Replaced im Test: Story, Pacing, Wertung & Fazit

Test Annika Menzel
Replaced im Test: Story, Pacing, Wertung & Fazit
Quelle: Thunderful Publishing

Replaced begeistert im Test mit dem tollen Artstyle, allerdings hat das Spiel auch seine Schwächen: Die Story hat leider Pacing-Probleme.

Spannende Ansätze, schwieriges Pacing

Fassen wir bis hierhin also noch mal zusammen: Der Grafikstil ist außergewöhnlich und wirklich gut gelungen, aber sowohl die Plattformpassagen als auch die Kämpfe haben an der teils hakeligen Steuerung zu knabbern, die Übersicht leidet mitunter und auch mehr Varianz bei den Gegnern wäre wünschenswert gewesen.

Dann bleibt ja noch der letzte große Aspekt, der die Chance hat, den durch den Look geweckten Hoffnungen gerecht zu werden: die Story. Und die kommt tatsächlich mit einigen sehr coolen Ideen daher.

Ihr spielt nämlich eine künstliche Intelligenz. Keine Sorge, das hat nichts mit ChatGPT & Co. zu tun. Genauer gesagt schlüpft ihr nämlich in die Rolle einer KI namens Reach, die versehentlich im menschlichen Körper von Warren Marsh landet und sozusagen das Kommando übernimmt.

Die künstliche Intelligenz namens Reach landet im Körper eines Mannes namens Warren - und möchte möglichst schnell wieder getrennt werden. Allerdings gestaltet sich das schwierig. Quelle: PC Games Die künstliche Intelligenz namens Reach landet im Körper eines Mannes namens Warren - und möchte möglichst schnell wieder getrennt werden. Allerdings gestaltet sich das schwierig. Da möchte sie eigentlich ganz schnell wieder raus, doch um die Verschmelzung rückgängig zu machen, muss Reach sich seinen Weg zurück ins Hauptquartier der Phoenix Corporation bahnen. Und das ist aufgrund der stark in Mitleidenschaft gezogenen Welt und korrupten Sicherheitsbeamten gar nicht mal so leicht zu bewerkstelligen.

Zumal Reach im Laufe des Spiels Kontakte zu den Menschen außerhalb der Stadtmauern knüpft und immer mehr über die skrupellosen Machenschaften der Firma und seine eigene Rolle in diesem Zusammenhang erfährt.

Was genau den Menschen angetan wird und was Reach damit zu tun hat, findet ihr am besten selbst heraus. In der ersten Hälfte des Spiels waren wir gut unterhalten, allerdings plätschert die zweite Hälfte aufgrund des Pacings eher vor sich hin. Kleine Nebenquests gibt es ebenfalls immer mal wieder. Die sind zwar ganz charmant, aber auch schnell wieder erledigt.

Es gibt einige kleine Nebenquests, denen ihr nachgehen könnt, wenn ihr mal eine Verschnaufpause vom Klettern und Kämpfen braucht. Quelle: PC Games Es gibt einige kleine Nebenquests, denen ihr nachgehen könnt, wenn ihr mal eine Verschnaufpause vom Klettern und Kämpfen braucht. Wir waren ohnehin überrascht, dass Replaced mit knapp 12 Stunden gar nicht mal so kurz ist. Aufgrund des abflachenden Tempos hätten wir eine von zwei Alternativen eigentlich besser gefunden: Entweder nur ein kurzes Spiel daraus machen und nach der Hälfte beenden - dann würden sich auch die Plattformpassagen und Kämpfe besser über die Zeit tragen - oder die Handlung nehmen und in einem größeren Spiel weiter aufbereiten, das abwechslungsreicheres Gameplay mit sich bringt.

Lohnt sich Replaced?

Was wir leider auch vermisst haben, ist eine Sprachausgabe. Bei kleineren Spielen können wir zwar verstehen, dass das nicht immer möglich oder rentabel ist, aber Replaced könnte auf jeden Fall von einer Vertonung profitieren.

Denn die Geschichte wird zu einem nicht unwesentlichen Teil von den Monologen von Reach getragen - beziehungsweise richtet er das Wort zwar an Warren, bekommt jedoch keine Antworten zurück.

Obwohl Warren nicht antworten kann, spricht Reach regelmäßig zu ihm. Dadurch erfahren wir mehr über die Gedanken der KI. Quelle: PC Games Obwohl Warren nicht antworten kann, spricht Reach regelmäßig zu ihm. Dadurch erfahren wir mehr über die Gedanken der KI. Dadurch erfahren wir nämlich mehr darüber, wie Reach sich an einen menschlichen Körper gewöhnen muss, und welche Gedanken er sich über die Ereignisse macht. Immerhin verfügt das Spiel über eine deutsche Übersetzung, auch wenn sich da vereinzelt ein paar kleine Fehler eingeschlichen haben.

Das liest sich nun erst einmal nach sehr viel Kritik abseits des auffälligen und sehr gelungenen Looks. Replaced weiß allerdings trotzdem zu unterhalten und ist bei Weitem kein schlechtes Spiel, nur eben nicht der nächste große Hit, wie die Grafik zunächst vielleicht vermuten ließ.

Mit ausreichend Geduld, um Plattformpassagen oder Kämpfe zu wiederholen, bei denen die hakelige Steuerung dazwischengrätscht, werdet ihr durchaus einige unterhaltsame Stunden mit Replaced verbringen können. Vor allem wenn euch das Setting anspricht, lohnt es sich bereits für die gelungene Atmosphäre, dem Spiel eine Chance zu geben.

Meinung

Wertung zu Replaced (PC)

Wertung:

7.5 /10
Fazit

Eindrucksvoller Grafikstil, mit dem das Gameplay dahinter nicht ganz mithalten kann. Trotzdem hat Replaced einige spannende Ansätze im Gepäck.

Replaced ist am 14. April 2026 für PC und Xbox Series X/S erschienen. Euch erwartet eine 2,5D-Welt im Cyberpunk-Setting in einem ganz besonderen Artstyle. Wer über teils hakelige Steuerung und abnehmendes Pacing hinwegsehen kann, dürfte seine Freude damit haben. Transparenzhinweis: Das Spiel wurde uns vom Publisher zur Verfügung gestellt.

  1. Seite 1 Artstyle, Platforming & Kampfsystem
  2. Seite 2 Story, Pacing, Wertung & Fazit
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