Unser Überblick über die komplette Final Fantasy-Geschichte: 13 Hauptspiele, massig Ableger und kein Ende in Sicht. Square Enix' Rollenspiel-Saga ist noch lange nicht final!
Die unendliche Final Fantasy-Geschichte - Die Final Fantasy-Spiele im Überblick
Quelle: Square
Final Fantasy - NES
Final Fantasy
System: NES
Japan: 1988
USA & Europa: 2003 (in FF Origins für PSone)
Schon mit dem ersten Final Fantasy setzt Square Standards für weitere Teile der Serie. Die Story über vier Helden, die Elementarkristalle wiederherstellen und eine Prinzessin retten müssen, wird in späteren Teilen wiederverwendet. Auch der Grundstein für das Final Fantasy-typische Kampfsystem wird gelegt. Zwar gibt es noch kein ATB, aber auf dem Kampfbildschirm sind die Helden- und Gegnergruppe bereits sichtbar unterteilt – ein Novum im Genre! Ebenfalls eingeführt werden Luftschiffe und Charakterklassen. Einmalig in der Serie ist bis heute die Möglichkeit, sich zu Beginn des Spiels für Charaktere bestimmter Klassen zu entscheiden. Yoshitaka Amano und Nobuo Uematsu, zwei Künstler, die später durch Final Fantasy Weltruhm erlangen, sind schon damals für das Design und die Musik verantwortlich.
Quelle: Square
Final Fantasy II - NES
Final Fantasy II
System: NES
Japan: 1988
USA & Europa: 2003 (in Final Fantasy Origins für PSone)
Da niemand erwartet, dass das erste Final Fantasy ein großer Erfolg wird, ist es erst gar nicht für einen Nachfolger ausgelegt. Hieraus entsteht später ein Markenzeichen der Serie: Jede Episode ist von den anderen Spielen unabhängig – sowohl was die Story als auch was das Gameplay betrifft. Final Fantasy II ist sogar der erste Nachfolger der Videospielgeschichte, der keine Charaktere, Orte oder Storyelemente aus den Vorgängern aufgreift oder 1:1 übernimmt! Square nimmt sich seitdem die Freiheit, mit jedem Teil etwas Neues auszuprobieren. Im Fall von Final Fantasy II betrifft dies das Levelsystem, das unabhängig von Klassen und Levels funktioniert. Es werden nur jene Waffen- und Statuswerte erhöht, die auch tatsächlich beansprucht werden. Was interessant klingt (und in späteren Teilen in ähnlicher Form sogar erfolgreich wieder aufgegriffen wird), entpuppt sich aber als kleine Katastrophe. Denn im Klartext bedeutet das, dass man zum Beispiel seine maximale Lebensenergie am effektivsten erhöht, indem man sich mit seinen Helden selbst auf die Mütze gibt! Allerdings macht Square mit der Erzählweise einen Schritt nach vorne. Anders als im ersten Teil haben die Figuren eine eigene Persönlichkeit und sind nicht mehr nur leblose Avatare des Spielers. Und erstmals gibt es sogar NPCs, die im Verlauf der Geschichte das Zeitliche segnen.
Quelle: Square
Final Fantasy III - NES
Final Fantasy III
System: NES
Japan: 1990
USA & Europa: 2006/2007 (Remake für Nintendo DS)
Für Final Fantasy III orientiert sich Square wieder am ersten Teil. Das Kampfsystem wird übernommen, grafisch aber etwas aufgepeppt. Die Charakterklassen werden wieder eingeführt und um ein für damalige Verhältnisse sehr komplexes Jobsystem erweitert. Dies erlaubt den Wechsel der Charakterklassen während des Spiels. Auch die Story und die Erzählweise ähneln denen des ersten Final Fantasy – mal wieder geht es um Elementarkristalle und der Spieler führt wieder anonyme Figuren ins Abenteuer. Neue Elemente wie das Jobsystem, optionale Sidequests und die Möglichkeit, als Beschwörer erstmals mächtige Dämonen in den Kampf zu rufen, bringen die Serie aber konsequent nach vorne. Veröffentlicht wird das Original dennoch nie außerhalb Japans. Erst mit dem überarbeiteten Remake für den Nintendo DS (Bild rechts) erscheint der dritte Teil der Reihe auch in Amerika und Europa.
