Stranded: Alien Dawn im Test: Die Sims trifft auf Survival-Simulation
Test
Stranded: Alien Dawn ist seit dem 24. April auf PC und Konsolen erhältlich. Wir haben die Survival-Sim von Tropico-Entwickler Haemimont Games getestet.
Das eigentliche Gameplay ist eher langsam ausgelegt. In Echtzeit laufen unsere Figuren von A nach B und brauchen für einen Ausflug zu bestimmten Orten und wieder zurück schon einmal einen kompletten Tag. Auf Tastendruck können wir die Geschwindigkeit wie in vielen Strategie- und Aufbauspielen erhöhen oder das Geschehen jederzeit pausieren. Unsere Charaktere auf Erkundungstour zu schicken, ist dringend notwendig, denn viele benötigte Ressourcen befinden sich nicht in der Nähe unseres Lagers. Vor allem im Winter lohnen sich auch Expeditionen mit einem Heißluftballon, sobald wir diese Möglichkeit erforscht haben. Doch dabei müssen wir aufpassen, denn unsere Überlebenden begeben sich dabei ebenfalls in Gefahr und kommen unter Umständen verletzt oder stark geschwächt zurück. Die Entscheidung, ob wir die auserwählte Figur weiter erkunden lassen oder die Situation zu heikel wird, treffen wir in Texteinblendungen.
Rimworld in 3D
Gerade die interaktive Spielwelt in Stranded: Alien Dawn ähnelt neben Die Sims auch dem nach wie vor sehr populären Rimworld. Grafisch unterscheiden sich die beiden Titel aber komplett. Das Survival-Spiel von Haemimont setzt auf eine sehr hübsche 3D-Grafik aus einer frei bewegbaren, isometrischen Kameraperspektive. Für einen besseren Überblick lässt sich die Ansicht auch ganz einfach per Zoom verändern.
Quelle: Haemimont Games
Als Levelgrenze fungieren unerklimmbare Berge und Küstengebiete, denn im Wasser können wir weder bauen, noch fischen oder gar ein Boot steuern. Die vorhandenen Funktionen reichen aber in jedem Fall aus, um lange für Unterhaltung zu sorgen.
Außerdem kann das Spielerlebnis in der Zukunft relativ einfach mit weiteren Szenarien ausgebaut werden. Neben Gewässern würden sich auch Minen inklusive seltener Erze für weitere Missionen anbieten.
Ordentliche Konsolenversionen
Eine Sache müssen wir aber noch klären, denn Strategietitel haben es auf Konsolen häufig nicht so einfach. Bei so vielen Möglichkeiten kamen bei uns vorher durchaus Zweifel auf, ob eine Umsetzung so gut funktioniert wie die PC-Version.
Doch nach einigen Stunden auf der PS5 halten wir fest, dass auch die Gamepad-Steuerung kaum Probleme mit sich bringt. Ganz so leicht von der Hand wie mit Maus und Tastatur gehen die Eingaben allerdings nicht. Mit ein wenig Eingewöhnungszeit kann sich aber auch mit Controller einwandfrei um das Überleben der Figuren gekümmert werden.
Bugs oder grobe Balancing-Schwierigkeiten haben wir auf beiden Plattformen ebenfalls nicht feststellen können. Einzig das Anfertigen von Kleidungsstücken dauert uns im Vergleich zu anderen Tätigkeiten ein wenig zu lange. Wir sollten uns daher rechtzeitig auf den Winter vorbereiten und nicht erst kurz vor Beginn der dunklen Jahreszeit ein paar neue Schuhe und Jacken schneidern.
Das Spiel ist komplett auf Deutsch übersetzt, eine Sprachausgabe gibt's auch in der Originalversion nicht. Untermalt wird das Treiben auf dem Bildschirm stattdessen von ruhigen Musikklängen. Die sind zwar nichts Besonderes, haben sich allerdings dennoch in der Zeit zwischen unseren Sessions als Ohrwurm eingebrannt.
Survival-Fans, die sich stundenlang um die Bedürfnisse ihrer Figuren kümmern möchten und Spaß am Bau einer Basis haben, werden mit dem Titel definitiv ihre Freude haben. Für ungeduldige Leute, die zudem noch ständig Action brauchen, ist's eher nichts. Stranded: Alien Dawn kann seit dem 24. April auf dem PC via Steam sowie Epic Games Store, PS5, PS4, Xbox Series und der Xbox One heruntergeladen werden. Der Preis liegt auf allen Plattformen bei circa 35 Euro.
