Import-Test: Resident Evil 4

Test Heinrich Lenhardt

Vorsicht, ihr werdet auch auf der Seilbahn attackiert. Vorsicht, ihr werdet auch auf der Seilbahn attackiert. Ich schreite durch Abwasserkanäle unter dem Schloss, die Schrotflinte im Anschlag. Es ist kalt, von irgendwoher pfeift der Wind durch die Gemäuer. An den Wänden sorgen funzelige Öllampen für ein wenig Licht in den Katakomben. Von der Decke tropft Wasser hallend in das Gewässer zu meinen Füssen. "Was für eine Brühe!", denke ich mir. Nebelschwaden ziehen durch die Kanäle und erschweren die Sicht. Von hinten tönt plötzlich ein dumpfes Grollen. Erschrocken fahre ich herum - es ist nichts zu sehen. Kaum habe ich mich wieder nach vorne gedreht, um vorsichtig weiterzugehen, springt unter lautem Schreien ein mannshohes Insekt von der Decke und landet mit einem lauten Platschen im Wasser. An den Enden der vorderen Beine befinden sich messerscharfe Krallen, die mit einem schnappenden Geräusch auf- und zuklappen. Der Rücken des Viehs ist widerlich behaart und seine glühenden Facettenaugen starren mich angsteinflößend an. Der Sabber läuft dem ausgehungerten Tier aus dem Maul, spitze, lange Zähne kommen zum Vorschein. Es kommt immer näher, noch ein, zwei Schritte, dann wird es mich packen - ich bin vor Schreck wie gelähmt. Endlich erwache ich aus meiner Lethargie und ballere sechsmal mit der Schrotflinte auf das Monster. Die Schüsse hallen lange in den Tunneln nach und grünes Blut ergießt sich ins Wasser, als das Biest unter lautem Schreien dahinscheidet. Ich seufze erleichtert auf, doch dann taucht noch eines von diesen Viechern vor mir auf. Dieses Mal zögere ich nicht so lange und feuere sofort! Mit Hochgenuss registriere ich zwei Volltreffer, als meine Schrotflinte mit einem leisen "Klack, klack" den Dienst versagt. Verdammt, die Munition ist alle - ausgerechnet jetzt! Das angeschlagene Insekt brüllt vor Wut und Schmerzen laut auf und stürmt blind auf mich zu. In Gedanken sehe ich das Monster seine Krallen und Zähne schon in meinen Leib schlagen, gerade noch rechtzeitig krame ich die 9-mm-Handfeuerwaffe aus der Tasche hervor und schicke das Monster mit drei gezielten Schüssen in die Hölle zurück, aus der es gekommen ist.

Bombastische Präsentation
Resident Evil 4 wird euch gefangen nehmen und erst wieder loslassen, wenn ihr es durchgespielt habt. Als Leon S. Kennedy, der Held des zweiten Resident Evil-Abenteuers, der mittlerweile zum US-Geheimagenten aufgestiegen ist, macht ihr euch in einem Dorf in Osteuropa auf die Suche nach der entführten Tochter des US-Präsidenten. Dabei habt ihr es mit einem neuen Feind zu tun, denn die Umbrella Corporation, euer Gegner in den vergangenen Resident Evil-Spielen, existiert nicht mehr. Nachdem der T-Virus in Racoon City freigesetzt worden war und die Bevölkerung in Zombies verwandelt hatte, machte die US-Regierung die Stadt dem Erdboden gleich und beendete alle Beziehungen zur Umbrella Corporation. Die Aktien von Umbrella wanderten in den Keller, das Unternehmen war bankrott und Geschichte. Gegen wen ihr in Resident Evil 4 kämpft, verraten wir nicht, denn der Reiz von Capcoms Horrorschocker besteht unter anderem in der mysteriösen Geschichte.

Bildergalerie

Artikel teilen

Per E-Mail versenden

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 06/2026 PCGH Magazin 06/2026 play5 06/2026 N-Zone 06/2026 Linux Magazin 06/2026 LinuxUser 06/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games PC Games Hardware Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk