Geistlicher Beistand
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Im Verlauf der ersten Spielstunde wird unser Alter Ego Tommy zufälligerweise durch einen kleinen Sabotageakt eines anderen Häftlings aus den Fängen des todbringenden Transportbands befreit. Sein Großvater Enisi hat weniger Glück und wird zu Alienfutter verarbeitet. Doch die Geisterkraft der Indianer ist stark in ihm, was Tommy genau zu spüren bekommt. Nach dem Ableben des Großvaters gelangt unser Held durch eine Art Vision in die verschleiert dargestellte indianische Geisterwelt, wo er von seinem bereits in der Kindheit verstorbenen Vogel Talon erwartet wird.
Dieser führt Tommy zu der Erscheinung Enisis, der ihm genau erklärt, wie er fortan Körper und Geist voneinander trennen kann. Nach dem Kurzausflug in die ewigen Jagdgründe geht die Action auf dem Alien-Schiff weiter, allerdings mit einem neuen Spielelement: Die Betätigung der Y-Taste lässt Tommys Geist aus dem Körper schlüpfen, der zu allem Überfluss auch noch mit einem Cherokee-Bogen zur Verteidigung ausgestattet ist.
Der Geister-Zaubertrick findet Anwendung bei zahlreichen Rätseln im Spiel. Beispielsweise gibt es Energiefelder, die Tommy nur durch das Verlassen seines physikalischen Körpers durchqueren kann. Meist wartet hinter der Barriere ein Schalter oder ein kleines Rätsel, wodurch das Weiterkommen schließlich ermöglicht wird. Übrigens werden als Geist auch verborgene Brücken sichtbar. Wenn Sie also in einer Sackgasse stecken, lohnt es sich, auch in Geisterform die nähere Umgebung zu erkunden. Sollte allerdings in der Zwischenzeit ein Feind dem schwebenden Tommy-Körper etwas antun, wird man im selben Augenblick zurücktransferiert.
Cheaten ist bei Prey schlichtweg überflüssig
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Erfreulicherweise stirbt Tommy während seines rund zehnstündigen Abenteuers niemals richtig. Nachdem die Lebensenergie auf null gesunken ist, wechselt der wackere Indianer automatisch in ein Geisterminispiel, bei dem er mit seinem Bogen auf verschiedenfarbige Vögel schießen darf. Nach zehn Sekunden geht's zurück in die Welt der Lebenden, wo die Vogelabschüsse durch neue Energie belohnt werden.
Neben dem indianischen Geisterschnickschnack erwartet Tommy eine Menge technischer Alien-Spielereien innerhalb des Raumschiffs: So genannte Wallwalk-Bänder sorgen für veränderte Schwerkraftverhältnisse und ermöglichen auf diese Art und Weise abgefahrene Optiken und Denkaufgaben. Spieler mit einem empfindlichen Magen dürften ihre helle Freude haben, wenn sie sich an den Bändern entlang kreuz und quer durch das Schiff bugsieren, um schließlich an der Decke zu landen. Dort wartet dann eines dieser originellen Portale, mit denen Sie sich zu einem anderen Levelabschnitt beamen können - meist inklusive eines weiteren abrupten Schwerkraftwechsels.
Gelungenes Abenteuer
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Die modifizierte Doom 3-Engine leistet bei Prey fabelhafte Dienste und erlaubt den Einsatz ausgefeilter Lichteffekte und fantastischer Schatten. Dadurch entsteht eine höchst bedrohliche Atmosphäre in dem Alien-Schiff, die durch die teilweise unheimlich ekligen Gegnertypen noch weiter genährt wird. Blut spritzt ebenfalls reichlich, wodurch der Titel eindeutig nur volljährigen Zockern empfohlen werden kann. Wer sich durch den spannenden Einzelspielermodus gekämpft hat, der darf sich witzige Mehrspielerduelle via Xbox Live liefern.
Leider enthält der Multiplayermodus für bis zu acht Mitspieler lediglich eine Deathmatch- und eine Team-Deathmatch-Option. Heutzutage kann man da schon etwas mehr erwarten, zumal die zahlreichen Innovationen ideal für einen CTF-Modus geeignet wären. Trotzdem machen die Gefechte aufgrund der witzigen Alien-Waffen und der abgedrehten Portaltechnik eine Menge Spaß. Insgesamt sollten Sie sich Prey also auf keinen Fall entgehen lassen, vorausgesetzt, Sie haben das 18. Lebensjahr bereits erreicht.
