Jurassic Park mal anders - mit einem affigen XXL-Hauptdarsteller und viel Shooter-Action!
Im Verlauf des Abenteurs treffen Sie nicht nur überdimensionale Saurier, sondern werden auch mit angriffslustigen Fledermäusen konfrontiert.
Ein Filmriss ist bei dieser Regiebesetzung beinahe ausgeschlossen: 72 Jahre nach dem Debüt des Riesenprimaten in King Kong und die weiße Frau verfilmt Peter Jackson die außergewöhnliche Romanze zwischen der Schönen und dem Biest neu. Noch bevor sich Kong und Ann am 14. Dezember im Kino liebkosen, dürfen Sie sich zum Launch der Xbox 360 durch den Dschungel schlagen. Klappe und Action zur vielleicht atmosphärischsten Filmumsetzung aller Zeiten!
Insel mit Ausblick
Der Großteil des Actionspektakels spielt sich auf der mysteriösen Insel Skull Island ab. Dort angekommen, müssen sich Schauspielerin Ann Darrow, Filmemacher Carl Denham und Drehbuchautor Jack Driscoll, den Sie in den Shooter-Passagen steuern, gegen allerlei fiese Urzeitviecher zur Wehr setzen.
Im Verlauf der 40 zu absolvierenden Missionen stehen Sie schon bald gigantischen Sauriern gegenüber. Um die Biester in die Flucht zu schlagen, bedienen Sie sich eines Knochens, eines Speers oder diverser Schießeisen. Glücklicherweise hat sich die Filmcrew auf das Schlimmste vorbereitet und einen Versorgungstrupp angeheuert, der von einem Flugzeug aus regelmäßig Waffen und Munition über der Insel abwirft.
Wenn Sie ein Gewehr mit sich herumtragen, legen Sie dieses mit der linken Schultertaste an, bevor Sie mittels des rechten Triggers ballern dürfen. Ist der Lauf leer und hängt Ihnen die Saurierbrut direkt an der Backe, darf der Waffengriff sogar als Schlagstock missbraucht werden.
Das schwächste Glied
Darüber hinaus lassen sich Libellen leicht zum eigenen Vorteil nutzen, indem man sie aufspießt und in der Nahrungskette höherrangigen Gegnern zum Fraß vorwirft. Durch das Erlegen von Kleinlebewesen lenkt man Gegner auf ein bestimmtes Ziel, um sie anschließend hinterrücks anzugreifen.
Doch bis auf äußerst wenige Stellen, an denen man beispielsweise ein Flugsaurier-Geschwader zu einem T-Rex lotst, wird von diesem spielerisch interessanten Schmankerl leider viel zu selten Gebrauch gemacht. Trotz der scheinbar hohen Komplexität bestätigt die Testversion, was die Vorabfassung schon vermuten ließ: Auf Dauer mangelt es den Ego-Shooter-Passagen, die den Löwenanteil des Spiels ausmachen, eindeutig an Abwechslung.
Wenn Jack etliche Kapitel hintereinander auf dieselbe Art und Weise Buschfeuer legen muss, um unpassierbare Sträucher niederzubrennen, kommt mit der Zeit doch ein wenig Monotonie auf. Ein weiteres Merkmal entpuppt sich dagegen als wirkungsvolles Stilmittel: Der Pfad, den Jack und sein Team abwandern dürfen, ist meist strikt vorgegeben.
Diese Linearität ermöglichte den Entwicklern exakt platzierte Skript-Events. So waten Sie im Lauf des Abenteuers beispielsweise durch einen Tümpel, während Ann am Ufer mitläuft und anrückende Sumpfbiester abwehrt. Am Ende der Szene reichen Sie der Grazie Ihre Hand, um von ihr aus dem Wasser gezogen zu werden, und erleben diesen Moment aus der Ego-Perspektive mit.
