Prince of Persia trifft auf Grand Theft Auto: Ein neuer Meilenstein von Ubisoft Montreal!
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Bis zur Veröffentlichung des Spiels hat Ubisoft die Geschichte von Assassin's Creed mehr oder weniger erfolgreich unter Verschluss gehalten. Doch wirklich verständlich wirkt die ganze Geheimniskrämerei nicht - schließlich wird der Spieler schon in den allerersten Spielminuten mit dem Hintergrund des Abenteuers rund um den Assassinen Altaïr vertraut gemacht. Das Drumherum erklärt dann auch die Bildstörungen, Hexagon-Muster und modernen Bildschirmanzeigen im Spiel und in so manchem vorab veröffentlichten Video/Trailer.
Die Geschichte innerhalb der Geschichte
Die wahre Hauptfigur des Spiels ist dann streng genommen auch gar nicht Altaïr, sondern ein Mann namens Desmond Miles, der von einer Organisation in einem hochmodernen Labor samt Schlafgemach gefangen gehalten wird. Mit dem Tod bedroht, bleibt Desmond keine andere Wahl, als mit seinen Kidnappern zu kooperieren. Deren Ziel sind in Desmond gespeicherte Erinnerungen, die über ein Gerät namens Animus dreidimensional dargestellt und nacherlebt werden können - allerdings nicht Desmonds eigene, sondern die seiner Urahnen, denn es geht um sogenannte "genetische Erinnerungen". Und so schlüpft Desmond in die virtuelle Haut von Ur-ur-ur...usw.-Opa Altaïr gegen Ende des 12. Jahrhunderts und arbeitet sich durch dessen Erinnerungen. Das Ziel der Entführer bleibt vorerst im Dunkeln, und so erzählt das Spiel parallel zwei zu Anfang ziemlich undurchsichtige Geschichten.
Mitten ins Geschehen geworfen
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Ähnlich jäh wie Desmonds Erwachen im Labor ist sein Einstieg in Altaïrs Welt. Zwar gibt es ein kurzes Tutorial, das ihn - bzw. Sie - mit der Handhabung seiner Erinnerungen vertraut macht, doch dann geht's gleich in die Vollen: Es geht um den sagenumwobenen Schatz der Tempelritter! Auf deren Anführer Robert de Sable trifft Altaïr schon bald, doch läuft die Aktion
nicht nach Plan und endet in einem Beinahe-Desaster für die Assassinen. Unser Protagonist wird nach der fulminanten Eröffnung degradiert und muss sich erst wieder mühsam in der Ordenshierarchie nach oben arbeiten. Sein Meister Al Mualim versorgt ihn nach und nach mit Aufträgen und schon bald wird klar, dass Altaïr neun wichtige Personen töten soll, um für Frieden im Heiligen Land zu sorgen. Nach jedem erfolgreichen Attentat wird sein Rang innerhalb des Ordens verbessert, sodass ihm wiedererlernte Fähigkeiten zur Verfügung stehen.
Eine äusserst belebte Spielwelt
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Die längere Eröffnungssequenz deutet zwar schon an, was den Reiz von Assassin's Creed ausmacht, doch erst der erste Ausflug in eine der drei größeren Städte zeigt, was für eine technische Leistung hinter dem Titel steckt: Altaïr läuft durch riesige Stadtviertel, die vor Leben nur so bersten. Sie treffen auf Kaufleute, Gauner, Frauen beim Einkaufen (nicht anrempeln, sonst lassen sie ihren Krug fallen!), Wachleute, Gelehrte (eignen sich aufgrund ihrer Altaïrs Outfit ähnlichen Kleidung dazu, in der Menge unterzutauchen), Betrunkene und geistig Gestörte, die Altaïr anpöbeln, und Angehörige so ziemlich jeden Menschenschlags, der sich zur Zeit des dritten Kreuzzugs in Jerusalem und Umgebung so rumtrieb. Und sie gehen nicht bloß ihrem starren Tagesablauf nach, sondern reagieren auf Veränderungen in der Umgebung. Sei es, weil Altaïr in Eile unzählige Passanten über den Haufen rennt oder weil es plötzlich zu einem Kampf in den Straßen kommt - die virtuellen Menschen um Sie herum beschweren sich, schlagen zurück, rufen um Hilfe und fliehen oder mischen im Getümmel mit. Zwar ist die Grafikengine mit der gleichzeitigen Darstellung der Menschenmassen und der sehr detaillierten Umgebung oft etwas überfordert und gerät ins Ruckeln, doch ist dies angesichts des Gebotenen völlig verständlich - Assassin's Creed ist ein Videospiel der neuen Generation, wie es in der Form und Qualität auf früheren Konsolen nicht annähernd möglich gewesen wäre.