Street Fighter 6 im Test: Grandioser Prügler mit massenhaft Monetarisierung

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Street Fighter 6 im Test: Grandioser Prügler mit massenhaft Monetarisierung
Quelle: Capcom

In unserem Test zu Street Fighter 6 erklären wir euch, ob sich Capcom die Fighting-Game-Krone zurückholen konnte.

Das Drive-System ist eine zentrale Mechanik von Street Fighter 6, durch die sich der Titel völlig anders spielt als seine Vorgänger. Gleichzeitig fühlt sich das Gameplay durch einige bekannte Mechaniken jedoch so vertraut an, dass alte Hasen nicht lange brauchen werden, um sich in Street Fighter 6 zurechtzufinden. Im Endeffekt bedeutet das: Egal, ob ihr Street Fighter 5 nicht mochtet oder absolut verliebt in den Titel seid, Street Fighter 6 kann jeder Gruppe Spieler eine Menge Spaß bereiten. Wenn ihr vorher also nie wirklich mit der Reihe warm wurdet, solltet ihr dem Spiel definitiv eine Chance geben. Wenn ihr euch ohnehin jedes neue Street Fighter holt, kann ich euch zumindest vergewissern, dass ihr hiermit keinen Fehlkauf begeht.

Alleine Neulinge könnten mit dem Drive-System ein wenig Probleme haben, da viele Aspekte nicht sonderlich leicht auszuführen sind und erst einmal einiges an Übung erfordern. Auch die bekannten Links sind immer noch wesentlich schwerer auszuführen als etwa das Gatling-System aus Guilty Gear Strive. Doch zumindest gibt es in Street Fighter 6 ein ziemlich ausführliches Tutorial, welches einem sowohl die Grundlagen als auch fortgeschrittene Techniken beibringt.

Der Titel ist zwar nicht das einsteigerfreundlichste Spiel der Welt, gibt neuen Spielern jedoch genügend Hilfestellungen, damit diese gut ins Spiel hineinfinden können.

Auch für Singleplayer eine Überlegung wert

Weiterhin kann ich mit Freude berichten, dass sich Street Fighter 6 auch für alle lohnt, die kein Interesse am Online-Modus haben. Mit World Tour bringt Capcom nämlich einen richtigen Singleplayer-Modus ins Spiel, der einige Stunden Spielspaß bietet. In meiner Vorschau zu Street Fighter 6 berichtete ich bereits ausführlich über den World-Tour-Modus.

Insgesamt erinnert dieser ein wenig an die Yakuza-Spiele. So verdient man Geld über diverse Minispiele, und den Lohn steckt man unter anderem in Kleidungsstücke, welche die eigenen Attribute im World-Tour-Modus verändern. Beispielsweise verursacht man hierdurch mehr Schaden oder steckt mehr Schläge ein.

Zusätzlich lässt sich das Moveset der Spielfigur nach den eigenen Wünschen anpassen. Findet man einen sogenannten Meister, also eine der spielbaren Figuren aus Street Fighter 6 wie Chun Li, schaltet man dessen Angriffe frei. Beispielsweise darf man so das Moveset von Chun Li nutzen, jedoch die Spezialangriffe von Luke verwenden. Auch das Kombinieren der Spezialangriffe verschiedener Kämpfer ist kein Problem.

Wernicht an der Story von Street Fighter interessiert ist, der kann sich zumindest noch offline über ein paar besondere Modi freuen. Neben den normalen Matches lassen sich hier auch eine Art Minispiele spielen. Beispielsweise müssen Spieler bestimmte Aktionen ausführen, um Punkte zu generieren, den Gegner fünfmal auf den Boden werfen und mehr.

Auch ein Modus, in dem verschiedene Buffs und Debuffs zufällig verteilt werden, ist mit dabei. Zusätzlich lassen sich diese Modi noch mit weiteren Gimmicks versehen. Darunter finden sich ein Stier, der durch die Arena läuft, eine Drohne, die beim Zerstören hilfreiche Boni verteilt, und einige andere recht spaßige Dinge.

Die Spielfigur läuft durch den World-Tour-Modus. Quelle: Capcom

Klasse Singleplayer, toller Multiplayer

Bei Street Fighter 6 legt Capcom einen deutlichen Fokus auf Singleplayer-Inhalte, was für viele Spieler sicherlich eine freudige Nachricht sein wird. Der Online-Modus sowie das fundamentale Gameplay leiden hierunter jedoch nicht.

In Online-Kämpfen kommt der heiß geliebte Rollback-Netcode zum Einsatz und zumindest in meiner Test-Phase und während der Open-Beta gab es hier keinerlei Beschwerden von Spielern. Wer sich Street Fighter 6 also nur holen will, um im Online-Modus ordentlich aufzuräumen, der muss keine Bedenken haben.

Nicht nur läuft der Online-Modus ziemlich gut, der Hub strotzt auch nur so vor Persönlichkeit. Von Arcade-Maschinen, auf denen ältere Street-Fighter-Ableger laufen, bis hin zum charmanten Kommentator und den verschiedenen Nebenaktivitäten, ist der Online-Modus von Street Fighter 6 wohl der momentan beste im ganzen Genre.

Alle Features von Street Fighter 6 aufzuzählen, wie die Customization des eigenen Online-Avatars und die dafür freischaltbaren Outfits, den umfangreichen Trainingsmodus, bei dem sogar von Anfang an die Frame-Data angezeigt wird, und all die anderen Dinge, würden hier definitiv den Rahmen sprengen.

Man merkt wirklich an allen Ecken und Enden, dass es sich bei Street Fighter 6 um eine richtige Weiterentwicklung der Reihe handelt. Es ist schwer vorstellbar, wie Capcom Street Fighter 6 mit dem nächsten Spiel der Reihe noch überbieten wird können.

Ein Kampf im World Modus in Street Fighter 6 Quelle: Capcom

Hübsche Grafik ohne technische Mängel

Auch bezüglich der Grafik macht Street Fighter 6 seinem Status als Next-Gen-Titel alle Ehre. Sowohl Charaktere als auch Stages sehen wirklich schick aus und gepaart mit den "fetzigen" Menüs, die teilweise mit Street-Art versehen sind, macht es einfach Spaß, sich Street Fighter 6 anzuschauen. Das gesamte Spiel hat einen kohärenten Stil, der nach der Aufmerksamkeit des Spielers schreit.

Andere Titel, so auch Street Fighter 5, verwenden oft recht generische Menüs, da diese ja schließlich nur dafür da sind, den Nutzer ins tatsächliche Spiel zu bringen. Für den neuen Prügler steckte Capcom jedoch extra Arbeit hinein, damit sich selbst die Navigation im Menü einfach gut anfühlt.

Weiterhin erklärte Capcom bereits, dass einige Quality-of-Life-Features noch mit einem Day-One-Patch ins Spiel gebracht werden. Ich selbst habe eigentlich keinerlei Features vermisst, dass Capcom also sogar noch mehr Nutzerfreundlichkeit ins Spiel bringen möchte, sagt wohl bereits genug über die Qualität des Titels aus.

Glücklicherweise gibt es trotz der hübschen Grafik keinerlei Mängel auf der technischer Seite. In meinem Test lief das Spiel konstant mit den gewünschten 60 FPS, und Ruckler oder Ähnliches konnte ich keine feststellen. Wie das Ganze auf der PS5 respektive Xbox Series X|S aussieht, kann ich leider nicht beurteilen, doch in den meisten Fällen ist es ein gutes Zeichen, wenn die PC-Version ohne Probleme läuft.

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