Alone in the Dark im Test: Stranger Things trifft Oldschool-Horror - das passt!

Test Michael Grünwald
Alone in the Dark im Test: Stranger Things trifft Oldschool-Horror - das passt!
Quelle: THQ Nordic

Mit Alone in the Dark kehrt ein absoluter Klassiker zurück - in den Hauptrollen zwei Hollywood-Stars. Warum uns der Horror begeistert, erfahrt ihr im Test.

Rätseln und Ballern

Das Gameplay erinnert insgesamt an die Resident-Evil-Reihe. Doch in Alone in the Dark liegt der Fokus deutlich mehr auf Knobelei und der düsteren Stimmung. Die Rätsel sind nicht komplett fordernd, doch die ein oder andere Gehirnzelle müssen wir schon anstrengen, um an die Lösung zu kommen.

Tipps erhalten wir sehr wenige. Wer möchte, kann sogar vor dem Spielstart festlegen, absolut keine Hinweise zu erhalten und alle Funktionen inklusive Steuerung selbst herauszufinden. Bestimmte Dinge werden außerdem vorausgesetzt, beispielsweise wie wir einen Safe richtig öffnen. Das Spiel nimmt uns nur wenig an die Hand und das ist sehr gut so.

Ein paar Probleme machen allerdings die Auseinandersetzungen mit unseren Widersachern. Vor allem an Engstellen ist das Zielen sehr hakelig, zum Glück bewegen sich die meisten Gegner nicht allzu schnell. Auch das Schlagen mit unseren Nahkampfwaffen fühlt sich nicht perfekt umgesetzt an. Da ist es auch egal, ob wir eine Axt oder ein überdimensionales Kreuz in der Hand haben und auf die Monster eindreschen. Die Taste für den Nahkampf haben wir wirklich nur im absoluten Notfall eingesetzt.

Emily Hartwood Quelle: THQ Nordic Emily Hartwood schießt auf ein Monster Spaß machen die actiongeladenen Abschnitte dennoch, schließlich bekommen wir es nur selten mit mehr als zwei Feinden gleichzeitig zu tun. Manchmal sparen wir uns die Ballerpassagen auch ganz einfach, in dem wir uns an den Biestern vorbeischleichen.

Um Spoiler zu vermeiden, erwähnen wir einen bestimmten Gegnertypen nicht. Der bringt auf jeden Fall noch mehr Abwechslung ins Abenteuer. In den zehn Spielstunden finden die Entwickler einen perfekten Mix aus Action, Rätseln und Atmosphäre.


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Die Gruselvilla

Alone in the Dark setzt auf klassische Horroreinflüsse, die grandios zum 20er-Jahre Setting passen. Obwohl im Spiel kaum Jumpscares vorkommen, liefern Musik, Audiodesign und Umgebungsoptik eine erstklassige Stimmung ab - und zwar über die gesamte Spieldauer.

Häufig laufen wir lediglich durch das Herrenhaus und haben dennoch ein unbehagliches Gefühl. Hinter jeder Ecke könnte ein Monster lauern, schließlich verschwimmen zwischendurch immer wieder Realität und Wahnvorstellungen unserer Figuren.

Die wenigen plötzlichen Schreckmomente sind dagegen nicht übertrieben und setzen im richtigen Moment ein. Manchmal verändert sich schlagartig die Umgebung um uns herum und wir müssen einen Ausweg finden. Zeitdruck haben wir dabei aber größtenteils nicht und auch das ist wiederum sehr angenehm.

Alone in the Dark schafft das, woran viele Horrortitel scheitern: Die gruselige Atmosphäre über einen langen Zeitraum aufrechtzuerhalten, ohne aber in äußerst blutrüstige oder stressige Abschnitte abzudriften. Und zur Not fühlen wir uns mit Schrotflinte oder Tommygun im Anschlag deutlich sicherer.

Carnby zielt mit einem Revolver auf ein Skelett Quelle: THQ Nordic

Ganz viel Nostalgie

Obwohl das Spiel bereits ganz allgemein sehr oldschool daherkommt, gibt's für den absoluten Nostalgiekick noch die Möglichkeit, im Pausemenü die Skins aus dem Original von 1992 einzustellen.

Die Hauptfiguren besitzen dann den klassischen Pixellook der damaligen Zeit. Das verändert zwar nichts am Gameplay, doch alleine die Wahl zu haben, ist sehr cool und eine schöne Idee.

Außerdem lassen sich passenderweise etliche Filter wie Sepia und 8-bit über die Optik legen, was aus dem modernen Alone in the Dark eine Reise in die Vergangenheit werden lässt. Alleine die Einblendung der traditionellen Map verdient sehr viel Lob. Darauf erkennen wir, welche Türen für uns noch nicht zugänglich sind, welche Rätsel wir schon lösen können und in welchen Räumen es noch Dinge zu finden gibt.

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