Durch Verlinken von Moves erledigen Sie mehrere Gegner zugleich.
Whoa!", würde Keanu Reeves wohl sagen: Wer gedacht hätte, schlimmer als das halbfertige Enter the Matrix könnte der Nachfolger gar nicht werden, den belehrt Atari eines Besseren. Dabei klingt der Ansatz doch eigentlich ganz spannend: Man spielt erstmals den Auserwählten Neo persönlich, prügelt und ballert sich mit spektakulären Moves durch die Handlung der gesamten Filmtrilogie sowie etliche hinzuerfundene Episoden (etwa Neos erweitertes Training) und darf am Ende sogar ein ganz neues alternatives Ende bestaunen.
Der Haken an der Sache ist schnell umschrieben: Das Spiel funktioniert auf der Xbox nicht. Die Steuerung gaukelt Komplexität nur vor und wählt ganz nach Situation die gerade passenden Moves aus - oder eben auch nicht, denn manchmal passiert ohne erkennbaren Grund auch einfach gar nichts. Schade, denn die Idee, durch verlinken von Moves besonders spektakuläre Manöver gegen mehrere Gegner gleichzeitig auszulösen, ist im Prinzip gut. Aber eben nicht in der Praxis.
Das gilt auch für das Zielsystem, falls Sie mit Schusswaffen hantieren wollen, das gerne weiterhin auf längst besiegte Gegner draufhält, während andere Agenten unseren Helden aufs Korn nehmen. Die teils automatisch herumschwenkende Kamera erweist sich in engen Gängen zusätzlich als Hindernis. Und falls Sie meinen, so schlecht sähe das Ganze doch jetzt gar nicht aus: Die teilweise ganz nette Grafik mit einigen coolen Special Moves wird durch Ruckeleinlagen und viele schlechte Animationen (wie etwa laufen und Leitern hochklettern) wieder relativiert.
Aufgrund der ungenauen Kollisionsabfrage und Steuerung weiß man oft gar nicht so genau, ob man etwas falsch macht oder ob man es mit einem der immer wieder vorkommenden Bugs zu tun hat. Die langen, chaotisch geschnittenen Ansammlungen von Filmszenen zwischen den Levels nerven zudem schnell - und sind zudem beim ersten Mal nicht wegdrückbar.
