Die Rennsimulation des Jahres? Project Motor Racing kommt mit ganz viel Potenzial im Gepäck
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Schon Ende des Jahres erscheint Project Motor Racing auf PC und Konsolen und ist bereits auf dem besten Weg, sich direkt in die Herzen der Fans zu fahren.
Mit Project Motor Racing greifen Entwicklerstudio Straight 4 und Publisher Giants Software die derzeit beliebten Rennsimulationen auf dem Markt an. Die Entwickler sind im Genre auch keine Unbekannten, denn mit den Marken GTR und Project Cars hat sich das Team bereits einen Namen gemacht.
Das aktuelle Projekt ist äußerst ambitioniert, und läuft alles wie geplant, dürfte Project Motor Racing (jetzt kaufen 48,50 € / 35,99 € ) zum Release am 25. November absolut einschlagen. Die Konkurrenz von iRacing, Le Mans Ultimate und Co. kann sich schon einmal warm anziehen. Zum ersten Mal durften wir nun auf der Gamescom unsere Runden in der Sim drehen und einige Zweifel aus dem Weg räumen.
Quelle: Giants Software
Die Marke Aston Martin darf in Project Motor Racing nicht fehlen. Die Fahrzeuge des Herstellers drehen schließlich in der Formel 1, der WEC und anderen Serien ihre Runden.
Zwischen Moderne und Klassik
Schon allein die Auswahl der Fahrzeuge und Strecken unterscheidet den Titel von anderen Sim-Racern. Während Assetto Corsa und Gran Turismo auf eine breite Palette an Straßenfahrzeugen zurückgreifen und andere wie Le Mans Ultimate oder ACC die Hypercar- sowie die GT3-Kategorie in den Mittelpunkt stellen, gibt's in Project Motor Racing einen bunten Mix aus Klassikern und neuen Flitzern.
Wir können zum Beispiel ans Lenkrad von Fahrzeugen der N-GT-Klasse greifen. Autos wie der Marcos Mantara, der TVR Tuscan T400R und der Morgan Aero 8 sind zwar Exoten, aber genau deswegen eine äußerst interessante Wahl.
Quelle: Giants Software
Durch den dynamischen Tag-Nacht-Wechsel entdecken wir auf Autos, Untergrund und neben der Strecke immer wieder schicke Lichteffekte.
Neben weiteren früheren Le-Mans-Siegern wie dem Porsche 911 GT1-98 und dem Audi R8 LMP 900 kommen aber auch aktuelle Hypercars wie der Porsche 963, der Aston Martin Valkyrie und der Lamborghini SC63 zum umfangreichen Fuhrpark dazu.
Für Fans von GT3- und GT4-Fahrzeugen gibt's außerdem ebenfalls massig Auswahl. Da die Karren in einige Klassen eingeteilt sind und keine einzelnen Vehikel nachkommen, steht sowohl online als auch offline ein breit gefächertes Starterfeld zur Verfügung.
Bei den Strecken zeigt sich ein ähnliches Bild: Klassiker wie der Nürburgring - inklusive Nordschleifen-Variante - sind genauso an Bord wie die in Deutschland eher unbekannten Kurse Mosport und Lime Rock Park. Zum Release soll es 28 Streckenlayouts geben. Bestätigt sind bislang 18 Laser-gescannte Pisten, quer über den Globus verstreut.
Quelle: Giants Software
Schaut nicht nur schick aus, klingt auch brutal gut: Der Aston Martin Valkyrie hat sich in der WEC aufgrund des Sounds schnell zu einem Fan-Liebling entwickelt.
Nur fliegen ist schöner
Noch wichtiger als der Content ist bei einer Rennsimulation aber wohl das Handling. Auf der Gamescom hatten wir die Gelegenheit, etliche Runden mit verschiedenen Fahrzeugen auf unterschiedlichen Strecken zu fahren.
Wer bislang Bedenken geäußert hat, dass Project Motor Racing mehr in Richtung Simcade geht, den können wir direkt beruhigen. Der Titel ist eine Simulation durch und durch. Dennoch unterscheidet es sich von Le Mans Ultimate, Assetto Corsa Evo und Co, was aber größtenteils an den verschiedenen Fahrzeugtypen liegt.
Mit den hochmotorisierten Kisten über die Strecken zu brausen, fühlt sich fantastisch an. Obwohl sich das Handling auf fremden Setups schwer einschätzen lässt, haben wir direkt ein Gefühl für Auto und Reifen entwickelt. Übersteuern und Untersteuern können wir mit ein wenig Übung kontrollieren, der ein oder andere Dreher stand aber schon auch auf dem Programm.
Das Fahrverhalten von manchen Karren ist anspruchsvoll, mit unserer Erfahrung aus anderen Sims bekommen wir aber zumindest die GT3s und Hypercars schnell in den Griff. Einen Oldschool-Prototypen zu zähmen stellt sich dagegen als deutlich schwerer heraus. Doch genau so muss das für virtuelle Hobby-Piloten sein. Die Herausforderung braucht es schließlich, um besser zu werden.
