Für Authentizität sorgen auch die stimmungsvollen Sprach-Samples Ihrer virtuellen Kollegen, die situationsabhängig eingestreut werden. Wenn Sie sich beispielsweise während eines Gefechts mit einem T-Rex von Kameramann Carl anschnauzen lassen müssen, weil Sie ihm gerade vor der Linse stehen, kommt echtes "Mittendrin"-Feeling auf!
Der Kong ist tot, es lebe der Kong
Auch die fließenden Übergänge zwischen den Ego-Levels als Jack Driscoll und den Passagen, in denen Sie King Kong steuern, tragen maßgeblich zum flüssigen Gameplay bei. Auf einem Floß haben Sie sich etwa gerade mit Ihrer Pistole zwei T-Rex-Exemplare vom Leib gehalten und sind von der Strömung in eine Sackgasse getrieben worden, im nächsten Augenblick ringen Sie schon in der haarigen Affenhaut mit den überdimensionalen Biestern und strecken Jacks Verfolger in simplen, aber spaßigen Tastenduellen nieder.
Das Gameplay profitiert dabei besonders von der unterschiedlichen Spielmechanik der First- und Third-Person-Sequenzen. Im finalen New-York-Abschnitt erlebt man als Kong schließlich noch einmal bra-chiale Dauer-Action der Extra-klasse. Dank eines Punktesystems, das jedes Kapitel anhand verschiedener Faktoren wie der Anzahl erlegter Gegner bewertet, ist die Langzeitmotivation immens. Wir möchten nicht allzu viel verraten, aber wer den alternativen Abspann genießen möchte, muss wesentlich mehr Zeit investieren als die etwa acht Stunden, die man für das erste Durchspielen benötigt.
Gute Texturen und lange Ladezeiten
Die Charaktermodelle wirken dank Bump-Mapping enorm detailliert, doch sind die Texturen nur auf HDTV-Gerätenerheblich schärfer als die derinhaltlich identischen Heimkonsolenversionen. Dem direkten Vergleich mit der PC-Umsetzung hält die Xbox-360-Variante klar stand, lediglich die Ladezeiten fallen auf dem Microsoft-System satte 20 Sekunden länger aus.
Das fällt aufgrund fair platzierter Checkpoints und seltener Ladepassagen dennoch kaum ins Gewicht. Dank der guten Technik und des klasse eingefangenen Ambientes ist Peter Jackson's King Kong der sichere Beweis dafür, dass gute Drehbücher nicht nur aus Hollywood, sondern manchmal auch aus Montpellier kommen.
