Drag x Drive für die Nintendo Switch 2 setzt auf eine völlig neue Steuerung. Kreativ, frisch - aber auch anstrengend. Ob das Konzept langfristig Spaß macht, verrät euch unser Test!
So laufen die Matches ab!
Das Gameplay selbst ist aber schon recht gut durchdacht. Sechs Spieler - jeweils drei pro Team - liefern sich in der Arena spannende Matches, die auf drei Minuten begrenzt sind. Wie beim echten Basketball erzielen Würfe aus unterschiedlichen Entfernungen auch unterschiedliche Punktzahlen. Hinzu kommen Bonuspunkte, die ihr euch verdienen könnt, wenn ihr vor einem Wurf einen Trick ausführt.
Quelle: PC Games
Halfpipes am Rande des Spielfeldes ermöglichen besondere Tricks, die Bonuspunkte verschaffen können.
Das Besondere: Es wird nicht nur in ganzen Punkten gezählt, sondern auch in Zehntelschritten. Für einen Korb mit vorher ausgeführtem Trick erhaltet ihr dann beispielsweise 2,3 Punkte anstatt nur zwei. Zwei Punkte für die Entfernung und 0,3 Punkte als Bonus für die Kombo mit dem Trick. So ist es nicht unüblich, dass nach Matchende Punktestände wie 7,4 zu 8,6 auf der Ergebnistafel zu sehen sind.
Die Idee dahinter ist wirklich gut und belohnt jene Spieler, die sich an gewagteren Spielzügen versuchen, ohne ihnen dabei einen zu großen Vorteil zu verschaffen. Mut wird hier auf jeden Fall gewürdigt. Seid ihr am Ball, habt ihr allerdings nur 14 Sekunden Zeit, ihn wieder loszuwerden, da ihr ihn ansonsten automatisch verliert. Auch bei Pässen innerhalb des eigenen Teams wird dieser Timer nicht zurückgesetzt.
Quelle: PC Games
Während eines Matches könnt ihr euch innerhalb eures Teams den ball zupassen.
Ihr dürft euch für eure Spielzug also nicht allzu viel Zeit lassen. Auch wenn diese Regelung zunächst unnötig erscheint, ist sie doch recht wichtig für einen fairen und dynamischen Spielfluss. Denn im Vergleich zu richtigem Basketball und mit Blick auf die besondere Steuerung ist es gar nicht so leicht, gegnerischen Spielern den Ball aktiv abzunehmen. Das funktioniert nämlich nur, indem ihr sie frontal anrempelt.
Und dazu bekommt man nicht immer die Gelegenheit. Die zeitliche Regelung ist da schon ein sehr guter Zusatz. In den Pausen zwischen den Onlinematches finden zur Überbrückung kleine Minispiele statt. Bei der Rebound-Randale beispielsweise müssen alle Spieler einem Basketball hinterherjagen, der durch den gesamten Park springt. Der erste der ihn fängt hat gewonnen.
Quelle: PC Games
Beim Minispiel Rebound-Randale jagen alle Spieler einem umherspringenden Ball hinterher.
Leider gibt es insgesamt nur zwei solcher Minispiele. Ziemlich schade! Die waren nämlich wirklich ganz lustig! Zu der Online-Performanz lässt sich sagen, dass wir während der begrenzten Testzeiträume keine Probleme hatten. Alles lief flüssig und Verbindungsabbrüche gab es auch keine.
Das gleiche Problem wie bei Arms
Der große Wermutstropfen bleibt aber die Steuerung. Blocks, Assists, Würfe aus der Drehung, die Fortbewegung - das alles funktioniert in den meisten Fällen präzise, ist jedoch auf Dauer auch ziemlich anstrengend. In kompetitiven Situationen führt die Steuerung nicht selten zu Frust: Eine falsche Bewegung, ein zu hektischer Wisch - schon driftet man am Ball vorbei oder crasht in den Mitspieler. Je länger wir gespielt haben, desto deutlicher zeigte sich: Drag x Drive ist mehr auf den schnellen Kick als auf eine langfristige E-Sport-Karriere ausgelegt.
