Spartan: Total Warrior

Test

Spartan: Total Warrior Mit der korrekten Wiedergabe historischer Tatsachen ist das im Bereich der Videospiele so eine Sache. Viele Entwickler nutzen zwar vergangene Ereignisse als Quelle der Inspiration, halten sich aber in den seltensten Fällen tatsächlich an die Fakten. The Creative Assembly machen da keine Ausnahme. Die kalifornischen Jungs haben sich als Grundlage für ihr aktuelles Konsolenprojekt den Widerstand Spartas gegen das Römische Reich rausgesucht.

Um der Story auch die nötige Dramaturgie zu verleihen, die für ein Action-Spektakel dieser Größenordnung nötig ist, haben die Entwickler dem Storycocktail einige Figuren der griechischen Mythologie beigemengt. Eine Hydra, ein Minotaurus oder eine Medusa werden im Laufe des Spiels ebenso eine Kerbe im Schwert des Spartaners hinterlassen wie der eigene Doppelgänger oder ein untoter, römischer Feldherr. Sogar Ares spielt eine Rolle, indem er den Helden mit übermenschlichen Kräften ausstattet und sein Dasein überwacht. Wenn man dann noch Archimedes dabei zuhören kann, wie er sich als Erfinder des ersten Lasers rühmt, geht jede Ernsthaftigkeit flöten.

Mittendrin statt nur dabei

Der Spieler schlüpft in die Haut eines Kriegers der stolzen Spartaner und zieht in insgesamt 14 Levels gegen den Feind in die Schlacht; genau genommen handelt es sich vielmehr um ein Gemetzel, denn bei Spartan: Total Warrior geht es heftig zur Sache. Von der ersten Mission an macht der Spieler mit dem markantesten Merkmal des Titels Bekanntschaft: den verdammt große Massenschlachten. In einigen Situationen sind es knapp 200 (!) römische Soldaten, Barbaren, Gladiatoren oder Spartaner, die sich auf dem Schlachtfeld in individuelle Auseinandersetzungen verstricken.

Man hat ständig das Gefühl, nur ein kleiner Teil eines beeindruckenden Großen zu sein, was für eine überaus gelungene Atmosphäre sorgt. Abwechslungsreiche Aufgaben lassen zudem, gerade bei Alleingängen, die ohne die Massenfaszination auskommen müssen, nie Langeweile aufkommen. Betrachtet man den Gameplay-Kern von Spartan: Total Warrior, so ist es schwer zu glauben, dass es nicht nach einiger Zeit langweilig wird, sich durch Massen von Gegnern zu schnetzeln.

Es ist dem besonderen Geschick der Entwickler zu verdanken, dass genau das nicht der Fall. Neben der Gestaltung der Missionen und der optischen Abwechslung ist das auf den zweiten Blick raffinierte -Gameplay ausschlaggebend für die gelungene Kurzweil. Dem Spieler stehen in dem historisch-fiktiven Blutbad allerhand Nah- und Fernkampf-Attacken zur Verfügung, die zusammen mit der Charakterentwicklung ein überraschend vielfältiges Kampfsystem ergeben.

Ab einem gewissen Punkt im Spiel sollte man auf alle Facetten der durchdachten Steuerung zurückgreifen, um sein virtuelles Überleben zu sichern. Denn der Schwierigkeitsgrad ist selbst auf der Stufe "Normal" recht fordernd, was sich vor allem an den gerissenen Gegnern zeigt. Im ersten Level stellen sich die Erfolge noch recht leicht nach monotonem A-Knopf-Gehämmere ein.

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