Alan Wake 2 im Test: Ein spielerischer Traum und spielbarer Albtraum in einem
Test
Nach Spider-Man 2 kam mit Alan Wake 2 nun auch der letzte Blockbuster des Jahres 2023 auf den Markt. Warum der Horror-Mystery-Thriller von Remedy ein absoluter Hit ist, erfahrt ihr in unserem Test.
Es kommt oft vor, dass ein Spiel zwar insgesamt gut abschneidet, doch der Schalter nicht bei allen umgelegt wird. So ähnlich war das beim spielbaren Mystery-Thriller Alan Wake, der im Jahr 2010 seinen Release feierte. Einige Leute lobten den Survival-Horror-Titel von Remedy Entertainment in den Himmel, andere konnten mit der langsamen Erzählweise und dem teilweise repetitiven Gameplay nicht viel anfangen. Elf Jahre später erschien ein Remaster, der einige Verbesserungen mit sich brachte. Von einer Fortsetzung wollten die Entwickler von Max Payne 1 und 2 aber lange Zeit nichts wissen.
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Seit dem 27. Oktober ist es nun aber doch soweit und Alan Wake 2 (jetzt kaufen 39,90 € ) steht zum Download bereit. Eine Disc-Version gibt's derzeit noch nicht. Wer nun mehr Wanderungen durch den Wald und Kämpfe gegen Schattenmonster erwartet, der liegt zwar richtig, doch das Sequel hat so unendlich viel mehr zu bieten. Teilweise kamen wir aus dem Staunen nicht mehr heraus und konnten kaum glauben, was auf dem Bildschirm geboten wird. Und das liegt nicht nur an der atemberaubenden Grafik, sondern an komplett veränderten Settings, fantastischen Gameplay-Elementen und einer abgedrehten, genialen Story. Worum es überhaupt geht, erklären wir euch spoilerfrei im ersten Kapitel unseres Tests.
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Kapitel Eins: Die Geschichte
So einfach fällt uns das allerdings gar nicht, denn Alan Wake 2 ist ein Spiel, bei dem schon die Beschreibung des Prologs zu viel verraten würde. Daher fassen wir uns kurz: 13 Jahre nach den Geschehnissen von Teil eins und dem Verschwinden des Schriftstellers Alan Wake taucht eine nackte Leiche am Cauldron Lake auf.
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Da dem Toten das Herz aus der Brust entfernt wurde, übernehmen die FBI-Agenten Saga Anderson und Alex Casey den Fall. Der Charakter Alex Casey kommt im Übrigen nicht nur in den Büchern von Wake vor, sondern wird im zweiten Teil von niemand geringerem als Remedys Creative Director Sam Lake gespielt. Und den Büchern von Wake wird zudem nachgesagt, dass sie im Grunde die Geschichte von Max Payne darstellen.
Sobald die beiden am See und dem beschaulichen Örtchen Bright Falls ankommen, machen sie sich direkt an die Untersuchung des Mordfalls. Recht schnell merken die Bundesagenten, dass sie es nicht nur mit einem durchgeknallten Kult aufnehmen müssen, sondern auch mit etwas Übersinnlichem.
Immer wieder entdecken die zwei in der Umgebung Manuskriptseiten des verschwundenen Wake, mit denen er auf sich aufmerksam machen möchte. In der knapp 25-stündigen Spielzeit schlüpfen wir sowohl in die Haut von Saga als auch von Alan. Ab einem bestimmten Zeitpunkt lässt sich sogar auswählen, wann wir zur anderen Figur wechseln möchten.
Kapitel Zwei: Saga Anderson
Die Abschnitte mit den zwei Charakteren unterscheiden sich spielerisch stark. Zwar wird Saga hin und wieder ebenfalls in düstere Albtraumabschnitte geworfen, meistens sind wir aber mit der Aufklärung des Mordfalls beschäftigt.
Wir schnüffeln am Tatort herum, befragen Zeugen und tauchen immer tiefer in die Mysterien am Cauldron Lake ein. Dazu nutzt die FBI-Agentin ihren sogenannten Gedankenraum, in dem sie ihre Erkenntnisse und die aufkommenden Fragen an eine Tafel pinnt.
Mit jedem Hinweis decken wir die Geheimnisse ein wenig mehr auf. Das macht ziemlich viel Spaß und wir fühlen uns dabei wie ein echter Ermittler. Zwar können wir keine falschen Schlüsse ziehen, die uns auf eine falsche Fährte führen, aber ohne bestimmte Indizien geht die Geschichte nicht weiter.
Wir werden vom Spiel clever durch die Abschnitte geführt und spüren nie Frust, wenn es doch einmal länger dauert, um auf die Lösung zu kommen. Bestimmte Fälle in Sagas Fallakten sind auch nur optional und erzählen zusätzliche Geschichten rund um die Haupstory.
Um bestimmte Schlussfolgerungen zu ziehen und sich Antworten herzuleiten, kann die Bundesagentin außerdem Profiling anwenden. Dabei führt sie in ihrem Gedankenraum Gespräche mit beteiligten Personen. Die echten Schauspieler der Figuren werden während dieser Sequenzen immer wieder um Saga herum eingeblendet, was für eine erstklassige Stimmung sorgt.
