No Man's Sky: Test-Tagebuch, Teil 3
Test 53,09 €
No Man's Sky präsentiert sich aufgrund seiner prozeduralen Technik für jeden Spieler in unterschiedlicher Form. Wir starten unseren Test daher als Tagebuch.
Das mit 18 Trillionen Planeten ausgestattete Sandbox-Universum steht uns für den Test zur Verfügung, Day-One-Patch inklusive. Da sich das Erlebnis aufgrund des zufällig gewählten Startplaneten für jeden Spieler anders gestalten dürfte, versuchen wir dies auch im Review entsprechend umzusetzen. Wir fassen daher unsere Eindrücke in einem Test-Tagebuch zusammen.
In diesem Artikel
Quelle: PC Games
No Man's Sky im Test: Die Suche nach dem Atlas führt uns in gigantische Stationen.
Auf dieser Seite
No Man's Sky, Tag 3: Ein Wechselbad der Gefühle
Unsere Test-Reise durchs prozedurale Universum von No Man's Sky hat inzwischen den dritten Tag (bzw. die dritte Nacht) hinter sich. Dabei hat sich inzwischen eine regelrechte Hassliebe zum Spiel in uns breitgemacht. Nach der Faszination zu Spielbeginn stellte sich schon am zweiten eine gewisse Routine ein. Letztere ist hauptsächlich durch das permanent wiederholende Gameplay-Grundgerüst bedingt: Planet anfliegen, Rohstoffe sammeln, Wissen sammeln, Technologien sammeln und craften, Fauna und Flora analysieren, Inventar vergrößern, auftanken, Planet verlassen und weiter. Doch in die bestehende Endlosschleife mischen sich auch immer wieder motivierende Erlebnisse, die uns weiter durchs All reisen lassen.
Mit dem Wissen wächst die Neugier
Wer konsequent mithilfe von Wissenssteinen seinen Alien-Sprachschatz ständig erweitert, versteht in den Dialogen mit Außerirdischen zunehmend mehr. Zwar entwickelt sich daraus keine tiefgehende Story, aber es entsteht ein Gefühl zunehmender Verständigung. Das ist vor allem dann hilfreich, wenn uns ein Alien um einen Gefallen bittet.
Quelle: PC Games
No Man's Sky im Test: Wort für Wort lernen wir die Alien-Sprachen.
Eine weitere Möglichkeit, um aus der repetitiven Sammel-Crafting-Tretmühle auszubrechen, bietet die Suche nach Monolithen. An diesen außerirdischen Monumenten und Tempeln erfahren wir in Textform immer neue Informationen und Hintergrundwissen zum Universum und dessen Schöpfungswesen, dem Atlas. Das sorgt für die nötige Portion Neugier, um nach neuen Monolithen mit neuen kleinen Textgeschichten Ausschau zu halten. Inzwischen haben wir rund 50 Planeten erkundet und dabei jede Menge solcher Alien-Konstrukte gefunden. Bislang hat sich dabei noch keine Textgeschichte wiederholt, dafür streicht No Man's Sky wieder ein Plus ein. Die Frage ist nur, wie lange das anhält, da die Anzahl dieser Geschichtstexte ja endlich sein dürfte.
Abwechslung: Atlas sei Dank
Quelle: PC Games
No Man's Sky im Test: Die Alien-Konstruktionen gefallen uns gut.
No Man's Sky bietet als schwammig definiertes Hauptziel die Reise ins Zentrum des Universums an. Was sich dahinter verbirgt, können wir bislang noch nicht sagen, da wir noch etliche Lichtjahre davon entfernt sind. Alternativ dazu könnt ihr auch dem Pfad des Atlas folgen, was uns in den letzten Stunden durchaus zum Weiterspielen motiviert hat und weiter tut. Bei dieser Reise erforscht ihr Anomalien und so genannte Atlas-Schnittstellen. Das sind gigantische Stationen im All, in denen ihr zum einen mit weiteren Textpassagen zum Universum versorgt werdet. Zum anderen erhaltet ihr dort in der Regel auch Technik-Baupläne für die so genannten Atlas-Pässe. Diese sind nötig, um zahlreiche verschlossene Behälter und Türen zu öffnen. Zum Lohn findet man dort beispielsweise bessere, wertvolle Artefakte oder auch Technik-Pläne, manchmal aber auch nichts - Pech gehabt, Niete gezogen sozusagen. Trotzdem sorgt dies wiederum für den Anreiz, weiterzumachen, vielleicht hat man ja hinter der nächsten Atlas-Tür mehr Glück. So gelingt es No Man's Sky immer wieder, die Neugier in uns zu wecken. Unterm Strich sind das zwar alles keine spektakulären Gameplay-Highlights, aber es sorgt für etwas Abwechslung im sonst eher monoton wirkenden Spielverlauf.
Lichtblick: Ein Notrufsignal und eine Schlacht im All
Am dritten Tag unseres Tests von No Man's Sky hält das Spiel eine weitere Überraschung für uns bereit. So haben wir nach dem Abflug von einer Raumstation beim Scannen des Weltraums ein Notsignal empfangen. Natürlich weckt das die Neugier in uns und wir nehmen sofort Kurs auf den entsprechenden Navigationspunkt. Am Ziel angekommen, findet dort gerade eine Raumschiffschlacht zwischen mehreren, größeren NPC-Pötten statt. Leider werden wir sofort unter Beschuss genommen und innerhalb weniger Sekunen zerstört - ärgerlich. Trotzdem zeigt das Erlebnis, dass es solche Schlachten tatsächlich gibt. Beim nächsten Mal sehen wir uns besser vor und verfügen dann auch über hoffentlich mehr Feuerkraft und Schutz.
Quelle: PC Games
No Man's Sky im Test: Das Notrufsignal stellt eine willkommene Abwechslung dar.
Neue Technik-Probleme
Was am dritten Test-Tag wieder für ärgerliche Falten auf der Stirn sorgt ist der Umstand, dass die Online-Funktion in No Man's Sky vermehrt ausgefallen ist. Dabei haben wir gerade in dieser Session besonders viele Scan-Analysen von Fauna und Flora vorgenommen, was wir natürlich auch gerne in die Online-Datenbank hochladen würden. Zumindest bekommen wir auch offline unseren Lohn für gescannte Objekte, trotzdem sollte Hello Games möglichst bald für eine stabile Online-Funktion sorgen.
Auf dieser Seite
Drittes Tagesfazit
No Man's Sky macht es einem alles andere als leicht. Je nach Spielerlebnis schwanken wir zwischen Neugier, Faszination, Langeweile, Routine, Lichtblick- und Frustmomenten. Man könnte auch sagen, dass sich der Spielspaß entsprechend der zugrunde liegenden Technik wohl ebenfalls schlicht und einfach prozedural generiert. Wer sich auf diese ungewöhnliche Reise durchs Universum einlassen möchte, muss viel Eigenmotivation mitbringen.
