Top-Test im April: Virtua Fighter 5

Test

Starkes Comeback: Nach vier Jahren endlich ein neues Virtua Fighter!

BILD: PLAYZONE BILD: PLAYZONE Gleich zum Systemstart ein neues Virtua Fighter - das war bislang Sega-Konsolen vorbehalten, auf eigene Konsolen sollte man die Arcade-Altmeister nach dem vorzeitig beerdigten Dreamcast aber besser nicht ansprechen. Dafür kriegen die ersten PS3-Käufer in Europa pünktlich am 23. März eine Spielhallenumsetzung geboten, die dem Automaten-Original in nichts nachsteht und die Messlatte für digitalen Kampfsport von Beginn an sehr hoch legt.

Die beiden Neulinge

Neben fünfzehn bekannten Kämpfern und der gewohnt einfallslosen Endgegnerin Dural (ein silbernes humanoides Etwas, dessen Kampfstil eine Mischung aus den anderen Kämpfern ist) treten beim neuen Virtua-Fighter-Turnier auch zwei Neuzugänge an. Die Chinesin Eileen praktiziert eine ausgefallene Kung-Fu-Variante, den Affenstil. Ähnlich wie Lion agiert sie meist ziemlich tief, was Brocken wie Jeffry und Wolf taktisch zum Umdenken zwingt - die Höhenunterschiede zwischen den Kämpfern kommen bei Virtua Fighter 5 in der Praxis viel deutlicher raus als bisher. Eileens Kampfstil ist von vielen schnellen und teils recht witzig anzusehenden Attacken geprägt.

Ganz anders präsentiert sich der mexikanische Wrestler El Blaze. Gleich zwei Wrestler in einem Spiel? Das ist durchaus kein Problem, da der Neuling das spektakuläre Lucha Libre praktiziert und Kraftpaket Wolf Hawkfield damit ganz schön träge aussehen lässt. Spielerisch gestaltet sich El Blaze sehr interessant, da er hohe Geschwindigkeit mit einer Vielzahl an Wurftechniken aus jeder erdenklichen Situation kombiniert.

Die technische Seite

Die schwierigsten Moves können Sie sich demonstrieren lassen. 
BILD: PLAYZONE Die schwierigsten Moves können Sie sich demonstrieren lassen. BILD: PLAYZONE Kurz vor der Veröffentlichung sorgten Meldungen für Verwirrung, nach denen das Spiel die hohe HD-Auflösung 1080p unterstützen würde. Das ist prinzipiell korrekt, aber nur die halbe Wahrheit. Von sich aus schaltet Virtua Fighter 5 bevorzugt in den 720p-Modus, da das Signal bei der 1080er-Auflösung nur von 960x1.080 Pixeln auf 1.920x1.080 hochskaliert wird - das sieht in der Praxis schlechter aus als echte 720p und ist daher nur für Leute interessant, deren HD-Fernseher nur 1080i-Signale akzeptiert (dies betrifft vor allem einige der frühen Geräte aus den USA). Im 720p-Modus sieht das Spiel dem Arcade-Original jedenfalls zum Verwechseln ähnlich und punktet mit teils genialen Animationen bei superflüssigen 60 Bildern pro Sekunde.

Während die Kämpfer sehr detailliert sind, hat Sega die Arenen wenig aufregend gestaltet. Meist kämpfen Sie in einem einfachen Ring oder Käfig, um den herum wenig bis gar nichts passiert. Die hübscheren Levels wie Lei-Feis Berg-Arena, Vanessas Wasserfall-Stage oder Jeffrys Südseeinsel sind vor allem landschaftlich reizvoll, interaktive Umgebungselemente oder gar Zuschauer direkt am Geschehen werden Sie vergeblich suchen. Wer die (erträglichen) Ladezeiten verkürzen will, kann übrigens einmalig einen größeren Teil des Spiels auf die PS3-Festplatte kopieren, woraufhin die Matches wesentlich flotter geladen werden.

Bildergalerie: Virtua Fighter 5
Bild 1-3
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