Gungrave G.O.R.E im Test: Brutal gut oder aus der Zeit gefallenes Action-Geballer?
Test
Gungrave ist zurück! Und damit wieder ein Third-Person-Shooter, der brutale Action verspricht. Diesmal als koreanisch-japanische Koproduktion ist der untote Held Grave wieder da, um den SEED-Drogenhandel zu stoppen. Ob es der neue Teil besser als seine zwei Playstation-2-Vorgänger macht, lest ihr in unserem Test.
Ganze 18 Jahre ist es her, dass sich mit Gungrave: Overdose auf der Playstation 2 durch Horden von Gegnern geballert wurde. Nun ist die exzentrische Reihe in neuem Gewand zurück. Zuvor noch in voller Verantwortung des japanischen Studios Red Entertainment, fungieren diese hier nunmehr als Supervisor. Entwickler für G.O.R.E sind diesmal die koreanischen Studios Iggymob und Blueside. Schon ein paar Jahre vorher haben sie uns das Spin-off Gungrave VR geboten, das als kleiner Prolog zu G.O.R.E dient.
Für alle, denen Gungrave komplett fremd ist, hier noch einmal eine kleine Zusammenfassung. Im Cel-Shade-Third-Person-Shooter Gungrave spielt ihr den Protagonisten Beyond the Grave oder einfach Grave. Dieser ist der als untoter Killer wiederbelebte Brandon Heat, der einst ein Mitglied eines Syndikats war und von seinem ehemaligen Freund Harry verraten und getötet wurde. Auf seinem Rachefeldzug kennt er keine Gnade, da er nunmehr eine von Dr. Tokioka erschaffene Killermaschine ist. Im weiteren Verlauf der Vorgänger will Grave einer anderen Mafia-Organistation, dem Raven Clan, das Handwerk legen. Damit will er auch die SEED-Droge aus der Welt tilgen, die neben körperlichem Doping auch irgendwann zu monsterartigen Mutationen führen kann. Genau diese Substanz taucht nun in G.O.R.E wieder auf und ruft Grave und seine Verbündeten erneut auf den Plan.
Für das verrückte Design des Franchise zeichnet übrigens Trigun-Autor Yasuhiro Nightow verantwortlich. Sein wilder Mix aus Steampunk und Wild West gibt Gungrave eine eigene Note und hat auch eine 26 Episoden lange Animeserie hervorgebracht.
Arcadiges Retro-Gameplay
In G.O.R.E. schießt ihr euch getreu den PS2-Titeln durch verschiedene Areale und Städte und lasst dabei nichts nach eurem Pistolengewitter zurück. Schnell werdet ihr bei Gungrave an andere Vertreter des Action-Genres erinnert. Zunächst wirkt es wie Devil May Cry und Co., nur mit größerem Fokus auf Schusswaffen. Gungrave unterscheidet sich jedoch extrem von seinen Kollegen.
Im neuen Teil findet ihr euch in schlauchartigen Levels wieder, die wenig Freiheit zur Erkundung lassen. Nach meiner anfänglichen Neugier und der Suche nach optionalen Wegen und vielleicht versteckten Geheimnissen, haben wir nach einigen Levels begriffen, was Gungrave G.O.R.E (jetzt kaufen ) wirklich ist.
Collectibles und Secrets sucht ihr hier vergeblich und wenn ihr denkt, mal einen Nebenraum gefunden zu haben, entpuppt er sich nur als ein abgeschlossener Warteraum, in dem die Gangster, die ihr gerade zerschossen habt, auf ihren Einsatz warteten. Der gelbe Pfeil und ein Kompass zeigen euch zudem zu jeder Zeit die Route durch die Levels. Gungrave fühlt sich daher stellenweise wie ein Rail-Shooter mit mehr Freiheiten an.
Hoffentlich mögt ihr Schießereien. Viele Schießereien
Nachdem wir G.O.R.E erst wie seine Genregeschwister behandelt haben, ergab es irgendwann Sinn und wir sahen den Appeal. Gungrave will wie eine niemals endende Shooting-Range gespielt werden.
Quelle: Plaion, Prime Matter
Gungrave G.O.R.E im Test: Geballer, wie zu PS2 Zeiten (1)
Wie ihr es von Devil May Cry und Konsorten kennt, habt ihr einen Kombozähler und zum Ende jedes Levels eine Wertung anhand von verschiedenen Maßstäben wie Zeit, übrige Leben, getötete Feinde und so weiter. Die sogenannten Beats verhalten sich aber grundlegend anders. Jeder Schuss, mit dem ihr etwas trefft, trägt zu eurem Kombozähler bei und da es in jedem Raum dutzende zerstörbare Gegenstände gibt, dienen nicht nur eure Gegner als Kanonenfutter.
