Moonbreaker im Early-Access-Check - Seite 4
Special
Das Rundenstrategiespiel Moonbreaker von Unknown Worlds (Subnautica) bringt die Freuden des Tabletop-Gamings auf den PC: Wir sammeln Figuren, malen sie bis ins kleinste Detail sorgfältig an, stellen nach Lust und Laune Armeen zusammen und gehen dann online auf Gegnersuche. Die Idee ist spitze - und gut umgesetzt obendrein. Doch über dem Spielspaß hängt der Schatten der perversen "Live-Service"-Ökonomie.
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Dieser Modus war bis vor Kurzem noch dazu da, um im Einzelspielermodus Rohlinge zu erwirtschaften, kostete aber bei Benutzung sogenannte Frachtlauf-Verträge, von denen man nur einen am Tag erhält. Es sei denn, man bezahlt dafür. Nach Beschwerden aus der Community wurde sämtliche Währung vorerst aus dem Modus genommen. Jetzt ist der Frachtlauf durchgehend verfügbar und die Verträge gehören der Vergangenheit an.
Überhaupt nimmt das Entwicklerteam gerade einige Änderungen hinsichtlich der Live-Service-Elemente und deren Sichtbarkeit vor. So wurden wir vor ein paar Tagen noch ständig auf die Existenz des Shops hingewiesen, der auch prominent im Hauptmenü platziert war. Währenddessen gab es für viele Spielmodi kein Tutorial und die Option, die eigene Armee zusammenzustellen, war hinter mehreren Menüs und Einstellungs-Optionen versteckt. In diesen Bereichen gelobte Unknown Worlds Besserung und hielt teilweise auch schon Wort.
Gegenwart und Zukunft
Gerade im Moment bietet Moonbreaker für seinen Preis noch wenig Umfang. Zwar kann man beim Bemalen von Figuren schier unendlich Zeit verbringen, bei den Gefechten fehlt es aber an Varianz. Auch, wenn das Gameplay grundsolide und jede Partie gegen menschliche Gegner ein wenig anders ist, hängen einem die Maps und immer gleichen Einheitentypen auf Dauer zum Hals raus. Zwar befindet sich das Spiel noch im Early Access, hier sollte aber wirklich so früh wie möglich Nachschub geliefert werden. Ein Kampagnenmodus wäre natürlich großartig für Solisten, es braucht aber auch darüber hinaus neue Match-Typen mit anderen Zielvorgaben, eine größere Auswahl an Maps, mehr Oberhäupter und bestenfalls Modi für mehr als zwei Spieler.
Quelle: PC Games
Beim Sieg erhalten wir Erfahrungspunkte für unsere verwendeten Einheiten sowie Fortschritt im (noch) kostenlosen Season Pass. Damit schalten wir u.a. Währung und Skins frei.
Wir wollen nicht schwarzmalen oder zu sehr auf die Monetarisierung draufhauen, zumal es auf Wunsch der Community bereits substanzielle Änderungen am Währungssystem gab und Unknown Worlds nie ein Geheimnis daraus gemacht hat, dass es sich bei Moonbreaker um ein Live-Service-Game handeln wird. Mit Publisher Krafton im Hintergrund sollte man aber definitiv auf der Hut sein. Immerhin hat die Firma schon PUBG in eine absurde Gelddruckmaschine verwandelt.
Das bedeutet nicht, dass unnötige Crafting-Materialien, verschiedene Arten von Lootboxen, zeitlich begrenzte Items und sonstige Späßchen zwangsläufig ihren Weg ins Spiel finden werden. Ein Free2Play-Switch ist aber praktisch bestätigt und mit den Boostern bereits eine Lootbox-Mechanik fest im Spiel integriert.
Klar, Karten-Booster gibt es auch in der realen Welt und für echte Miniaturen zahlt man eine Stange Geld. In Videospielform hätte man diese Elemente aber durch den Einsatz von harmlosem Spielgeld von ihren Schattenseiten befreien können. Stattdessen setzen Unknown Worlds und Krafton bei Moonbreaker auf das gleiche, bewährte Modell.
Meinung
Moonbreaker ist seit dem 29. September 2022 auf Steam in der Early-Access-Version für 29,99 Euro verfügbar. Dort gibt es außerdem ein nur im Rahmen der EA-Phase erhältliches Paket mit zusätzlichen Skins und Ingame-Währung für 24,99 Euro zu erwerben. Wann die Vollversion erscheinen soll, wurde bisher nicht bekanntgegeben.