Quelle: Square
Final Fantasy IV - SNES
Final Fantasy IV
System: SNES
Japan: 1991
USA: 1991 (als Final Fantasy II)
Europa: 2002 (in Final Fantasy Anthology PAL für PSone)
Mit Final Fantasy IV revolutioniert Square das Rollenspiel-Genre. Die Story dreht sich wie schon in den ersten Teilen um Krieger und Elementarkristalle, die Erzählweise setzt aber Standards. Die fortgeschrittene Technologie des Super Nintendo ermöglicht es, die Story in häufig minutenlangen Sequenzen in Spielgrafik fortzuspinnen – ein Element, das bis heute in Rollenspielen verwendet wird. Die Charaktere sind diesmal keine namenlosen Figuren, sondern haben wieder eine Persönlichkeit. Obwohl das im zweiten Teil weniger gut beim japanischen Publikum ankam, erzeugt es in Final Fantasy IV erstmals eine Bindung des Spielers zu „seinen“ Helden. Nicht zuletzt, weil die Figuren für damalige Verhältnisse sehr außergewöhnlich waren – die Hauptfigur ist beispielsweise ein fieser Bösewicht, der erst im Verlauf der Geschichte einen Sinneswandel durchmacht. Ebenfalls revolutionär: das Kampfsystem. Nicht nur das ATB wird in Final Fantasy IV eingeführt, man zieht auch mit bis zu fünf Charakteren in den Kampf.
Quelle: Square
Final Fantasy V - SNES
Final Fantasy V
System: SNES
Japan: 1993
USA: 1999 (in Final Fantasy Anthology US für PSone)
Europa: 2002 (in Final Fantasy Anthology PAL für PSone)
Auch im fünften Teil dreht sich mal wieder alles um Elementarkristalle. Nicht nur storytechnisch ist Square in den frühen Neunzigern wenig einfallsreich. Auch wegen des Gameplays und der Technik halten viele Spieler Final Fantasy V für einen der schwächeren Teile der Serie. Lediglich das Jobsystem, das aus dem dritten Teil übernommen und weiterentwickelt wird, macht Final Fantasy V halbwegs interessant. Insgesamt 22 Jobklassen, 110 verschiedene Erscheinungsbilder und die Möglichkeit, bereits erlernte Fähigkeiten bei einem Jobwechsel als „Sub-Skills“ zu übernehmen, verleihen dem Titel Tiefgang. Wichtig ist der Titel aber für Tetsuya Nomura, der später das Charakter-Design der Serie übernehmen wird. Beim fünften Teil steuert er erstmals Monster-Designs bei.
Quelle: Square
Final Fantasy VI - SNES
Final Fantasy VI
System: SNES
Japan: 1994
USA: 1994 (als Final Fantasy III)
Europa: 1999 (PSone)
Seriengründer Sakaguchi fungiert beim sechsten Teil erstmals nicht als Director, sondern als Produzent. Dennoch gilt Final Fantasy VI nicht nur als einer der besten Teile der Serie, sondern als eines der besten Rollenspiele aller Zeiten. Und das, obwohl die klassische Geschichte um einen verrückten, machthungrigen Tyrannen gar nicht so außergewöhnlich ist. Vielmehr sind es die Erzählweise und die Charakterentwicklung, die Final Fantasy VI zu einem ganz besonderen Spiel machen. Auch technisch ist der Titel seiner Zeit voraus. Grafisch wird alles aus dem Super Nintendo herausgeholt und Komponist Nobuo Uematsu erreicht mit Final Fantasy VI endlich die musikalische Präsenz, für die er heute bekannt ist. Er komponiert kleine Meisterwerke für jeden wichtigen Charakter und Ort des Spiels. Schnell zugängliche Menüs, viele Nebenquests und ein Kampfsystem, das erstmals das Koppeln von Espers, den Vorgängern von Guardian Forces und Bestias, ermöglicht, machen das sechste Final Fantasy auch spielerisch zu einem durch und durch gelungenen Titel.
Quelle: Squaresoft
Final Fantasy VII - PSone
Final Fantasy VII
System: PSone
Japan: 1997
USA: 1997
Europa: 1997
Neben Final Fantasy VI zählt Final Fantasy VII zu den besten Teilen der Reihe und ist zugleich das erste Final Fantasy, das auch in Europa veröffentlicht wird und der Serie so endgültig zu internationalem Ruhm verhilft. Besonders in grafischer und storytechnischer Hinsicht entwickelt Square die Serie mit diesem Spiel weiter: Als erster Teil für ein CD-basiertes System protzt Final Fantasy VII mit dreidimensionaler Polygongrafik, bombastischen Effekten und aufwendigen Zwischensequenzen. Die Story ist alles andere als Einheitsbrei. Erzählt wird die epische Geschichte von Cloud und seinem Kampf gegen Shinra und seinen Erzfeind Sephiroth – bis heute der coolste Bösewicht der Final Fantasy-Serie. Mit tragischen Facetten dieser Geschichte verarbeitet Sakaguchi den Tod seiner Mutter. Das Gameplay hingegen ist stark vom sechsten Teil geprägt, wurde aber in einigen Punkten erweitert. Neben den zahlreichen Sidequests gibt es nun viele Minispiele und neben Guardian Forces kann man auch sogenannte Substanzen an die Ausrüstung der Charaktere koppeln, um deren Attribute zu verbessern.
