Chronicles of Riddick

Test Wolfgang Fischer

An Medi-Stationen können Sie Ihre Gesundheit wiederherstellen. An Medi-Stationen können Sie Ihre Gesundheit wiederherstellen. Alles begann vor etwa fünf Jahren mit einem Science-Fiction-Horrorstreifen namens Pitch Black. Dieses B-Movie mit kleinem Budget, netten Special Effects und fiesen Aliens war für den damals noch relativ unbekannten Schauspieler Vin Diesel der Startschuss für eine bemerkenswerte Hollywoodkarriere. Nach Filmen wie The Fast and the Furious (Kultfilm für Tuning-Fans) und XXX (actionreiche James-Bond-Parodie) ist der glatzköpfige Muskelprotz fast schon ein Garant für klingelnde Kinokassen. Mit seinem neuesten Film The Chronicles of Riddick (Deutschlandstart 12. August) kehrt Diesel nun wieder zu der Rolle zurück, die ihm bei Pitch Black praktisch auf den Leib geschneidert wurde und perfekt zu ihm passt: die des Verbrechers und eiskalten Killers Richard B. Riddick. Parallel zu diesem Film, der in den USA schon erfolgreich angelaufen ist, erscheint mit The Chronicles of Riddick: Escape from Butcher Bay ein Xbox-exklusiver Ego-Shooter, der die Vergangenheit des ultracoolen (Anti-)Helden beleuchtet und Einblicke in seine Psyche erlaubt.

Atmosphärisch allererste Sahne
Was Riddicks Ausbruch aus dem Hochsicherheitsgefängnis Butcher Bay zu einem derart außergewöhnlichen Titel macht, der die Konkurrenz in vielen Punkten mit Leichtigkeit in die Schranken weist, ist das perfekte Zusammenspiel aller spielrelevanten Faktoren. Story, Gameplay, Steuerung, Präsentation, Soundkulisse und Grafik sind nicht nur für sich allein betrachtet hervorragend, sie wurden von Entwickler Starbreeze (bekannt durch Knights of the Temple) auch zu einem äußerst stimmigen Ganzen mit unglaublich dichter Atmosphäre verwoben. Das fängt beim Tutorial an, das in Form eines surrealen Traums der Hauptfigur die wichtigsten Gameplay-Elemente und die durchweg gelungene Steuerung nicht einfach nur erklärt, sondern auch einen stimmungsvollen Auftakt für das umfangreiche Abenteuer bildet. Den Spieler erwartet danach eine nie langweilig werdende visuelle Action-Achterbahnfahrt mit blutigen Prügeleien, knallharten Ballerpassagen, spannenden Schleicheinlagen und auch Adventure-Elementen. Viel mehr will ich Ihnen über die Story nicht verraten, nur so viel: Sie fügt sich perfekt in das äußerst coole Riddick-Universum ein und beantwort viele offene Fragen zum Hauptcharakter und seiner bewegten Vorgeschichte, die in den beiden Filmen aufgeworfen werden.

Ballern und Schleichen
Obwohl man fast das ganze Abenteuer in der Ich-Perspektive erlebt, ist Escape from Butcher Bay nicht als stilechter Ego-Shooter einzuordnen. Natürlich enthält das Spiel viele Passagen, die nur durch den exzessiven Gebrauch von Gatling Gun, Maschinengewehr, Pistole oder Schrotflinte zu bewältigen sind. Es gibt allerdings auch jede Menge Abschnitte, bei denen man gerade mal mit einem Klappmesser oder einem Knüppel bewaffnet ist und aus verschiedenen Gründen keine schweren Schießeisen zur Verfügung stehen. In so einem Fall kann Riddick die recht intelligent agierenden und meist zahlenmäßig überlegenen Gegner nicht in direkter Konfrontation ausschalten, sondern muss sich auf seine exzellenten Schleich- und Meuchelfähigkeiten (siehe INFO Spezialfähigkeiten) verlassen. Erledigte Gegner sollte man am besten in dunklen Ecken verstecken, um weiteres Aufsehen zu vermeiden und die Wachen nicht in Alarmbereitschaft zu versetzen.

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