauben daran, dass Tablets wie das iPad die Zukunft der Handhelds sind. Kein Wunder, denn mit dem iPad wurde ein perfektes Spielzeug für große Kinder veröffentlicht. Mit einer Auflösung von 1024x768 Pixeln kann das iPad mit dem größten Handhelddisplay protzen. Auch im Inneren lässt das Pad nichts anbrennen. Der leistungsstarke 1-GHz-Prozessor und die 256 MB RAM bieten Grafikpower ohne Ende und lassen PSP und Nintendo DS so richtig alt aussehen. Bessere Preise, stärkere Technik und eine sehr starke Marke: setzt sich Apple gegen die bisherigen Machthaber im Handheldbereich durch? Fest steht, dass Sony und Nintendo jetzt erst mal wieder gehörig nachlegen müssen.

Das iPad. Das iPad. Meinung Wolfgang Fischer: Mag sein, dass mich die PR-Leute von Sony und Nintendo dafür steinigen, aber wenn ich unterwegs zocke, dann fast nur noch auf einem Apple-Gerät. Warum? Ganz einfach: Weil ich auf keiner anderen Plattform derart viel Spiel für mein Geld bekomme! Bestes Beispiel: Plants vs. Zombies für iPod/iPhone kostet gerade mal 2,39 Euro, bietet bis auf kleinere Unterschiede fast den gleichen Umfang wie die PC-Version und garantiert abgedrehten Spielspaß für mindestens 30-40 Stunden - obendrein in hübscher zeitgemäßer Grafik. Und das alles auf meinem Handy! Da lasse ich gerne halbgare DS- und PSP-Spiele mit deutlich geringerem Spielumfang für den zehn- oder gar fünfzehnfachen Preis links liegen.

Was spielerische Möglichkeiten angeht, hat das seit kurzem erhältliche, aber (noch) recht teure iPad gegenüber Apples Mobiltelefonen weit die Nase vorn. Dazu kommt, dass namhafte Spielehersteller wie Electronic Arts das Gerät mit guten Spielen füttern, die zudem auf die technischen Möglichkeiten (Touchpad, Neigungssensor) abgestimmt sind, darunter Need for Speed: Shift oder das speziell für's iPad neu gestaltete Mirror's Edge. Dafür gefällt mir ein anderer Trend gar nicht, der sich hier abzeichnet. iPad-Spiele (die oft ein "HD" im Namen tragen), sind deutlich teurer als die "normalen" iPod/iPhone-Pendants - wohl, weil die Produktionskosten höher sind. Ich kann aus Sicht eines passionierten Spielers nur hoffen, dass die Preise nicht explodieren. Sony und Nintendo würden sich darüber bestimmt freuen.

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  2. Seite 2 Wie wir künftig spielen: 3D - eine Revolution einer gesamten Branche?
  3. Seite 3 Wie wir künftig spielen: 3D-Gaming - Unsere Meinung
  4. Seite 4 Wie wir künftig spielen: Big Apple - Nur Fallobst oder die Zukunft?
  5. Seite 5 Wie wir künftig spielen: Kampf der Eingabemethoden
  6. Seite 6 Wie wir künftig spielen: Virtual Reality Games: Zukunftstraum oder Alternative?
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