Das hat den Vorteil, dass ihr euch auf zusätzlichem Raum breit machen dürft. Zudem freuen sich Messies über die Möglichkeit, noch mehr Gegenstände zu lagern. Denn kaum hat man sich richtig ins Spiel vertieft und mit dem Sammeln dekorativer Figuren oder Möbel begonnen, ist eure Bude auch schon zu klein. Sechsmal dürft ihr euer Haus insgesamt aufrüsten - für die finale Ausbaustufe müsst ihr sage und schreibe 948.000 Sternis berappen!
Wohnst Du noch ...?
Doch die Mühe lohnt sich, denn schon bald wird eure Hütte wie auf dem GameCube von der "Akademie des schönen Hauses" bewertet. Regelmäßig werdet ihr per Post über eure aktuelle Punktzahl benachrichtigt, die auf strengen Kriterien basiert: Hortet ihr zu viel unnütze Gegenstände in euren vier Wänden, werdet ihr mit einem Punktabzug bestraft.
Besitzt ihr dagegen eine komplette Möbelserie - beispielsweise Schrank, Tisch und Bank im selben Stil -, fällt die Wertung entsprechend positiv aus. Aber keine Sorge, ihr müsst nicht jedes Teil selbst kaufen: Die Bewohner eures Städtchens zeigen sich häufig großzügig und schenken euch das eine oder andere wertvolle Interieur. Kontaktpflege zahlt sich also in jedem Fall aus: Schreibt ihr euren Mitbewohnern Briefe, kann sich sogar so etwas wie eine Brieffreundschaft entwickeln.
Die Art, wie eure Nachbarn mit euch umgehen, ist derart liebevoll, dass man fast vergisst, dass man es nur mit einem Spiel zu tun hat. Fast jede Woche verabschiedet sich übrigens ein Bewohner, um einige Monate später wieder aufzukreuzen. Ihr macht euch also regelmäßig mit neuen Leuten bekannt! Kenner haben es bereits herausgelesen: Die Änderungen im Vergleich zur Heimkonsolenfassung liegen nur im Detail.
Das Gameplay blieb im Grunde unangetastet und wurde lediglich an die Hardware angepasst: Das Dorf von Wild World ist wesentlich kompakter, das Sammeln von NES-Spielen, wie es noch auf dem Würfel möglich war, wurde leider komplett wegrationalisiert und einige Gebäude zusammengelegt. Statt Weihnachten, Erntedank oder Halloween hat man länderspezifische Feiertage und Feiern mit religiösem Bezug gänzlich entfernt und durch Käferjagd- und Fischfangwettbewerbe ersetzt. Auch der Ereigniskalender ist nicht mehr anwählbar, was aber durch die Pinnwand nicht negativ ins Gewicht fällt.
Zu Gast bei Freunden
Neu ist jedoch der Online-Modus, der mit viel Liebe zum Detail ins Spiel eingebunden wurde: Statt euch durch Menüs zu klicken, begebt ihr euch - wahlweise mit Digikreuz oder Stylus - zum Stadttor, das als Schnittstelle zum Wi-Fi-Netzwerk fungiert, und quatscht mit Wächter Harry. Bei dem früheren Polizeipräsidenten erfragt ihr euer individuelles Passwort oder vertraut ihm den Code eines Freundes an. Schwuppdiwupp, öffnet sich die Pforte und ihr dürft einen Trip ins Städtchen eures Kumpels unternehmen.
Cool: Sogar Chatten ist während des Online- und Netzwerkspiels möglich. Lasst euch von der knuddeligen Aufmachung nicht abschrecken und freut euch mit uns auf ein Wiedersehen mit K.K. Slider, Tom Nook, Bianca und allen anderen Bewohnern. Wir sehen uns in der großen, weiten Welt!
