Street Fighter 6 im Test: Grandioser Prügler mit massenhaft Monetarisierung

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Street Fighter 6 im Test: Grandioser Prügler mit massenhaft Monetarisierung
Quelle: Capcom

Nachdem Street Fighter 5 zum Launch eine reine Enttäuschung war, fährt Capcom mit Street Fighter 6 die schweren Geschütze auf. Ob das auch geklappt hat, erfahrt ihr bei uns im Test.

Fighting-Games gehen in die nächste Generation über. Nachdem Spiele wie Street Fighter 5, Tekken 7, und Mortal Kombat 11 mittlerweile ein wenig in die Jahre gekommen sind, dürfen sich Prügelfans endlich wieder über einen neuen Leckerbissen freuen. Den Anfang macht hier Capcoms Street Fighter 6, welches bereits am 2. Juni dieses Jahres veröffentlicht wird.

Street Fighter 6 - Eine richtige Breitseite von Capcom

Gegen Ende seiner Lebenszeit konnte sich Street Fighter 5 viele Freunde unter den Genrefans machen, doch zu Beginn sah das leider ganz anders aus. Der Release von SF5 war für viele Fighting-Game-Spieler absolut katastrophal aufgrund eines schlechten Online-Modus, kaum Inhalten für Einzelspieler und sonstigen fehlenden Quality-of-Life-Features. Verständlicherweise können es Spieler daher kaum abwarten, herauszufinden, ob Capcom aus dem Launch von Street Fighter 5 gelernt hat und mit Street Fighter 6 (jetzt kaufen 189,36 € / 35,99 € ) direkt zu Beginn ein spaßiges Produkt abliefern kann. Glücklicherweise kann ich sämtliche Skeptiker beruhigen: Street Fighter 6 ist ein fantastischer Neuzugang zur populären Fighting-Game-Reihe.

Vom allseits beliebten Gameplay bis hin zu den Offline-Modi und der Liebe zum Detail, hat sich Capcom über die letzten Jahre deutlich verbessert. Bei diesem Qualitätsunterschied ist es kaum zu glauben, dass Street Fighter 5 und 6 von der gleichen Firma produziert wurden.

Vertrautes Gameplay mit zahlreichen Neuerungen

In Sachen Gameplay werden sich Street-Fighter-Veteranen direkt zu Hause fühlen. Ryu feuert noch immer sein Hadouken, Angriffe aus dem Sprung sorgen noch immer für imposante Kombos, und Cammy ist noch immer ... na ja, Cammy eben. Neben dem Altbekannten bietet Street Fighter 6 jedoch auch zahlreiche Neuerungen bei Kombo-Routen, Spezialangriffen und mehr.

Beispielsweise erhielten viele Charaktere brandneue Angriffe spendiert, wodurch sich auch Figuren wie Ryu völlig neu anfühlen. Alleine schon hierdurch werden Kombos möglich, die in Street Fighter 5 undenkbar gewesen wären, doch Street Fighter 6 setzt hier sogar noch eins drauf.

Guile kämpft gegen Ryu. Quelle: Capcom Das neue Drive-System ermöglicht zum einen brandneue Kombos, zum anderen können bekannte Kombos erweitert werden. Jeder Angriff, der normalerweise von einem Spezialangriff gefolgt werden kann, lässt sich nun zusätzlich mit einem Dash unterbrechen. Ist eure Drive-Leiste voll genug, vollführt der Charakter einen Dash, aus dem man nach Wunsch direkt einen weiteren Angriff ausführen kann.

Hierdurch werden äußerst lange und ziemlich cool aussehende Kombos möglich. Nicht nur bietet Street Fighter 6 also eine Menge Freiheiten, was Kombos angeht, es macht auch schlichtweg Spaß, mit dem neuen Drive-System herumzuspielen.

Das ist natürlich nicht alles, was man mit der Drive-Leiste anstellen kann. Auch der Drive-Impact, der ebenfalls für beeindruckende Kombo-Möglichkeiten sorgt, kostet ein Stück der Drive-Leiste. Zusätzlich hängen auch defensive Manöver von der Drive-Leiste ab. Ist diese leer, landet man im sogenannten Burnout.

Steht man dann neben einer Wand und wird von einem Drive-Rush getroffen, wird der eigene Charakter betäubt, was dem Gegner alle Zeit der Welt gibt, eine Kombo vorzubereiten. Damit das nicht passiert, muss man im Burnout natürlich äußerst vorsichtig spielen. Die Drive-Leiste füllt sich jedoch durchs Angreifen, blocken, und schlicht nach vorn Laufen wieder auf.

Ryu stößt Chun Li mit einem Tritt weg. Quelle: Capcom

Ein Mischmasch aus Mechaniken für das ultimative Street Fighter

Dieses Burnout-System ist ziemlich interessant. In älteren Street-Fighter-Ablegern konnte man zwar auch betäubt werden, dies geschah jedoch in den meisten Fällen, wenn man selbst zu defensiv spielte. Steckte man einen Treffer nach dem anderen ein, füllte sich eine separate Leiste und man wurde betäubt.

In Street Fighter 6 verliert man zwar auch einen Teil der Drive-Leiste, wenn man getroffen wird, doch mir ist es zumindest noch nicht passiert, dass diese nur durchs Einstecken von Treffern geleert wurde. Wird man also betäubt, ist es sozusagen die eigene Schuld. Hierdurch hat man wesentlich mehr Kontrolle über den Verlauf eines Matches.

Beim Burnout-System handelt es sich also um eine clevere Weiterentwicklung einer alten Mechanik, womit man an sich auch Street Fighter 6 als Ganzes beschreiben kann.

Bildergalerie

Auch ein Parry-System mit dazugehörigen Perfect-Parrys, wenn man im letzten Moment pariert, durch die sich normale Angriffe oder sogar Drive-Rushes parieren lassen, ist nämlich mit im Spiel. Diese Mechanik kennen Street-Fighter-Veteranen unter anderem aus Street Fighter 3. Im neuesten Spiel ist diese zurückgekehrt und komplementiert das neue Drive-System. Dass sich Street Fighter 6 also wie das "ultimative" Street Fighter anfühlt, ist keine Übertreibung.

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