Lang erwartet, heiß ersehnt - wir haben Microsofts Edelraserei getestet!
Quelle: 10tacle
Endlich trudelte die testbare Version von Forza 2 bei uns ein - der Titel, auf den wohl außer mir noch jeder 360-Spieler mit auch nur einem kleinen Tropfen Benzin im Blut sehnlich gewartet hat. Die Zeit war knapp, die Nächte mehr als kurz, aber dennoch haben wir uns weit im Karriere-Modus vorangearbeitet, zahlreiche Arcade-Rennen bestritten und die Vielzahl an Einstellungsmöglichkeiten und Details des ambitionierten Rennspiels unter die Lupe genommen und beantworten letztendlich die Frage, die wohl die meisten Rennspielfanatiker beschäftigen wird: ist Forza wirklich das Gran Turismo für die 360?
Während ungeduldige Spielernaturen mit dem Arcade-Modus Vorlieb nehmen und in relativ kurzer Zeit eine ordentliche Anzahl an Strecken und Wagen freischalten, hält der Karriere-Modus genau das was, er verspricht: Sie fangen ganz unten an, arbeiten sich langsam in höhere Ligen voran, fahren Rennen für Rennen um Credits zu erhalten, die einerseits die Stufe Ihres Fahrers verbessern und andererseits in neue Autos und Tuning investiert werden. Damit Sie an den Rennveranstaltungen teilnehmen dürfen, muss sowohl ihr Gefährt bestimmte Voraussetzungen erfüllen als auch Ihr Fahrer, dessen Stufe hoch genug für die Teilnahme sein muss. Die Bedingungen für Ihre Fahrzeuge werden zum einen durch typische Eigenschaften des Fahrzeugs wie etwa Baujahr, Antriebsart, PS-Zahl bestimmt, zum anderen erhält jedes Fahrzeug einen Wert, der sich bei einem Tuning entsprechend erhöht und dank dem Sie einer der verschiedenen Klassen zugeordnet werden. Zum Beispiel dürfen an bestimmten Rennen nur Wagen mit Mittelmotoren teilnehmen, während andere Rennserien nur offen für Fahrzeuge der Leistungsklasse A sind.
Hierdurch reguliert das Spiel in den meisten Rennen, dass der Spieler seinen virtuellen Mitstreitern nicht haushoch überlegen ist, sondern es stets noch halbwegs fair zur Sache geht. Darüber hinaus wirkt sich dieser Wert sowie einige weitere Einstellungen, wie etwa die zuschaltbaren Fahrhilfen, auf Ihre Credits-Gewinne aus: mit einem unverhältnisstarkem Fahrzeug, dank dem Sie ein Rennen mit allen Fahrhilfen gewinnen, werden Sie bei Weiten nicht so viele Punkte absahnen, wie wenn Sie mit einem ebenbürtigen Auto ohne Fahrhilfen antreten. Können wird hier also in jeder Hinsicht belohnt: sowohl finanziell als auch durch schnelleres Hochstufen des Fahrers! Zu den Fahrhilfen beziehungsweise Schwierigkeitseinstellungen zählen unter anderem Ideallinie, Traktionskontrolle, Stabilitätssystem, Schadensstärke, Gegner-KI, Strafen oder die Art der Schaltung. So können sich vor allem Anfänger erst in die Materie einarbeiten und im weiteren Spielverlauf je nach Können die Schwierigkeit erhöhen.
Die Intelligenz der Computergegner fiel dabei erfreulich gut aus: Ihre Widersacher fahren nicht wie auf Schienen die Ideallinie entlang, begehen gelegentlich Fehler, wollen Kollisionen vermeiden und reagieren meist angemessen auf Ihr Verhalten. Situationen, in denen man unfair aus dem Rennen gerammt wird sind eher selten und selbst wenn es doch dazu kommen sollte, kann es auch durchaus der Fall sein, dass der Spieler selbst Schuld an dem Vorfall hat.
