SCHNAPP SIE DIR ALLE!
Quelle: Nintendo
Super Mario Galaxy - Wii
120 dieser Relikte sind insgesamt in der Sphäre der Mario-Galaxie verstreut. Damit blieb die Anzahl seit Super Mario 64 konstant. Um die Glitzergesichter einzusammeln, müsst ihr beispielsweise in der ersten Galaxie namens "Terrasse" ein Wettrennen gegen einen ziemlich gut trainierten Rochen gewinnen. Im Honigbienenkönigreich befreit ihr anschließend eine Hummel von ihrem Wehwehchen: Sie klagt über fünf Sternensplitter, die in ihrem Bauch stecken. Als Dank für die Befreiungsaktion winkt - ihr werdet es kaum erraten! - ein Powerstern. Gerade bei dieser Mission werden Erinnerungen an Marios zurückliegende Freundschaftsdienste wach: Schon im Wuchtwall von Super Mario 64 habt ihr einen überdimensionalen Wummp von seinem Rückenleiden erlöst, indem ihr ihm einige Stampfer verpasst habt. Am Grundrezept der Aufgaben hat sich also nichts verändert. Das Erstaunliche daran ist auch heute noch: Obwohl das Gameplay von Super Mario Galaxy so vielfältig ist, wird die Spielmechanik nie auf Biegen und Brechen verändert - fast alle Levelziele sind mit Marios typischen Aktionen zu erreichen, also mit Springen, Laufen, Fuchteln. Ein Bruch des Gameplays findet somit zu keiner Zeit statt.
ZEIG MIR, WO DIE STERNLEIN STEH'N
Quelle: Nintendo
Super Mario Galaxy - Wii
Ein paar Mal wird das typische Mario-Spielkonzept allerdings doch (ohne negative Auswirkungen) gebrochen, zum Beispiel bei der Aufgabe "Test-Ball": Dort haltet ihr die Wii-Fernbedienung wie einen Stab hochkant und balanciert Mario auf einem Flummi vorwärts. Eine winzige Bewegung genügt, um den Klempner anzuschubsen - mit der A-Taste könnt ihr in dieser Lage sogar springen. Dieser Level ist fordernd und gleichzeitig sehr angenehm spielbar. In der Küchen-Galaxie schickt ihr Mario außerdem in einer Seifenblase durch einen hindernisgespickten Parcours. Wer an den Stachelblöcken andockt, hat sofort verloren - ohne ein ruhiges Händchen geht's hier also nicht. Daneben gibt es noch Einlagen, in denen ihr Mario - in einer Blase gefangen - via Wii-Pointer zum Ziel befördert. Ihr drückt dazu einfach die A-Taste und richtet die Wii-Fernbedienung auf den Bildschirm. Schon geht Marios wundersame Reise aus der Von-oben-Perspektive los.
Doch gibt es ein Erfolgsrezept, warum das Gameplay von Super Mario Galaxy in jeder Hinsicht funktioniert? Ja, das gibt es: Es ist die "Ich will auch mal ran!"-Formel. Das Abenteuer ist tatsächlich so ausgelegt, dass Spieler von 5 bis 99 Jahren Spaß haben können, jeder auf seine Weise. Was klingt, wie ein billiger Werbetext, ist in Wahrheit eine sehr raffinierte Methode der Entwickler: Wer für die oftmals sehr schwierigen Hüpfpassagen zu wenig Fingerfertigkeit besitzt, der widmet sich eben anderen Missionen. Die Motivation bleibt dadurch stets gewahrt, egal ob ihr alle 120 Powersterne sammeln möchtet oder auf halber Wegstrecke aufgebt. Doch um den Oberfiesewicht zu besiegen, sind ohnehin nur 60 Sterne notwendig. Und lasst euch gesagt sein, das Abenteuer ist nach dem Weichklopfen des Endgegners noch lange nicht vorbei. Ihr könnt also ruhig nochmal dieselbe Spielzeit draufschlagen, wenn ihr Super Mario Galaxy einmal durchgespielt habt.
