Stranded: Alien Dawn im Test: Die Sims trifft auf Survival-Simulation
Test
Stranded: Alien Dawn ist seit dem 24. April auf PC und Konsolen erhältlich. Wir haben die Survival-Sim von Tropico-Entwickler Haemimont Games getestet.
Viel Auswahl, viel Wiederspielwert
Mit dem finalen Release gibt's noch ein weiteres Szenario zu den zwei bereits vorhandenen obendrauf. In "Militäraußenposten" besteht unsere Aufgabe darin, ein zentrales Kommunikationsrelais zu bauen. Schon zu Beginn stehen uns ziemlich viele Verteidigungshilfsmittel wie Geschütze und Laserpistolen zur Verfügung. Die brauchen wir jedoch auch, denn die Tiere sind deutlich angriffslustiger und der Planet zudem ordentlich verseucht. Mit sechs Teammitgliedern starten wir eine ziemlich erbarmungslose Mission. In unserem Test hatten wir bereits nach wenigen Minuten ein Lazarett gefüllt und mussten erstmal etliche Verletzungen versorgen.
Wie es der Name schon verrät, stranden in dem Szenario "Bruchlandung" vier Überlebende mit ihrem Raumschiff. Recht klassisch müssen wir in dieser Herausforderung einen Weg zurück zur Zivilisation finden. Zu guter Letzt gibt's noch die Mission "Handelsposten". In der ist unser Ziel, Galaxiemünzen zu verdienen, um schlussendlich den Planeten zu kaufen. Wir können Geschäfte mit anderen Schiffen, Schmugglern und Händlern eingehen, um unser Ziel zu erreichen.
Quelle: Haemimont Games
Noch abwechslungsreicher gestalten können wir die Szenarien vor dem Start. Es gibt nicht nur fünf Schwierigkeitsstufen, sondern auch verschiedene Monde und Gegenden, die immer wieder andere Unwägbarkeiten für uns parat halten.
Wer möchte, kann außerdem verschiedene Spielregeln einstellen, wie das Deaktivieren von Tierangriffen oder einen Start mit zufälligen Überlebenden. Schon alleine die Tatsache, dass die Spielwelt zu Beginn zufällig generiert wird, sorgt für einen enorm hohen Wiederspielwert. Zudem gibt's einen Mod-Manager, mit dem der Titel noch individuell angepasst werden kann.
Die Qual der Wahl
Jetzt haben wir schon so viel über die Charaktere gesprochen, da müssen wir natürlich auch noch anmerken, dass es derzeit 34 auswählbare Figuren gibt. Jede hat bestimmte Stärken, Schwächen und besondere Eigenschaften.
Picken wir uns beispielsweise einmal den Überlebenden Rakha heraus: Der Städtebauer verfügt verständlicherweise über ziemlich hohe Werte bei Bau und Anfertigung. Kampf und Landwirtschaft zählen dagegen nicht zu seinen Steckenpferden.
Manche Charaktere zeigen außerdem an bestimmten Fähigkeiten Interesse und steigen dort schneller im Rang auf, sobald sie diese ausführen. Andere sehen bestimmte Bereiche eher gleichgültig oder sind sogar untauglich. Vor dem Spielstart müssen wir dementsprechend unser Team strategisch zusammenstellen.
Nichts für absolute Anfänger
Ganz allgemein lässt sich festhalten, dass Stranded: Alien Dawn ein sehr komplexes Survival-Aufbauspiel ist. Nicht nur im Hinblick auf die Figuren, sondern auch in anderen Aspekten. Wir können uns beispielsweise entscheiden, ob wir den Strom aus Solarpanelen, Windrädern oder Dieselgeneratoren gewinnen. Das hat alles seine Vor- und Nachteile.
Im Winter scheint schließlich weniger die Sonne und die Energie geht irgendwann zur Neige. Um einen plötzlichen Stromausfall zu vermeiden, lassen sich Generatoren und Panele so verbinden, dass der Treibstoffmotor anspringt, sobald die Energie der Solarzellen aufgebraucht ist.
Schon das Tutorial zeigt einen Vorgeschmack darauf, wie tiefgreifend die Spielmechaniken im Verlauf werden. Etwas mehr als eine Stunde haben wir gebraucht, bis wir die Einführung abgeschlossen hatten. Es geht auch eine klare Empfehlung raus, die Tipps vor dem Start der Szenarien durchzuspielen.
