Hitman: Blood Money

Test Christian Schönlein

Hitman: Blood Money Zwar können Sie Zeugen und Polizei bestechen oder sich gar eine neue Identität zulegen, aber das Geld können Sie für andere Dinge weitaus besser gebrauchen. Für gelungene Anschläge werden Sie diesmal nämlich bezahlt. Ihren Verdienst sollten Sie zwischen den Missionen in den Ausbau Ihrer Waffen stecken oder sich nützliche Utensilien wie verbesserte Dietriche, kugelsichere Westen oder Schmerzmittel zur Erhöhung der Lebensenergie erwerben.

Kleine Macken

Die Neuerungen und nochmals erweiterte Handlungsfreiheit bringen viel Spielspaß mit sich. Ganz perfekt ist aber auch Blood Money nicht geraten. Noch immer gibt es kleine Macken, die zwar selten auftreten, wenn sie aber passieren, oft unweigerlich dazu führen, dass man eine Mission von vorne angehen muss. In einem Hotel in Las Vegas bietet es sich beispielsweise an, seine Zielperson in einem Fahrstuhl zu erschießen und sich dann über die Dachluke auf der Kabine zu verstecken, bis die Polizei den Toten abtransportiert hat.

Aufgrund der verwendeten Ragdoll-Technologie, die leblose Körper realistisch darstellt, kann es aber geschehen, dass das Opfer beim Öffnen der Fahrstuhltüren zwischen diese rutscht. Dann kommt das Wachpersonal nicht in den Lift und kann die Leiche nicht abtransportieren. Dadurch sind Sie praktisch im Aufzugschacht gefangen, denn sobald Sie in die Kabine zurückspringen, entdeckt Sie die Polizei.

Schönheitsfehler

Hitman: Blood Money Auch die aus den Vorgängern bekannten Clipping-Fehler konnten nicht gänzlich ausgemerzt werden, angesichts der ansonsten mehr als ordentlichen technischen Leistung kann man dies aber verschmerzen. Die Levels sind sehr hübsch gestaltet und nur sehr selten trüben geringfügige Slowdowns den Spielfluss. Selbst wenn Sie sich auf einer Parade unter Hunderten von anderen Menschen aufhalten, bleibt die Framerate meist stabil.

Um eine solche Leistung zu erzielen, wurden zwar einige Charaktermodelle mehrmals verwendet, aber auch damit kann man sich abfinden, da es kaum negativ auffällt. Etwas schlimmer sieht es bei der eigentlich hervorragenden Sounduntermalung aus. Die Sprachausgabe ist gut gelungen und die Musik von Jesper Kyd mal wieder erstklassig, in der uns vorliegenden Version fielen aber gelegentlich die Soundeffekte aus! Den Hit hat sich dieser Titel trotz solcher Macken redlich verdient, die Wertung hätte aber noch ein gutes Stück höher ausfallen können, hätte man sich um solche unschönen Fehler gekümmert.

Wertung zu Hitman: Blood Money (PS2)

Wertung:

86 /10
Pro & Contra
Massig LösungswegeNeue ElementeAngepasster Schwierigkeitsgrad
Unschöne Fehler
Fazit

Wenn einige unschöne Fehler nicht wären, könnte dieser Titel sogar am Genrethron rütteln.

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