Tony Hawk's Project 8

Test Thomas Eder

Gewohnt genial oder doch nur Tony "light"?

In der Skatehalle lernen Anfänger die Grundlagen des virtuellen Skatens. 
BILD: PLAYZONE In der Skatehalle lernen Anfänger die Grundlagen des virtuellen Skatens. BILD: PLAYZONE Erste Eindrücke des Xbox-360-Project 8 erfüllten bereits die Hoffnungen der Fans der legendären Skate-Reihe: Tony vollzieht mit dem achten Teil den Sprung auf die nächste Konsolen-Generation. Während 360-Spieler bereits in Kürze in den Genuss hochauflösender Grafik und einer neuen Physik-Engine kommen, lässt die PS3-Fassung noch bis zum Konsolen-Launch im März auf sich warten, was in europäischen Gefilden dem Interesse an der Version für die alte PlayStation 2 zugute kommt. Dabei stellt sich jedoch die Frage, wie die hinsichtlich ihrer Hardware-Power um Welten schwächere PS2 mit einem für Next-Gen-Konsolen entwickelten Spiel zurechtkommt. Wird uns etwa ein THP8-Light serviert? Wir geben Aufschluss!

Brandneu!

Die Rampen der Vorstadt eignen sich hervorragend für spektakuläre Airs. 
BILD: PLAYZONE Die Rampen der Vorstadt eignen sich hervorragend für spektakuläre Airs. BILD: PLAYZONE Natürlich mussten die Entwickler aus dem Hause Shaba Entertainment bei der PS2-Fassung Kompromisse eingehen, was sich wohl am offensichtlichsten im Verzicht auf die neue Physik-Engine bei Stürzen zeigt. Doch ist dies relativ leicht zu verkraften - abgesehen von einem Aufgaben-Typ und den cool aussehenden Bails wirkt sich dies nicht wirklich auf das Spiel aus.

Ein weiteres Zugeständnis gab's bei den Ladezeiten zwischen den Stages: nachdem diese in American Wasteland erstmals geschickt umgangen wurden, rollen Sie in Project 8 leider nicht mehr von Abschnitt zu Abschnitt, sondern müssen diese wieder via Menü anwählen, was aber durch die weitaus größeren Levels als im Vorgänger ausgeglichen wird.

Die Ladezeiten sowie die alte Physik-Engine können dank der neuen Features, die ihren Weg ins Spiel fanden, relativ leicht verschmerzt werden. Zum Beispiel der Nail-the-Trick-Modus, zu dem Sie mit einem Druck auf die R3- und L3-Buttons wechseln. Dann zoomt die Kamera nahe an das Board heran, die Zeit verstreicht langsamer und die Umgebung um das Deck und Ihren Skater verschwimmt, sodass Sie sich voll auf den Trick konzentrieren können. Diesen führen Sie aus, indem Sie die beiden Analogsticks bewegen, wobei ein Stick den vorderen und der andere den hinteren Fuß steuert.

Sobald Sie einen Trick abgeschlossen haben, leuchtet das Board grün als Zeichen dafür, dass Sie die Sticks loslassen und sicher landen oder gleich den nächsten Trick ausführen können. Ein sehr beeindruckendes Feature, das nicht nur extrem stylisch aussieht, sondern sich zudem auch noch genial anfühlt!

Feinschliff

BILD: PLAYZONE BILD: PLAYZONE Neben dem Nail-the-Trick-Modus bietet Project 8 noch eine ganze Reihe an Neuerungen und Verbesserungen, die auf den ersten Blick kaum auffallen, dem Gameplay aber sehr zugute kommen. So lassen sich Manuals per Druck des Viereck-Buttons ausführen, was anfangs etwas gewöhnungsbedürftig ist, sich nach kurzer Zeit aber als ein wahrer Segen offenbart.

Wer seine Manuals trotzdem lieber auf traditionellem Wege ausführt, kann dies auch weiterhin mit dem hastigen Auf und Ab des Steuerkreuzes oder des Analogsticks bewerkstelligen. Nach Stürzen genügt neuerdings ein Druck auf den Dreieck-Button, um den Skater sofort wieder auf dem Deck stehen zu lassen - vor allem in schweren, zeitkritischen Aufgaben schont dies die Nerven des Spielers.

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