Import-Test: Animal Crossing: Wild World

Test Christoph Kraus

Ein Spiel wie das echte Leben: nicht immer spannend, aber jeden Tag anders!

Import-Test: Animal Crossing: Wild World Amerikanische DS-Besitzer haben ihre feierliche Waldweihnacht bereits hinter sich gebracht, hiesige Spieler klagen schon jetzt über erste Frühlingsgefühle: Animal Crossing: Wild World, der Nachfolger der tierischen Lebenssimulation für N64 und GameCube, lag in den Vereinigten Staaten pünktlich zum Fest unterm Christbaum, während sich Europäer noch bis 31. März gedulden müssen. Dafür bleibt wenigstens genügend Zeit, sich in der GameCube-Version bei seinen lieb gewonnenen Nachbarn zu verabschieden und sich auf den Umzug einzustimmen.

Nix mit Ausruhen!

Nachdem wir von Taxifahrer Käp'n in unsere neue Heimat chauffiert wurden, erwartet uns dort sogleich Immobilienmakler Tom Nook - unser neues Häuschen möchte schließlich abbezahlt werden. Aufgrund unseres Mangels an Barreserven bietet uns der geschäftstüchtige Waschbär an, als Aushilfskraft für seinen Laden zu schuften und uns so die horrende Summe von 19.800 Sternis zu erwirtschaften.

Dazu führen wir zunächst die gleichen Botengänge aus, die schon auf dem GameCube absolviert werden mussten: Wir pflanzen Blumen rund um Nooks Laden, rühren für den pelzigen Händler an der Pinnwand die Werbetrommel und machen uns mit den Nachbarn bekannt. Nach zwei Spielstunden harter Arbeit als freier Mitarbeiter hat der Knochenjob endlich ein Ende!

Wir reißen uns die Arbeitsuniform vom Leib und lassen für den Rest des Tages fünfe gerade sein. Der nächste Morgen bricht heran und wir begeben uns zunächst in die Dorfkneipe, die direkt im Museumsgebäude untergebracht ist. Alle Stühle sind noch frei - kein Wunder, schließlich kostet ein Tässchen Kaffee stolze 200 Sternis!

Nach einem Blick in unser Portemonnaie, in dem wie in der GameCube-Version 15 Items Platz finden, treten wir hastig den Rückzug aus der Taverne an. Weil wir uns ohnehin einige Handwerkerutensilien zulegen wollten, begeben wir uns anschließend zu Tom Nooks Laden. Dort verkaufen wir gesammelte Pfirsiche und opfern 500 Sternis für eine Steinschleuder, mit der neuerdings Inventar, das an einem Ballon auf dem oberen Bildschirm hängt, heruntergeschossen werden kann. Ob wir schnell genug zielen können?

Häuslein deck dich!

Import-Test: Animal Crossing: Wild World Das monotone, aber erfrischend andere Gameplay von Animal Crossing: Wild World bringt mit sich, dass man sich hin und wieder nach einem Tapetenwechsel sehnt. Euer Haus könnt ihr deshalb frei nach eigenen Wünschen einrichten und dekorieren: Wo wird der Weihnachtsbaum platziert? Setze ich mich auf einen hölzernen Stuhl oder gönne ich mir ein edles Ledersofa? Hängt die Skyline einer Großstadt als Fototapete an meiner Wand, ist mein Raum ganz klassisch nur in einer Farbe gehalten oder möchte ich mich möglicherweise selbst als Anstreicher betätigen? Alles liegt an euch!
Apropos Anstrich: Diesmal dürft ihr nicht nur eurer Haustür einen individuellen Look geben, sondern ebenso Regenschirm, Shirt, Mütze und Fußboden nach eigenem Geschmack zurechtschneidern. Erneut müsst ihr dazu die Geschwister Sina und Tina besuchen, um euch dort für 350 Sternis einen Stofffetzen zu kaufen und diesen mittels Touchscreen zu bedrucken. Für Motivation in den eigenen vier Wänden ist ebenfalls gesorgt: Nach der Rückzahlung der Schulden stockt Tom Nook die Grundfläche eures Hauses gewaltig auf.

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