Tony Hawk's Project 8

Test Manfred Patrick Reichl

Schluss mit Trash - im achten Anlauf rückt derAltmeister wieder den Sport in den Vordergrund.

Swimmingpools in den Gärten eignen sich wieder besonders gut für spektakuläre Tricks in schwindelnden Höhen. Swimmingpools in den Gärten eignen sich wieder besonders gut für spektakuläre Tricks in schwindelnden Höhen. Tony, Tony, noch einmal, es war so wunderschön" - so lautete der Titel eines frivolen Schlagers aus der musikalischen Steinzeit zwar nicht, allerdings könnte so das betriebsinterne Motto bei Activision heißen, wenn es um die hauseigene Tony Hawk-Serie geht. Denn seit 1999 ist kein Jahr vergangen, in dem die beliebte Reihe nicht einen neuen Teil spendiert bekam. So auch dieses Jahr mit Tony Hawk's Project 8.

Nach zwei trashigen Ausflügen in den Underground und ins American Wasteland besinnt sich die populäre Serie wieder auf ihre alten Stärken und rückt im achten Teil die Action auf den wahren Brettern, die die Welt bedeuten, wieder deutlich in den Vordergrund. Wie in den Vorgängern gibt es aber dennoch wieder eine Rahmenhandlung im Einzelspielermodus. Diese ist in Tony Hawk's Project 8 allerdings sehr simpel ausgefallen. Der Namensgeber des Spiels sucht für ein neues Projekt genau acht Skateboard-Asse. Und jetzt dürfen Sie genau einmal raten, wie Ihre Aufgabe im Spiel lautet. Richtig: Werden Sie einer dieser acht Skateboarder. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen Sie sich auf einer Rangliste von Platz 200 bis unter die Top 8 hocharbeiten.

Das wiederum schaffen Sie nur, indem Sie - wie in den Vorgängern - diverse Aufgaben erfüllen, die sich in erster Linie darauf beschränken, spektakuläre Sprünge, Stunts und Kombos auf Ihrem Skateboard zu zeigen. Dazu gehören natürlich auch wieder traditionelle Aufgaben wie das Einsammeln der Buchstabenkombinationen S-K-A-T-E oder C-O-M-B-O. Daneben müssen Sie auch erneut möglichst lange Manuals oder Grinds zeigen und dabei geschickt die Balance halten. Die Highlights unter den Aufgaben sind allerdings Herausforderungen, die Ihnen im offenen Spielareal verstreute, nicht spielbare Charaktere stellen.

Die Welt in Tony Hawk's Project 8 besteht aus zehn Abschnitten, die allerdings nicht alle von Beginn an betreten werden können. Erst nach und nach müssen Sie Area­le wie die Slums, den Skatepark, die Hauptstraße oder die Fabrik freischalten. Sämtliche Gebiete glänzen jedoch - wie wir es von Neversoft gewohnt sind - mit einer erstklassigen Levelarchitektur. Verwinkelte Gebäude für ausgefallene Kombos, lang gezogene Geländer für spektakuläre Grinds oder geschickt platzierte Rampen für halsbrecherische Sprünge verzücken einmal mehr Fans der Reihe und Skateboard-Begeisterte. Serienanfängern sei allerdings gesagt, dass die Steuerung alles andere als einfach zu meistern ist. Bevor Sie Sprünge, Ma­nuals und Grinds zu ellenlangen Kombos mit­einander vereinen können, bedarf es einiger Übung und vor allem Fingerfertigkeit.

Neben den bewährten Gameplay-Elementen aus den Vorgängern hat Tony Hawk's Project 8 allerdings auch gelungene neue Features zu bieten. Besonders angetan hat es uns das Nail-the-Trick-Spielelement, dem wir daher einen eigenen Extrakasten (siehe links) gewidmet haben.
Nichts zu mäkeln gibt es auch am Umfang dieses Tony Hawk-Spieles. Einzelspieler kommen in einem Karriere-Modus auf ihre Kosten, in dem sie einen eigenen Skater erstellen und zu einem Ass der Szene aufbauen können, indem sie dessen Fähigkeiten verbessern und - wie bereits erwähnt - auf einer Rangliste aufsteigen. Im Fun-Skaten-Modus haben Sie hingegen die Möglichkeit, sich mit lizenzierten Skater-Legenden wie Tony Hawk, Bob Burnquist, Rodney Mullen oder Mike Vallely auszutoben.

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