Need for Speed Unbound im Test

Test David Benke
Need for Speed Unbound im Test
Quelle: EA

Grafik, Gameplay, Fuhrpark und Tuning: Was kann der neue Arcade-Racer von Electronic Arts? Wir schauen im Test von Need for Speed Unbound unter die Haube.

Die stehen im Fokus von Need for Speed Unbound: Ziel ist es, ein Event namens The Grand zu gewinnen. Dafür müsst ihr drei Qualifikationsveranstaltungen überstehen, die wiederum einen passenden Wagen und eine Antrittsgebühr erfordern. Die Qualis finden immer samstags statt, die restliche Woche habt ihr also Zeit, um Kohle zu scheffeln. Ihr fahrt mittags um fette Preisgelder. Und nachts, tja, da fahrt ihr auch um fette Preisgelder! Während es in NFS: Heat noch eine sinnvolle Unterteilung zwischen den Tageszeiten gab, macht es in Unbound keinen Unterschied mehr, ob ihr bei Sonnenschein oder Mondlicht unterwegs seid.

Ihr müsst euch in jedes Event einkaufen. Ihr zahlt also 10.000 Dollar, um teilzunehmen und könnt dann bis zu 18.000 Dollar gewinnen. So entwickelt sich ein nettes Risk-and-Reward-Spielchen. Wenn's mies für euch läuft und ihr auf den hinteren, schlecht bezahlten Plätzen landet, dann macht ihr mit einem Rennen Minus. Vor allem, wenn ihr dann auch noch darauf gewettet habt, dass ihr als Erster über die Ziellinie düst.

Need for Speed Unbound im Test: Schicke Karosse, doch es hakt im Getriebe (3) Quelle: Electronic Arts Need for Speed Unbound im Test: Schicke Karosse, doch es hakt im Getriebe (3)

Ansonsten nehmt ihr nachts an den sogenannten Takeover-Events teil. Wobei die eher Takedown heißen sollten, ihr überholt schließlich niemanden, sondern überfahrt nur irgendwas. Auf einem abgesteckten Rundkurs macht ihr Tonnen, Pylonen und Bretterwände platt und verkettet das mit Drifts, Sprüngen und Nitro-Boosts zu möglichst hohen Punkte-Kombos.

Präsentiert wird das alles vom US-Rapper A$AP Rocky, bekannt für Hit-Songs wie ... ähm, naja, oder für die Tatsache, dass er mal wegen Körperverletzung im schwedischen Knast saß.

Daneben gibt's natürlich noch die typischen Modi: Sprints, Rundrennen und Drift-Events. Der Offroad-Kram aus Heat wurde dankenswerterweise gekickt. Alle Events finden auf der Straße und entsprechend mit Verkehr statt.

Das Fahrgefühl bleibt im Vergleich zum Vorgänger relativ gleich: Auch Unbound spielt sich arcadig und wie ein Kontrastprogramm zu Gran Turismo und Co: Statt realistischem Fahrverhalten bekommt ihr Racing-Action pur - inklusive Adrenalin-Garantie. Ihr brettert mit einem Affenzahn durch die Gegend, zieht die Handbremse und schlittert dann stilvoll um die Ecke.

Einsteigerfreundlich, aber anspruchsvoll

Vergesst Traktions- oder Stabilitätskontrolle! Auch in Unbound ist Driften der Weg zum Erfolg. Damit kommt ihr nicht nur am schnellsten um die Kurve, ihr ladet auch die neuerdings zwei Nitro-Boost-Leisten auf. Gleiches gilt für Beinahe-Kollisionen oder Fahren im Gegenverkehr.

Außerdem driftet ihr endlich wieder durch Bremsen und korrektes Einlenken, nicht durch erneutes Drücken des Gaspedals. Das fühlt sich wenigstens ein bisschen anspruchsvoll an. Need for Speed Unbound im Test: Schicke Karosse, doch es hakt im Getriebe (4) Quelle: EA Need for Speed Unbound im Test: Schicke Karosse, doch es hakt im Getriebe (4)

Die Qualität der KI schwankt. Eure Gegner sind clever genug, um auch mal 'ne Abkürzung zu nehmen oder im Windschatten zu lauern. Allerdings sind sie auch doof genug, um Checkpoints zu verpassen oder ohne Fremdeinwirkung in den Gegenverkehr zu crashen.

Auf dem mittleren von drei Schwierigkeitsgraden fühlten wir uns ordentlich herausgefordert. Der Schwierigkeitsgrad bestimmt aber nicht nur das Können eurer Gegenspieler, sondern auch, wie oft ihr ein Event neu starten könnt. Einen nervigen Gummiband-Effekt haben wir nicht bemerkt. Mit Können und der richtigen Karre rast ihr dem Rest des Feldes gnadenlos davon.

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