In Momenten wie diesem sieht das Spiel richtig gut aus, tendiert aber noch mehr zum Ruckeln.
Es ist erstaunlich, dass die Entwickler all das unter einen Hut gebracht haben mit dem Einsatz von Schusswaffen (Sie können Ihre Gegner übrigens per Knopfdruck entwaffnen), ohne dass die Steuerung überbelegt wirkt. Ebenfalls lobenswert ist die Tatsache, dass die Action im Gegensatz zum Vorgänger Enter the Matrix nicht durch missratene Auto-Ausflüge unterbrochen wird.
Alles, was einen Anfang hat, ...
& hat auch ein alternatives Ende, dachten sich wohl die Wachowski-Brüder und erdachten eigens für das neue Matrix-Spiel einen anderen Abschluss für die Filmtrilogie, von dem Sie aber nicht zu viel erwarten sollten. Überhaupt ist die Einbindung der Vorlage etwas misslungen. Zwar ist es eine tolle Sache, neue Episoden aus dem Matrix-Universum erleben zu können, wenn Neo etwa zwischen dem ersten und dem zweiten Film allerlei Leute aus der Matrix rettet, dafür nerven die zahlreichen Videoschnipsel aus den Kinofilmen schnell - zu chaotisch durcheinandergeschnitten und viel zu lang wirken die Szenencollagen, die Sie beim ersten Mal noch nicht mal wegdrücken können.
Während all diese in Deutsch erklingen, hören Sie im Spielverlauf ab und zu noch englische Sprachfetzen - selbst die Lokalisierung wurde hier nicht ganz abgeschlossen, scheint es. Zahlreiche kleinere Bugs, unschöne Animationen (etwa das Leiterklettern), Ruckeleinlagen und optische Totalausfälle wie der massiv flimmernde Schwertkampf-Level im Bambuswald machen deutlich, dass die Entwickler angesichts des beachtlichen Umfangs von Path of Neo nie die Zeit fanden, ihrem (über)ambitionierten Projekt den nötigen Feinschliff zu verpassen.
