Ratchet & Clank

Test

Vier gegen Einen ist nicht der Gipfel des Mutes. Dafür sieht's gleich aus, wie auf der Hühnerfarm. Vier gegen Einen ist nicht der Gipfel des Mutes. Dafür sieht's gleich aus, wie auf der Hühnerfarm. So kann's gehen. Nach den ersten Ankündigungen zum neuen Insomniac-Spiel, war das Interesse noch relativ gering. Zu groß die offensichtlichen Ähnlichkeiten zu Naughty Dogs Hüpfreferenz. Dieselbe Technik, ein ungleiches Heldengespann, da lag die Vermutung einer dreisten Kopie nahe. Und doch sollte alles ganz anders kommen.
Schon die Preview-Version machte deutlich, dass man bei Insomniac zwar ein gutes Verhältnis zu den Schöpfern von Crash Bandicoot hegt, aber für das eigene Erstlingswerk für die PS2 ganz andere Wege gehen wollte. Das beginnt schon bei der "Oberwelt". Jak und sein quirliger Sidekick können sich frei über eine riesige Insel bewegen und keine einzige Ladepause unterbricht den Forscherdrang. Das sorgt für staunende Gesichter vor dem Bildschirm, allerdings auch für leichte Orientierungsprobleme. Hier zeigt sich Ratchet & Clank linearer. Anfangs sind nur wenige Planeten anwählbar, mit der Zeit kommen aber immer mehr dazu. Auf dem jeweils ausgewählten Himmelskörper ist die Freiheit dann wieder etwas größer. Mehrere Wege, die zu unterschiedlichen Zielen führen, dürfen beschritten werden. Einige Türen sind verschlossen und können nur mit Ausrüstungsgegenständen geöffnet werden, die später im Spiel auftauchen. Somit gibt ergibt sich dennoch ein ziemlich festgelegter Spielverlauf, allerdings ist die Abfolge der Levels zum Teil vom Spieler beeinflussbar.

WELTENRETTER
Planeten? Raumschiffe? Roboter? Worum geht's hier überhaupt? Wer unser Preview in der letzten Ausgabe aufmerksam verfolgt hat, wird schon wissen, dass der fiese Drek seinen überbevölkerten und verschmutzten Heimatplaneten retten will. Diese gute Absicht wird allerdings durch die Art und Weise der Rettung wieder mehr als fragwürdig. Von den schönsten Planeten der Nachbarschaft klaut er sich mit seinen Mannen große Landschafts-Teile und der daraus entstehende "Flickenteppich" soll die neue Heimat darstellen. Das können weder der kleine "Produktionsfehler" Clank, noch der handwerklich begabte Ratchet auf sich sitzen lassen und schreiten zur Tat. Die Story ist banal, aber dafür herrlich überspitzt und in äußerst gelungenen Zwischensequenzen witzig erzählt.

ACTION-REICH
Während Jak & Daxter größtenteils genretypische Hüpfeskapaden zu überstehen haben und durch aberwitzig designte Räumlichkeiten springen, ist Ratchet & Clank wesentlich komplexer angelegt. Unzählige Waffen und Gimmicks bringen den Titel etwas weg vom reinen Jump'n'run, hin zum Actionspiel in 3D. Dabei sind die Levels immer so gestaltet, dass auch der Hirnschmalz angestrengt wird. Die Spielgeschwindigkeit ist niedrig, Hektik kommt nur sehr selten auf. Das anfänglich martialisch anmutende Waffenarsenal in Form von Flammenwerfer, Maschinengewehr und Bomben-Handschuh wird im späteren Verlauf von abgedrehtesten Ausrüstungsgegenständen ergänzt. Skurrilste Waffe ist sicherlich der "Morph-o-ray", mit dessen Hilfe man seine Widersacher in gackernde Hühner (!) verwandelt. Die Waffen sind aber nicht nur der Unterhaltung dienlich, sie haben auch ganz eigene Vor- und Nachteile. Unterschiedliche Gegner erfordern auch verschiedene Vorgehensweisen. Ist man beispielsweise gegen mehrere kleine Gegner mit dem Flammenwerfer auf der sicheren Seite, hat man bei anderen, großen Gegnern nicht viel zu melden. Aber auch sonst wird enorm viel Abwechslung geboten. Neben den 29 Waffen und Gimmicks sind auch die Planeten bezüglich ihres Aussehens und Leveldesigns sehr unterschiedlich. Einige Bereiche kann anfänglich nur Clank durchstreifen, weil Ratchet in der giftigen Atmosphäre keine Luft bekommt. Mit dem kleinen Roboter spielt sich das Ganze dann noch einmal komplett anders. Statt Waffen zu benutzen kann Clank kleine Bots befehligen und auf Gegner hetzen.

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