Drag x Drive für die Nintendo Switch 2 setzt auf eine völlig neue Steuerung. Kreativ, frisch - aber auch anstrengend. Ob das Konzept langfristig Spaß macht, verrät euch unser Test!
Untergründe im Praxistest
Für unseren Test haben wir die Steuerung auf verschiedenen Untergründen ausprobiert: einmal auf der glatten Oberfläche eines Schreibtisches, dann noch auf einem Mauspad und auch auf einer Couch. Überall hat es funktioniert. Am bequemsten und präzisesten jedoch auf dem Schreibtisch und tatsächlich ohne Mauspad.
Auf dem Mauspad fühlen sich die Bewegungen zwar geschmeidiger an, ihr könnt sie aber unter Umständen nicht bis zum Ende ausführen, da ihr die Joy-Cons für den Antrieb eurer Räder recht weit nach vorne schieben müsst. Dadurch ist es uns häufig passiert, dass wir über das Mauspad hinausgerutscht sind, was sich negativ auf die Steuerung ausgewirkt hat. Das Problem besteht natürlich nicht, wenn ihr ein entsprechend großes und vor allem langes Mauspad besitzt. Die Handelsüblichen eignen sich dafür jedenfalls nicht wirklich.
Mehr Punkte durch Tricks
Neben den Grundmechaniken werden wir im Tutorial auch mit speziellen Tricks vertraut gemacht. Die können uns auf dem Spielfeld gewisse Vorteile verschaffen. Dazu zählen Tilting, Bunny Hop, Ramp Air, Halfpipe Air, Dunk und Backflip.
Quelle: PC Games
Mit dem Tilting werdet ihr nicht nur größer, sondern könnt auch durch enge Lücken hindurchfahren.
Das Tilting ermöglicht euch beispielsweise, auf einem Rad zu fahren, indem ihr mit einem Joy-Con bremst und diesen dann anhebt. So verschafft ihr euch nicht nur eine höhere Position, um Körbe besser zu treffen oder Würfe abzuwehren, sondern könnt auch durch enge Lücken zwischen zwei Gegnern fahren.
Quelle: PC Games
Um den Bunny Hop zu üben gibt es in dem Sportpark eine riesige Seilspringstation.
Der Bunny Hop baut auf das Tilting auf und lässt euch einen kleinen Sprung ausführen. Hierfür müsst ihr erst einen Joy-Con wie beim Tilting anheben und kurz danach schnell den zweiten. Auch dieser Trick hilft euch dabei, gegnerische Würfe abzublocken. Er beschert euch allerdings auch Extrapunkte, wenn ihr ihn vor einem eigenen Wurf ausführt und dann einen Korb erzielt.
So spannend sich diese Tricks auch anhören, so schwer sind sie leider in der Praxis umzusetzen. Es braucht definitiv viel Übung und kann auch schon mal frustrierend werden.
Quelle: PC Games
Nicht immer klappt alles auf Anhieb! Ein misslungener Trick endet nicht selten auf dem harten Boden der Tatsachen.
Schattenseite der Bewegungssteuerung
Auch wenn die Steuerung an sich gut und präzise funktioniert, handelt es sich immer noch um Bewegungssteuerung. Die Genauigkeit eines klassischen Controllers kann sie nicht ersetzen. Für ein Spiel mit kompetitivem Ansatz eher schwierig zu vereinbaren. Hinzu kommt die physische Herausforderung. Denn schon nach kurzer Zeit werdet ihr deutlich spüren, wie anstrengend das Spiel sein kann. Die ständigen Handbewegungen lassen einen doch ziemlich schnell müde werden, vor allem in hitzigen Matches.
Quelle: PC Games
Habt ihr gerade keine Lust selbst zu spielen, könnt ihr auch andere Matches mit einer Drohne beobachten.
Das ist besonders problematisch, weil Reaktionsschnelligkeit und die ständige Mobilität essenzielle Bestandteile für das Gameplay in Drag x Drive sind. Ganz cool ist jedoch die Einbindung der Kommunikation. So könnt ihr dank der Bewegungssteuerung euren Teamkameraden winken, sie bei einem Treffer beklatschen oder ihnen beim Vorbeifahren sogar ein High-Five geben!