Quelle: Square
Final Fantasy VIII - PSone
Final Fantasy VIII
System: PSone
Japan: 1999
USA: 1999
Europa: 1999
Wenn man an Final Fantasy VIII denkt, fallen einem zwei Dinge ein: die Zwischensequenzen und Triple Triad. Letzteres ist das wohl bekannteste Minigame der Seriengeschichte. In dem eigentlich sehr simplen Kartenspiel legt man auf einem 3x3 Felder großen Spielbrett Karten aus, die an jeder Seite einen Zahlenwert tragen. Ist dieser Wert höher als der einer angrenzenden Karte, gewinnt man diese. Das an sich einfache Spielprinzip erzeugt immenses Suchtpotenzial und fesselt beinahe mehr vor die Konsole als das eigentliche Spiel. Dieses findet auf vier CDs Platz, böse Zungen behaupten aber, dass das Spiel selbst auf zwei CDs passen würde und lediglich die zahlreichen aufwendigen Zwischensequenzen so viel Platz verbrauchen. Überhaupt ist Final Fantasy VIII grafisch einer der bombastischsten PSone-Titel und hat nichts mehr mit dem Knuddel-Look typischer Japano-Rollenspiele gemein. Ebenfalls ein Novum: Auch wenn Liebesgeschichten in vielen Teilen der Serie bereits eine Rolle spielten, ist sie hier erstmals der Hauptmotivator für die Figuren. Spielerisch ist der Titel ebenfalls sehr spannend, teilt aber die Lager. So erwirbt man zum Beispiel Zaubersprüche, indem man sie Gegnern während eines Kampfes mit dem „Draw“-Befehl entzieht.
Quelle: Squaresoft
Final Fantasy IX - PSone
Final Fantasy IX
System: PSone
Japan: 2000
USA: 2000
Europa: 2001
Nachdem Final Fantasy VII und VIII von Tetsuya Nomura designt wurden, zeichnet für den neunten Teil der Reihe wieder Yoshitaka Amano verantwortlich. Vielleicht ist dieser Teil auch deswegen so beliebt. Spielerisch bietet der Titel neben kombinierbaren Attacken nämlich nur wenig Neues und orientiert sich an den alten Teilen der Serie. Außerdem gibt es viele Anspielungen auf die 8-Bit-Originale. Ein echtes Novum ist aber die witzige Erzählweise der Geschichte. Vorbei sind die Zeiten depressiver Helden und düsterer Geschichten. Serienvater Sakaguchi spricht davon, dass Final Fantasy IX all das ist, was Final Fantasy immer hat sein sollen, und bezeichnet den Titel daher als seinen Lieblingsteil der Reihe.
Quelle: Square Enix
Final Fantasy X - PS2
Final Fantasy X
System: PS2
Japan: 2001
USA: 2001
Europa: 2002
Das erste PS2-Final Fantasy stellt trotz des Bruchs zu anderen Titeln der Serie einen der beliebtesten Teile dar. Gelevelt wird nicht mehr durch Erfahrungspunkte, sondern auf dem Sphärobrett. Das ATB-Kampfsystem wird durch rundenbasierte Kämpfe abgelöst. Dies erlaubt aufgrund der Möglichkeit, Ausrüstung und Charaktere während der Kämpfe auszuwechseln, mehr strategischen Tiefgang als je zuvor. Dafür ist die Story trotz des farbenfrohen Designs von Tetsuya Nomura wieder sehr düster und ernsthaft.
Quelle: Square Enix
Final Fantasy XI - Xbox 360, PS2, PC
Final Fantasy XI
System: PS2, Xbox 360, PC
Japan: 2001
USA: 2001
Europa: 2002
Auch das elfte Final Fantasy ist ein außergewöhnlicher Titel in der Reihe. Das liegt aber weniger am Setting als vielmehr daran, dass es sich um ein Online-Rollenspiel handelt. Das bedeutet, dass das Kampfsystem abermals verändert werden muss und es keine geradlinige Story mehr gibt. Mit vier Erweiterungen wächst die Online-Welt von Vana’Diel bis 2007 stetig weiter.
