Alone in the Dark im Test: Stranger Things trifft Oldschool-Horror - das passt!
Test
Mit Alone in the Dark kehrt ein absoluter Klassiker zurück - in den Hauptrollen zwei Hollywood-Stars. Warum uns der Horror begeistert, erfahrt ihr im Test.
Schick, aber nicht perfekt
Ein paar Mängel entdecken wir jedoch bei der Technik. Neben den kleinen Schwierigkeiten im Kampf bricht zwischendurch auch die Framerate auf PC und PS5 ein wenig ein. Nicht so stark, dass ein Weiterspielen kaum möglich wäre, aber schon spürbar.
Die Kamera geht an manchen Stellen durch unsere Figur hindurch und Wände stören bei schnellen Bewegungen. Auch die Beleuchtung hat hin und wieder ein paar Aussetzer. Was nach groben Fehlern klingt, fällt im Eifer des Gefechts meistens gar nicht auf. Alone in the Dark muss sich hinter Grafikbomben zwar nicht verstecken, kommt allerdings nicht ganz an die Optik eines Resident Evil 4 Remake heran.
Soundeffekte und Musik überzeugen hingegen komplett. Ein gewaltiger Teil der großartigen Atmosphäre hängt eng mit der fantastischen Audioumsetzung zusammen. In passenden Momenten setzen gruselige Klänge ein, in Kämpfen klingt der Sound dagegen derber.
Hör mal wer da spricht
Nachdem echte Schauspieler die Rollen der beiden Hauptfiguren übernehmen, müssen wir noch einige Worte zur Synchronisierung verlieren. Den Stimmen von Jodie Comer und David Harbour in der Originalversion zu lauschen, ist ganz großes Kino.
Leute, die der englischen Sprache mächtig sind, sollten daher definitiv auf die englische Sprachausgabe setzen. Als Unterstützung lassen sich deutsche Untertitel in drei verschiedenen Schriftgrößen einblenden.
Doch keine Angst: Auch die deutschen Sprecher machen einen tollen Job. Wer die einzigartige Synchronisation von David Harbour aus Serien und Filmen gewohnt ist, bekommt zwar nicht die übliche Stimme von Peter Flechtner zu hören, aber aus der Immersion reißt uns der andere Sprecher auch nicht.
Fans von Resident Evil und Silent Hill kommen bei Alone in the Dark voll auf ihre Kosten. Wer ein permanentes Action-Spektakel erwartet, der sollte dagegen passen. Das Spiel gönnt sich immer wieder ein paar Auszeiten, denn alleine die hübschen Levelabschnitte laden zum Schlendern ein - wenn uns nicht gerade ein Monster an den Kragen möchte.
Am 20. März erscheint Alone in the Dark für PC, PS5 und Xbox Series X/S. Zum Preis von circa 60 Euro gibt's ein klassisches Gruselabenteuer, das zwar nach zehn Stunden abgeschlossen ist, aufgrund der zwei Charaktere aber Wiederspielwert bietet. Der unabhängige, rund 15-minütige Prolog zum Spiel steht derzeit auf besagten Plattformen kostenlos zur Verfügung. Transparenzhinweis: Für die Erstellung dieses Beitrags wurde die Release-Fassung von Alone in the Dark vom Publisher THQ Nordic gestellt.
