Onimusha: Dawn of Dreams

Test Thomas Eder

Perfekt inszenierte Säbelschwingerei für flinke Finger

Onimusha: Dawn of Dreams Japan 1596: Nach langen Kämpfen und dem Ableben des Oberbösewichts Nobunaga kehrt endlich der Frieden im Land der aufgehenden Sonne ein. Doch der Schein trügt: Der neue Herrscher Hideyoshi, der einst das Land einte und der geplagten Bevölkerung Frieden versprach, verbündet sich - wie Nobunaga vor ihm - mit den teuflischen Genma, um die Weltherrschaft auf blutigem Wege an sich zu reißen. Fünf furchtlose Helden stellen sich ihm entgegen, um Japan erneut von Angst und Schrecken zu befreien.

In alter Tradition

Wie in den Vorgängern metzeln Sie sich auch im neuesten Onimusha mit einer Vielzahl an Moves, Spezialattacken und endlosen langen Combos durch Horden von Gegnern, lösen Rätsel und sammeln dabei die Seelen besiegter Genma-Krieger ein, mit denen Sie Ihre Charaktere und deren Ausrüstung verbessern. Doch natürlich erwarten den Spieler auch viele Neuerungen, wie die stellenweise frei bewegliche Kamera und das gute Zielsystem, bei dem man mittels des rechten Analogsticks zwischen den Zielen hin- und herwechseln kann.

Diese beiden Features sorgen dafür, dass der Spieler im Kampf nur selten die Übersicht verliert - lediglich in den Bereichen, in denen Sie keine Kontrolle über die Kamera haben, kann es doch noch etwas hektisch werden.

Häufig sind Sie nicht nur mit dem Hauptcharakter Soki, sondern auch mit Kameraden unterwegs. Wie in der letzten PLAYZONE ausführlich beschrieben, geben Sie Ihren Gefährten mithilfe des Steuerkreuzes Anweisungen, wie diese sich zu verhalten haben. Zur Wahl stehen drei Standardbefehle sowie eine charakterspezifische Anweisung.

Während Soki in Kämpfen zum Beispiel die Seelen besiegter Gegner aufsaugt, ist Ohatsu in der Lage, ihrem Partner Feuerschutz mit ihren Schießprügeln zu geben. Dennoch sollten Sie nicht zu sehr auf die Intelligenz Ihrer Mitstreiter zählen - gelegentlich stellen diese ziemlich dumme Sachen an, wie sich direkt neben einem explodierenden Fass zu positionieren.

Eine Einblendung weist Sie darauf hin, wenn Sie spektakuläre Teamattacken ausführen können, die in den Reihen Ihrer Widersacher für großen Schaden sorgen. Zudem haben Sie die Möglichkeit, mit L2 zwischen den Spielfiguren zu wechseln, was besonders häufig in den Rätseln zum Einsatz kommt. Nachdem man zum Beispiel eine Figur auf einem Schalter platziert, der eine Tür öffnet, wechselt man zum anderen Charakter und kann mit ihm durch die jetzt offene Tür gehen.

Rätsel dieser Art finden sich zuhauf in Dawn of Dreams und bieten eine willkommene Abwechslung zu den ausladenden Metzeleinlagen. Apropos Kämpfe: Auch mit der richtigen Strategie und einem guten Equipment können sich Bosskämpfe schnell in die Länge ziehen und aufgrund des hohen Schwierigkeitsgrads gelegentlich sogar für Frustmomente sorgen. Zum Glück hat Capcom der deutschen Fassung einen an die westliche Welt angepassten Schwierigkeitsgrad spendiert, den Sie allerdings erst freischalten können, wenn Sie bereits im ersten Abschnitt dreimal das Zeitliche segnen.

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