The Elder Scrolls IV: Oblivion

Test Wolfgang Fischer

Das erste Rollenspiel für die 360 ist auch gleich ein Meilenstein für das Genre!

Die NPCs gehen ihren Jobs und Hobbys nach. Quelle: Bethesda Die NPCs gehen ihren Jobs und Hobbys nach. Erinnern Sie sich noch an Morrowind, eines der ersten RPGs auf der Xbox? Für die einen herrlich offenes, nicht-lineares Rollenspiel mit vielen Gameplay-Freiheiten, für die anderen schlichtweg der Gipfel der Langeweile. Diese höchst unterschiedlichen Ansichten rühren daher, dass Spieler hier nicht im Stile einer Sightseeing-Tour - garniert mit Kämpfen - durch die schier riesige Welt geführt wurden, sondern selbst bestimmen konnten, wie sie das Spiel erleben wollen.

Prinzipiell eine sehr gute Idee, mit einem kleinen, aber entscheidenden Haken: Der unheimlich zähe Einstieg in die Welt von Morrowind sorgte dafür, dass viele potenzielle Fans schon nach wenigen Spielstunden entnervt und gelangweilt das Handtuch warfen. Wer sich dennoch auf den Titel einließ, wurde mit einem liebevoll gestalteten, aufwendigen und zeitraubenden Abenteuer belohnt, das seinesgleichen sucht.

Ein Einstieg nach Maß

AB IN DIE ARENA! Hier können sich Kämpfer so richtig austoben. AB IN DIE ARENA! Hier können sich Kämpfer so richtig austoben. Die Aufgabenstellung für die Entwickler von Bethesda Softworks war beim neuen Elder Scrolls (das nur für Xbox 360 und PC erscheint) also klar: Neben fantastischer Next-Gen-Grafik muss wie beim preisgekrönten Vorgänger auch hier der Spielumfang stimmen. Und noch viel wichtiger: Ein spannender, leicht zugänglicher Einstieg muss her.

Das umfangreiche Abenteuer beginnt in einer Gefängniszelle, in der Sie als Nobody Ihr Dasein fristen, als plötzlich der König des Landes Cyrodiil vor Ihnen steht und durch einen Geheimgang in Ihrer Zelle vor seinen Feinden flieht. Sie folgen ihm und lernen im Laufe des einfachen Tutorials, mit Steuerung, Waffen und Magie umzugehen.

Es kommt, wie es kommen muss: Der König erliegt schließlich doch seinen Häschern, gibt Ihnen aber noch einen Auftrag mit auf den Weg, der sich als Hauptstoryline wie ein roter Faden durch das ganze Spiel zieht - aber dazu später mehr.

Katzenmensch, Echse oder Elf?

The Elder Scrolls IV: Oblivion Elegant ins Tutorial eingebettet wurde der obligatorische Charaktererstellungsprozess. Vor dem eigentlichen Spiel legen Sie das Aussehen und die Rasse Ihres Helden fest. Die Gestaltungsmöglichkeiten sind hier derart vielseitig, dass Ihrer Fantasie in diesem Punkt praktisch keine Grenzen gesetzt sind. Eine besondere Bedeutung kommt jedoch der Wahl der Rasse zu, da jede ihre ganz eigenen Vor- und Nachteile hat. Während des Tutorials müssen Sie dann Ihr Geburtszeichen wählen, das Ihnen ebenfalls spezielle Boni gewährt.

Gegen Ende der Spieleinführung folgt dann die alles entscheidende Wahl der Charakterklasse, die im Optimalfall zur ausgesuchten Rasse und deren Eigenheiten passen sollte. Damit Sie diese wichtige Entscheidung nicht alleine treffen müssen, bewertet die KI Ihre Leistung im Tutorial und schlägt Ihnen eine von 21 verfügbaren Klassen vor. Sollte Ihnen davon keine zusagen, kreieren Sie eben Ihre eigene - vor allem für erfahrene Spieler eine interessante Option.

Die Freiheit nehm ich mir

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