Vorschau zu Moonbreaker: Rundentaktik mit Tabletop-Feeling - inklusive Schattenseiten
Special
Das Rundenstrategiespiel Moonbreaker von Unknown Worlds (Subnautica) bringt die Freuden des Tabletop-Gamings auf den PC: Wir sammeln Figuren, malen sie bis ins kleinste Detail sorgfältig an, stellen nach Lust und Laune Armeen zusammen und gehen dann online auf Gegnersuche. Die Idee ist spitze - und gut umgesetzt obendrein. Doch über dem Spielspaß hängt der Schatten der perversen "Live-Service"-Ökonomie.
Subnautica-Studio Unknown Worlds schickt sich an, die Warhammer-Nerds dieser Welt aus ihren Hobbykellern an den heimischen PC zu locken, um Moonbreaker, den neuen Streich des Teams, auf Herz und Nieren zu testen. Der Sciene-Fiction-Strategietitel befindet sich aktuell im Early Access und bedient sich hinsichtlich Artdesign und Gameplay bei Tabletop-Strategiespielen wie Warhammer 40K sowie Sammelkartenspielen der Marke Magic: The Gathering. Weil Unknown Worlds vorhat, die Marke als ernst zu nehmende digitale Alternative zu etablieren, ist Input der Zielgruppe natürlich unbezahlbar. Auch, wenn sich der Titel in erster Linie an Neueinsteiger richten soll.
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Kampf der Käpt'ns
Für alle, die noch keine Berührungspunkte mit solchen Systemen hatten, eine kurze Erklärung: Gameplaytechnisch handelt es sich bei Moonbreaker um klassische Rundenstrategie. Anders als etwa bei XCOM oder Heroes of Might and Magic bewegen sich Einheiten aber nicht auf einem Grid-System, sondern frei in einem begrenzten Umkreis um ihren aktuellen Standpunkt.
Unsere Truppe ist zudem nicht schon zu Beginn einer Partie komplett einsatzbereit. Stattdessen müssen wir unsere Armee nach und nach mit Punkten zusammenkaufen und in der Spielwelt um unsere Haupteinheit herum platzieren. Eine Partie endet, wenn das Oberhaupt der feindlichen Armee besiegt wird. Diese Weltraumkapitäne sind Spezialeinheiten mit mehr Lebenspunkten, von denen es drei im Spiel zur Auswahl gibt. Jede Figur hat bestimmte Fähigkeiten, die uns ebenfalls Punkte kosten, Bewegung und Angriff sind hingegen kostenlos und können einmal pro Runde ausgeführt werden.
Zu Beginn der Partie bekommen wir drei zufällig zusammengestellte Paarungen von mächtigen Spezialfähigkeiten zur Auswahl, mit denen wir das Kampfgeschick zu unseren Gunsten wenden können. Darunter etwa die Sofortheilung einer Einheit oder ein Orbitalschlag, der Gegnern in einem Bereich Schaden zufügt.
Quelle: PC Games
Fähigkeiten wie dieser Flächenangriff können nach einer Abklingzeit mehrmals genutzt werden und werden zu Beginn des Spiels aus einem zufällig zusammengestellten Pool gewählt.
Die Anzahl der Fähigkeiten und Synergien ist noch überschaubar. Das erleichtert aber den Einstieg. Nach ein paar Spielstunden wissen wir über sämtliche Einheitenfähigkeiten und Statuseffekte Bescheid und entwickeln erste Strategien. Dennoch sollten wir uns nicht zu sehr auf eine Spielweise festlegen. Durch die asymmetrische Natur der Match-Ups sowie die zufällige Map- und Spezialfähigkeiten-Auswahl ist Flexibilität gefragt.
Wer den ersten Zug macht, ist ebenso zufällig wie die Einheiten, die aus unserer Armee anfangs zum Abruf bereitstehen. Das erinnert stark an Kartenspiele wie Magic, bei denen wir auch nicht bestimmen können, welche Kreaturen wir zu Beginn des Spiels auf der Hand haben. Es kann also vorkommen, dass nur Einheiten bereitstehen, die besonders viele Punkte kosten und wir mehrere Runden warten müssen, bevor wir sie ins Kampfgeschehen schicken können, was dem Gegner ermöglicht, uns in die Enge zu treiben.
Quelle: PC Games
Bis auf Standardangriffe und Bewegung, kostet jede Aktion Cinder. Wer nur extrem starke Einheiten in seiner Armee hat, muss einige Runden warten, bis diese bezahlbar sind.
In der von uns gespielten Version war das Tutorial noch recht spärlich mit Informationen bestückt, die über Bewegung, Kampffähigkeiten und Begriffsklärung hinausgehen, weshalb sich der Einstieg für uns holprig gestaltet hat. Seit dem letzten Early-Access-Update soll Unknown Worlds auf Wunsch der Community aber Abhilfe geschafft haben.
Nach jedem absolvierten Match erhalten wir Erfahrungspunkte, mit denen wir nach und nach Gegenstände freischalten, darunter Einheiten, Ingame-Währung oder Figuren-Designs. Worauf wir hinarbeiten, richtet sich anscheinend nach der aktuellen Season, ein kostenpflichtiger Season-Pass ist allerdings, zumindest in der Early-Access-Phase, nicht vorgesehen.
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