Quelle: Rare
Bei der Grafik lassen die Entwickler die Hardware-Power der Xbox 360 spielen. Die Lichteffekte sind grandios, die Levelgestaltung aufwendig. Scharfe Texturen mit feinstem Bump Mapping lassen euch jeden Ziegelstein einer Mauer erkennen. Sämtliche Details erkennt man, wie bei allen 360-Titeln, aber nur optimal auf einem HD-Fernseher.
Nichtsdestotrotz sieht Perfect Dark Zero auch auf einem normalen Fernseher gut aus. Zwar merkt man an den detailarmen Charaktermodellen, dem sichtbaren Kantenflimmern, einem unschönen Treppcheneffekt sowie leicht ruckelnden Zwischensequenzen, dass es sich bei Perfect Dark Zero um einen Xbox-360-Titel der ersten Generation handelt, dennoch zählt Perfect Dark Zero zu den optisch überzeugendsten Xbox-360-Starttiteln.
Nicht weniger beeindruckend ist der tolle Soundtrack des Spiels, der mit einer Mischung aus Rock- und Synthi-Klängen auf den Spuren des Originals wandelt und sehr gut zu den jeweiligen Missionen passt. Die krachenden Soundeffekte donnern selbstverständlich in Dolby Digital aus den Boxen. Weniger gut gelungen ist Microsoft die Lokalisation.
So geht die Sprachausgabe zwar in Ordnung, allerdings wirken die Synchronsprecher unmotiviert und lassen in entscheidenden Spielsituationen Emotionen vermissen. Schade ist auch, dass die Missionsbeschreibungen mit statischen Bildern daherkommen. So wird man immer wieder aus dem Spielfluss und der Story gerissen. Trotzdem macht Perfect Dark Zero jede Menge Spaß. Auch nach dem Durchspielen legt man den Titel gerne noch mal ein, um ihn auf einem der höheren Schwierigkeitsgrade durchzuspielen.
Mehrspieler-Freuden
Ein Extralob verdienen sich die Entwickler für den Mehrspieler-Modus. So kann man das gesamte Spiel kooperativ offline wie online mit einem Kumpel bestreiten. Dabei ist sogar Teamwork gefragt. So übernimmt ein Spieler in einer Mission die Kontrolle über Joannas Vater und steuert ihn auf der Straße zwischen den Hochhäusern hindurch (im Einzelspieler-Modus wird Joannas Vater vom Computer gesteuert).
Der zweite Spieler kämpft sich über die Häuserdächer und versucht den unteren Spieler mit gezielten Sniper-Schüssen auf die Gegner zu unterstützen. Einfach klasse! Haben Sie noch weitere Kumpels zur Hand, können Sie in diversen weiteren, klassischen Mehrspielermodi wie Deathmatch oder Capture the Flag mit bis zu 16 Bots spielen.
Per Xbox Live treten bis zu 32 Spieler gegeneinander an. Die Arenen können - je nachdem, wie viele Spieler mitmachen - in ihrer Größe angepasst werden, sodass man nicht ewig durch die Gegend laufen muss, ohne einen Gegner zu finden. Trotz der großen Areale wäre es wünschenswert gewesen, wenn die Entwickler dem Titel weitere Arenen spendiert hätten. Aber die wird man sich bald online laden können.
