Perfect Dark Zero

Test

James Bond meets Halo: Stellt das Prequel zum Ego-Shooter-Klassiker einen Xbox-360-Pflichtitel dar?

Missionen, in denen Sie Fahrzeuge, wie hier dieses Hovercraft, einsetzen, gibt es leider viel zu selten. Missionen, in denen Sie Fahrzeuge, wie hier dieses Hovercraft, einsetzen, gibt es leider viel zu selten. Satte fünf Jahre mussten Fans auf den Nachfolger zum N64-Klassiker Perfect Dark warten. Ursprünglich noch für Nintendos Game-Cube angekündigt, sollte Perfect Dark Zero genau wie Kameo nach dem Aufkauf der Kultentwicklerschmiede Rare durch Microsoft für die erste Xbox erscheinen. Dann entschied Microsoft aber, dass man die mit Spannung erwarteten Titel erst zum Start der Xbox 360 veröffentlichen wird.

Perfect Dark Zero spielt etwa vier Jahre vor den Geschehnissen des N64-Klassikers. Die Entwickler waren bemüht, Kennern des Originals viel Wiedererkennungswert zu bieten. So dürfen Sie nicht nur mit vielen aus dem Original bekannten Waffen, wie beispielsweise der Superdragon, dem Laptop-Gewehr oder der RCP kämpfen, sondern erfahren auch, wie Joanna Dark zum Carrington-Institut gekommen ist und in welch üble Machenschaften die Data Dyne Corporation dieses Mal verstrickt ist. Die eigentliche Story von Perfect Dark Zero ist relativ belanglos. Halten Sie einen verrückten Geschäftsmann auf, der auf der Suche nach einem mächtigen Artefakt ist.

Cooler Shooter-Mix

Der Koop-Modus läuft flüssig und sieht auch sehr gut aus. Der Koop-Modus läuft flüssig und sieht auch sehr gut aus. In insgesamt 13 Missionen steuern Sie die smarte Elite-Kämpferin Joanna Dark, infiltrieren feindliche Gebäude, identifizieren und eliminieren Feinde, beschützen Objekte und Personen oder zerstören bestimmte Ziele. Die Missionen sind abwechslungsreich, einen hohen taktischen Anspruch brauchen Sie aber nicht zu erwarten. Perfect Dark Zero bietet unkomplizierte und kompromisslose Baller-Action.

Dabei ließ man sich offenbar nicht nur vom N64-Original, sondern auch von weiteren Ego-Shootern inspirieren. So kann Joanna James-Bond-like auf diverse Gadgets wie einen Hacking-Computer zum Knacken von PCs, ein Audioskop zum Abhören von Gegnern, Spezialsprengstoff oder ein Jetpack setzen. Das Waffensystem erinnert an Halo. Statt wie in gewöhnlichen Ego-Shootern alle Waffen tragen zu können, können Sie in Perfect Dark Zero nur bis zu vier Feuergeräte mit sich führen.

Auf Knopfdruck tauschen Sie Ihre Waffe gegen eine andere. Wie viele Waffen Sie tragen können, hängt von der Größe der Waffen ab. Ebenfalls von Halo inspiriert waren die Entwickler wohl auch bei einer Hovercraft-Mission, denn die Steuerung funktioniert exakt wie bei den Fahrzeugen im Master-Chief-Abenteuer. Ein einzigartiges Feature haben sich die Entwickler dann aber doch einfallen lassen.

So können Sie an Wänden oder hinter Kisten durch Knopfdruck in Deckung gehen, die Kamera wechselt dabei in die dritte Person, sodass Sie Joanna sehen können. Mit einem Fadenkreuz nehmen Sie Gegner ins Visier, durch einen Druck auf die Feuertaste verlässt Joanna die Deckung und nimmt den Feind unter Beschuss. Ein nettes Feature, das aber leider nur an dafür vorgesehenen Stellen gut funktioniert. Im Test kam es häufig vor, dass man im Kampfgetümmel nicht perfekt zur Deckung stand und das Fadenkreuz nicht an die gewünschte Stelle ausrichten konnte.

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