An Medi-Stationen können Sie Ihre Gesundheit wiederherstellen.
Boxen wie ein Champ
Riddick versteht sich nicht nur auf den Umgang mit Waffen aller Art - er selbst ist eine Waffe! Dementsprechend gut kann er sich auch mit seinen blanken Fäusten gegen Kontrahenten durchsetzen. Eine wertvolle Fähigkeit, kommt man doch im harten Gefängnisalltag des Öfteren in die Verlegenheit, sich im wahrsten Sinne des Wortes durchboxen zu müssen. Überraschenderweise funktioniert dieses Gameplay-Feature dank der gelungenen Steuerung sehr gut, wirkt keineswegs gezwungen und macht mit etwas Übung viel Spaß. Durch geschicktes Blocken und raffinierte Schlagkombinationen können die recht blutigen Fights schnell eindrucksvoll beendet werden. Wie es Ihrem Gegenüber geht, können Sie übrigens an seinem Gesicht ablesen, da Blessuren sehr realistisch und grafisch aufwendig dargestellt werden.
Coole Story, massig Nebenaufgaben
Ebenso wichtig wie die Kämpfe sind Unterhaltungen mit Wärtern und allen Mithäftlingen, die Ihnen auf Ihrem Trip durch Butcher Bay über den Weg laufen. So erhalten Sie wertvolle Tipps, schließen Tauschgeschäfte ab und bekommen eine ganze Reihe von Nebenaufgaben, für deren Erledigung immer eine Belohnung winkt. Das kann alles Mögliche sein, angefangen bei Geld über nützliche Gegenstände bis hin zu Waffen oder Informationen, die Sie benötigen, um den unvermeidlichen Ausbruch voranzutreiben. Die Aufträge selbst sind recht unterschiedlich: Mal müssen Sie das Essen eines Mitgefangenen vergiften, ein anderes Mal eine ganze Gang ausschalten oder einfach nur einen Gegenstand suchen und zurückbringen.
Eine perfekte Mischung
Was The Chronicles of Riddick letztlich so besonders macht, ist die stimmige Kombination aller Gameplay-Features mit der packenden, nie langweiligen Story, die viele interessante Wendungen nimmt. Die Fusion von Ego-Shooter, Beat em Up, Adventure und anderen Genres funktioniert so gut, dass man sich fragt, warum nicht mehr derartige Spiele so viel Interaktion mit der Umgebung erlauben. Womit wir bei einer weiteren Besonderheit des Spiels wären, die es in dieser Form bei Ego-Shootern bisher auch nicht oft gab. Alle Aktivitäten Riddicks, etwa das Benutzen einer Medi-Station (zur Wiederherstellung der Gesundheit) oder das Erklimmen einer Leiter, laufen nicht automatisch ab, sondern sind in Third-Person-Perspektive inszeniert. Dies sieht in den meisten Fällen nicht nur äußerst cool aus, es wirkt auch viel natürlicher als bei anderen Ego-Shootern, wo Aktionen wie das Erklettern von Gegenständen zu einem körperlosen Hinaufschweben verkommen.
Optisches Brett
Was Starbreeze in grafischer Hinsicht gelungen ist, kann man ohne weiteres als sensationell bezeichnen. The Chronicles of Riddick sieht durchweg einfach unglaublich gut aus. Freuen Sie sich auf gut designte Levels, fantastische Texturen mit plastischem Bump-Mapping-Effekt, erstklassige Charaktermodelle (vor allem Vin Diesel ist sehr gut getroffen), gelungene Animationen sowie aufwendige Licht- und Schattenspiele. Bei so viel optischer Brillanz verzeiht man gern, dass der Shooter nicht immer ganz flüssig läuft und bei viel Action auf dem Schirm schon mal in eine niedrigere Auflösung schaltet. Die meiste Zeit ist man derart gefesselt von der Action auf dem Bildschirm, dass solche Details gar nicht weiter auffallen. Ebenfalls genial sind Soundkulisse und Sprachausgabe. The Chronicles of Riddick wird bei uns in der englischen Originalfassung mit deutschen Untertiteln erscheinen - in Anbetracht der vielen bekannten Schauspieler (allen voran Vin Diesel), die Charakteren aus dem Spiel ihre Stimmen geliehen haben, eine sehr gute Entscheidung, da die Originalstimmen enorm zur Atmosphäre beitragen.
