Project Cars - Test der Xbox One-Version

Test Florian Stangl David Martin
Project Cars bietet jede Menge Abwechslung, bei den Strecken wie bei den Autos. (PC)
Quelle: PC Games

Endlich kommt Project Cars auf den Markt: Im Test der PC- und PS4-Versionen erfahrt ihr, ob sich die mehrfachen Verschiebungen gelohnt haben und ob das Community-unterstützte Rennspiel dem entfachten Hype auch gerecht wird. Hinweis: Den Test des Online-Modus liefern wir nach, sobald wir das Spiel unter echten Bedingungen testen konnten!

Erst einen Tag vor dem Release erhielten wir die Xbox One-Version von Project Cars und haben sie uns natürlich gleich angesehen. Xbox One-Spieler erhalten die technisch schwächste Version von Project Cars. Klingt hart, aber: Der Unterschied zur PS4-Version fällt gering aus. Das von Slightly Mad Studios entwickelte Rennspiel läuft auf der aktuellen Microsoft-Konsole nicht in 1080p-, sondern 900p-Auflösung. Die Entwickler nahmen offenbar eine geringere Auflösung in Kauf, um eine möglichst stabile Framerate von 60 Bildern pro Sekunde zu erreichen.

Das gelingt Slightly Mad Studios mit Project Cars auf Xbox One allerdings nicht vollständig: Gelegentlich liegt die Bildrate unter den angestrebten 60 fps. Vor allem in schnellen Kurven und bei Regenrennen machen sich die vereinzelten Framedrops bemerkbar, das Tempogefühl wird dadurch aber kaum geschmälert. An ein leichtes Bildzerreißen (Tearing) haben wir uns während unseres Tests von Project Cars auf Xbox One ebenfalls schnell gewöhnt.

Screenshots der Xbox One-Version von Project Cars. (8) Quelle: PC Games Screenshots der Xbox One-Version von Project Cars. (8) Dennoch: Grafisch düst Project Cars auch auf Xbox One vor seinen Genre-Konkurrenten über die Ziellinie. Die von Turn 10 entwickelte Rennsimulation Forza Motorsport 5 glänzt zwar ebenfalls mit realistischen und sehr detaillierten Fahrzeugmodellen. In Sachen Streckengrafik und Wettereffekte setzt Project Cars auf der Microsoft-Konsole jedoch Maßstäbe. Vor allem auf die optisch beeindruckenden Regenrennen dürften Forza-Motorsport-Spieler neidisch sein: In der Hauptreihe des populären Xbox-Racers können nur Schönwetterrennen bestritten werden.

Besonders die Rennen bei Gewitterregen haben es uns angetan. Die sind nicht nur optisch eine Wucht, sondern erfordern auch jede Menge Konzentration - vor allem in der Cockpitperspektive. Es regnet in Strömen, am Himmel entladen sich heftige Blitze, die Sicht ist extrem gering. Schon der kleinste Fehler beim Herausbeschleunigen aus einer Kurve kann zur Folge haben, dass sich das Fahrzeug plötzlich dreht und ins Kiesbett rutscht. Das anschließende Beschleunigen muss ebenfalls geübt sein. Project Cars nutzt den gesamten Bereich des Trigger-Buttons am Xbox One-Gamepad, daher sollte die Taste mit Bedacht gedrückt werden. Generell spielt sich Project Cars mit dem Xbox One-Gamepad wunderbar. Klar, Profis greifen natürlich zum Lenkrad. Eine gute Alternative ist das Xbox One-Gamepad aber allemal. Um möglichst allen Bedürfnissen gerecht zu werden, lassen sich Feinheiten der Steuerung in den Optionen von Project Cars noch justieren. Erfahrene Spieler passen beispielsweise die Empfindlichkeit der Lenkung an. Die Xbox-One-Version von Project Cars macht außerdem Gebrauch von der Rumble-Funktion der Trigger, auch wenn die Vibration der Schultertasten im Spiel nur dezent zum Einsatz kommt.

Screenshots der Xbox One-Version von Project Cars. (15) Quelle: PC Games Screenshots der Xbox One-Version von Project Cars. (15) Mit kommenden Updates müssen die Entwickler von Slightly Mad Studios noch etwas an der allgemeinen Stabilität des Rennspiels schrauben. Während unseres Tests verweigerte Project Cars auf Xbox One gelegentlich seinen Dienst und versetzte uns zurück ins Dashboard der Konsole. Die vereinzelten Abstürze traten im Karriere-Modus auf, als wir im Rennkalender die nächste Veranstaltung starten wollten. Technisch mag die Xbox-Version zwar hinter PS4 und PC liegen. Während des Spielens fallen die kleinen optischen Unterschiede - speziell im Vergleich zur PS4-Version - aber kaum auf. Mit Project Cars hat jeder Rennspielfan enorm viel Spaß - egal, ob er auf PC, PS4 oder Xbox One über die virtuellen Pisten brettert.

  1. Seite 1 Project Cars im Test - Das komplette Rennspiel
  2. Seite 2 Project Cars - Test der Xbox One-Version
  3. Seite 3 Project Cars im Test gegen Assetto Corsa
  4. Seite 4 Project Cars - Auto-Liste und Strecken-Übersicht
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