Forza Motorsport 2

Test Thomas Eder

Forza Motorsport 2 Quelle: 10tacle Wahrscheinlich im Ausgleich zur hohen Framerate mussten wahrscheinlich andere Features etwas in den Hintergrund treten - so müssen Sie zum Beispiel auf eine Innenperspektive mit Cockpitansicht verzichten, oder haben die Qual der Wahl zwischen reflektierender Motorhaube oder nützlichem Rückspiegel. Doch lässt sich dies in Anbetracht der Tatsache, dass das Spiel bis auf sehr seltene Ausnahmen durchwegs flüssig läuft leicht verschmerzen: Hier hatte das Gameplay - also das Fahrgefühl - eindeutig Vorrang vor optischen Spielereien. Und trotzdem sieht der Titel einfach nur atemberaubend aus, was generell für Umgebungen, Fahrzeuge, Effekte gilt. Die meisten Strecken strotzen nur so von Details, die Fahrzeuge sehen den realen Vorbildern bis ins Detail ähnlich und Reflexionen, Blendeffekte sowie Licht- und Schatteneffekte sind auf höchstem Niveau. Erwähnenswert ist an dieser Stelle das sehr gelungene - und zum Glück einstellbare - Schadensmodell der Autos. Deren Blechkleid und Scheiben werden nach Crashs sehr glaubhaft zerbeult, zerkratzt oder gehen zu Bruch. Darüber hinaus verlieren sie Anbauteile wie Spiegel oder Spoiler, die dann weiterhin auf der Strecke liegen bleiben und bei der nächsten Runde durchaus gefährlich werden könnten.

Auch der Sound der Fahrzeuge ist sehr gelungen: als Beispiel hierfür dient der alte M3, der wie mein realer alter M3 klingt, sich mit etwas Motortuning anhört wie ein M3 CSL beziehungsweise ein wenig wie mein M3 mit dem erneut aufgetretenen Loch im Fächerkrümmer. Doch nicht nur die Sounds der Fahrzeuge, sondern auch die Musik der Menüs und Replays ist diesmal wirklich nett ausgewählt: die verschiedensten Songs zum Teil namhafter Interpreten wie Faithless' Insomnia passen super, wenn Sie einmal nicht am Gasgeben sind, sondern Replays ansehen, Fotos machen, Autos und Teile einkaufen, auswählen, daran schrauben oder einfach nur während der Ladezeiten auf den Rennbeginn warten.

Bereits im ersten Teil für die alte Xbox war die Online-Unterstützung vorbildlich, doch diesmal packten die Entwickler sogar noch einen obendrauf: Dank noch zahlreicherer Einstellungsmöglichkeiten können Sie sich Ihre Rennen wirklich bis ins Details nach Wunsch gestalten beziehungsweise nach passenden Veranstaltungen suchen. Sie haben dabei nicht nur Einfluss auf die Fahrzeugklassen, sondern können zahlreiche Beschränkungen wie Fahrhilfen, Realitätsnähe, oder technische Vorgaben nutzen, um online hauptsächlich auf Leute mit Ihrem Können zu treffen. Zudem hat jeder Fahrer einen True-Skill-Wert, anhand dessen Sie seine Leistungen auf einen Blick einschätzen können. In der Praxis funktioniert dies super - bei entsprechenden Einstellungen treten Sie auch nur wirklich gegen etwa gleich gute Fahrer an. Auch anhand der Bestenlisten können Sie nun mehr über die Konkurrenz erfahren, zeigen diese mittlerweile auch an, mit welchen Einstellungen und Fahrhilfen die Bestzeiten erzielt wurden.
Online stehen eine Reihe verschiedener Renntypen zur Auswahl; während es bei den Schaurennen nur um das Gewinnen geht, können Sie sich in den Karriere-Rennen Credits verdienen und in Turnieren richtige Wettkämpfe austragen. Weitere Neuerungen sind, dass Sie Ihre Schmuckstücke in einem Online-Auktionshaus verkaufen oder an einen Freund verschenken können. Hier lässt sich das Auto sogar "locken", was soviel bedeutet, wie dass der Wagen nicht mehr verändert werden kann und sowohl in Hinsicht auf die Optik als auch die Technik immer so bleiben wird, wie Sie ihn verkauft beziehungsweise verschenkt haben.

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