Quelle: Square Enix
Final Fantasy X-2 - PS2
Final Fantasy X-2
System: PS2
Japan: 2003
USA: 2004
Europa: 2004
Wenn ein Final Fantasy aus der Reihe tanzt, dann wohl dieses. Es ist der erste direkte Nachfolger eines Hauptspiels, das Charaktere und Storyelemente des Vorgängers aufgreift. Statt einer düsteren Story gibt es dabei eine gehörige Prise Comedy und Sexappeal und im Kampf schlüpfen die drei weiblichen Hauptfiguren Yuna, Rikku und Neuzugang Paine in verschiedene Kleider, die Zugriff auf diverse Fähigkeiten erlauben. Der Spielverlauf ist das erste und bislang einzige Mal missionsbasiert und dadurch sehr strukturiert.
Quelle: Square Enix
Final Fantasy XII - PS2
Final Fantasy XII
System: PS2
Japan: 2006
USA: 2006
Europa: 2007
Neben Final Fantasy Tactics und Vagrant Story ein weiteres Spiel, das in der Welt von Ivalice angesiedelt ist. Matsuno, der Erfinder dieser Welt, ist auch am Spiel beteiligt, muss während der Produktion aber aus gesundheitlichen Gründen aussteigen. Zuvor sorgt er aber dafür, dass die Story mehr als in seinen anderen Ivalice-Spielen die politische Geschichte des Landes aufgreift. Auch beim Gameplay wagt Square Enix einige Experimente. Das Kampfsystem ist an das des MMORPG-Ablegers Final Fantasy XI angelehnt, die Charaktere werden auf einem schachbrettartigen Feld aufgelevelt und die Steuerung der Mitstreiter kann über „Wenn dann“-Einstellungen bis ins kleinste Detail bestimmt werden. Außerdem überholt Square Enix einige Spielelemente, die man seit Jahren als „altbacken“ bezeichnet. Zufallskämpfe gehören im zwölften Final Fantasy der Vergangenheit an und erstmals liegt die Kamerasteuerung in der Hand des Spielers. Als das Spiel in Europa erscheint, kommt in Japan unter dem Titel International Version eine überarbeitete Fassung auf den Markt. Vor allem das Levelsystem wird durch das radförmige „Zodiac-Menü“ erweitert.
Quelle: Square Enix
Final Fantasy XIII - PS3, Xbox 360
Final Fantasy XIII
System: PS3, Xbox 360
Japan: 2009
USA: 2010
Europa: 2010
Das Spiel, auf das Rollenspielfans in aller Welt warten. Square Enix beruft sich mit dem 13. Teil seiner Saga wieder auf klassische Elemente, siedelt das Spiel aber in einer Sci-Fi-lastigen Welt an. Wir haben für euch alle Details zu Final Fantasy 13 auf videogameszone.de unter folgenden Links werdet ihr fündig:
>>> Unsere Themenseite zu Final Fantasy 13
>>> Unser Test zu Final Fantasy 13 für PS3 und Xbox 360
>>> Unsere Final Fantasy 13-Komplettlösung zu allen Kapitel plus PS3 Trophy Guide
>>> Final Fantasy 13 Grafikvergleich zwischen PS3 und Xbox 360
Quelle: Square Enix
Final Fantasy XIV - PS3, PC
Final Fantasy XIV
System: PS3, PC
Japan: 2010
USA: 2010
Europa: 2010
Viel ist noch nicht über Final Fantasy XIV bekannt. Das zweite Online-Rollenspiel der Reihe greift die Völker aus dem elften Teil auf, erweitert aber das Klassensystem. So wird es möglich sein, seine Charakterklasse mehrmals und frei zu wechseln. Außerdem will man am Balancing arbeiten, um Final Fantasy XIV auch für Einzelgänger interessant zu machen. Das Hauptaugenmerk liegt aber natürlich auf den Online-Schlachten im Team.
In diesem Artikel
- Seite 1 Die unendliche Final Fantasy-Geschichte - Die 80er Jahre
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- Seite 3 Die unendliche Final Fantasy-Geschichte - Das 21. Jahrhundert
- Seite 4 Die unendliche Final Fantasy-Geschichte - Die wichtigsten Final Fantasy-Spiele
- Seite 5 Die unendliche Final Fantasy-Geschichte - Der kleine Duden
- Seite 6 Bildergalerie
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