Monster Hunter Stories 3: Twisted Reflections angespielt - RPG statt Echtzeit-Action
Special
Statt wilder Monsterjagd erwartet euch in Monster Hunter Stories 3 ein Rollenspiel mit rundenbasierten Kämpfen, die ihr zusammen mit euren eigenen Monsties bestreitet. Wir verraten euch, was euch beim dritten Teil der Reihe erwartet.
Es wird nicht langweilig im Hause Capcom: Nachdem Anfang des Jahres mit Monster Hunter Wilds die sechste Generation der Monsterjagd begann, soll am 13. März 2026 bereits das nächste Spin-off erscheinen. Genauer gesagt das Rollenspiel Monster Hunter Stories 3: Twisted Reflection, in dem ihr allerdings keine Monster vermöbelt, sondern euch mit ihnen verbündet.
Na gut, so ganz stimmt das eigentlich nicht, ihr drescht dann nämlich doch zusammen mit euren Monsties auf die Gegner ein. Wir durften im Rahmen einer Vorschau-Version bereits knapp eine Stunde lang in die Welt eintauchen und uns einen ersten Eindruck von dem neuen Spiel machen.
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Doppelt hält besser, aber nicht bei Rathalos
Die meisten werdenden Eltern freuen sich nach einem kurzen Schock vermutlich über die Nachricht, Zwillinge zu bekommen. Im Fall von Monster Hunter Stories 3 (jetzt kaufen 62,99 € ) sieht das allerdings etwas anders aus.
Nachdem ein Rathalos-Ei gefunden wurde, stellt sich heraus, dass darin nicht nur ein Exemplar der angeblich ausgestorbenen Art heranwuchs, sondern gleich zwei. Die beiden weisen jedoch ein Zeichen auf, das die Bewohner mit einem längst vergangenen Bürgerkrieg in Verbindung bringen. Außerdem darf der Tradition nach eigentlich nur einer der beiden kleinen Drachen überleben.
Vielmehr wissen wir bislang nicht über die Geschichte, die die beiden Länder namens Azuria und Vermeil miteinander verbindet, beziehungsweise gegeneinander aufwiegelt. Wir durften beim Anspielen in die Rolle der adligen Hauptfigur schlüpfen und es uns sogar auf dem Rücken des anscheinend verbliebenen Rathalos gemütlich machen. Als Ranger ist es trotz des blauen Blutes unsere Aufgabe, die Welt zu erkunden und diverse Phänomene zu erforschen.
Rundenbasierte Kämpfe statt actionreicher Echtzeit
Zu Beginn unseres knapp 60-minütigen Abenteuers begleiten wir die frisch gebackene Rangerin Thea bei ihrer ersten offiziellen Mission. Allerdings stolpern wir dabei nach nur wenigen Schritten über ein Velociprey, das zusammen mit seinen Artgenossen dem hiesigen Ökosystem schadet.
Da wird nicht lange gefackelt und dem Monster der Kampf angesagt. Wie wir das von den Vorgängern bereits kennen, finden die Auseinandersetzungen in Monster Hunter Stories in rundenbasierten Kämpfen statt.
Das Ganze beruht auf einem Schere-Stein-Papier-System, bei dem euch die drei verschiedenen Kategorien Kraft, Geschwindigkeit und Technik zur Verfügung stehen. Ihr müsst eure Gegner also im Auge behalten und darauf achten, wie sie euch angreifen, um das entsprechende Gegenstück auszuwählen.
Quelle: PC Games
Durch das Schere-Stein-Papier-Prinzip gewinnt derjenige die Konfrontation, der sich für die überlegene Kategorie entschieden hat. Sollten beide Kontrahenten dasselbe gewählt haben, gibt es stattdessen eine Art Gleichstand.
Eure Monsties unterstützen euch dabei tatkräftig. Während ihr allerdings eure Kampftechnik jede Runde ändern könnt, kann eine Monsterart nur auf eine der drei Kategorien zurückgreifen. Braucht ihr eine andere, könnt ihr aber das Monstie austauschen - es ist sozusagen eine Lite-Variante von Pokémon, bei der ihr selbst mitmischen dürft.
Die Monster-Hunter-DNA ist allerdings unverkennbar, denn ihr dürft mit verschiedenen Waffen angreifen und dabei auf unterschiedliche Körperteile zielen, um sie zu brechen. Jedes neue Monster, gegen das ihr euch behaupten müsst, verlangt also zunächst etwas Trial-and-Error von euch, bevor ihr die richtige Strategie gefunden habt.
Merkt euch also am besten immer direkt, welche Angriffsmuster typisch für die jeweilige Spezies sind, damit ihr beim nächsten Aufeinandertreffen vorbereitet seid. Allerdings werden die Gegner es nicht einfach so hinnehmen, ständig von euch auf die Mütze zu bekommen.
Quelle: PC Games
Im Kampf müsst ihr euch nicht nur zwischen Kampf, Geschwindigkeit und Technik entscheiden, sondern könnt auch aus verschiedenen Waffen und Fähigkeiten wählen. Außerdem könnt ihr unterschiedliche Körperteile der Monster angreifen.
Wechselnde Muster und unbändige Monster
Wie auch in der Hauptreihe können die Monster wütend werden und in diesem Fall dadurch zu einer anderen Kategorie für ihre Angriffe wechseln. Da müsst ihr entsprechend umdenken und ausprobieren, wie ihr in so einer Situation den meisten Schaden austeilen könnt.
Das lockert das ansonsten bisher schlichte System ein wenig auf und sorgt für Abwechslung. Am Ende unserer Anspielsession wartete sogar ein besonderer Gegner auf uns: ein unbändiges Chatacabra.
Den Kollegen kennen wir schon aus dem Tutorial von Monster Hunter Wilds, in der gespielten Version von Monster Hunter Stories 3 war er jedoch um einiges bedrohlicher. Das größte Problem war nun nicht mehr die gigantische Zunge, sondern die Kristalle auf dem Rücken des Monsters.
Quelle: PC Games
Moment mal, das Monster kommt uns doch bekannt vor ... Das Chatacabra stammt aus Monster Hunter Wilds und bekommt nun ebenfalls einen Auftritt in dem dritten Stories-Teil. Allerdings ist dieses Exemplar unbändig und daher besonders gefährlich.
Sobald wir sie bei einem Angriff erwischen, teilt das Chatacabra automatisch mit einem Konter gegen uns aus - und der tut ordentlich weh. Na ja, das ist leider ungünstig, wenn wir die Kristalle zerstören wollen ... Da müssen wir also auf den richtigen Zeitpunkt warten und bis dahin andere strategische Schwachpunkte ausnutzen, um nicht als Mittagessen zu enden.
Zum Glück kämpft unser Monstie aber nicht nur an unserer Seite, sondern sogar mit uns zusammen. Mit einer entsprechend gefüllten Leiste lassen sich besondere Angriffe ausführen, die sogar eine eigene Sequenz auslösen. Auch unsere Teamkameradin, die ebenfalls in den Kampf verstrickt wurde, unterstützt uns bei einer Kombi-Attacke.
Im Gegensatz zu den schlichten Kämpfen gegen die Standardgegner machen solche Besonderheiten die Bosskämpfe spannend - vor allem, da wir immer aufmerksam sein müssen, um nicht womöglich mehrere Runden mit suboptimalen Angriffen zu verschwenden.
Wir hoffen, dass sich die Entwickler für die Vollversion verschiedene solcher Gimmicks ausgedacht haben, um die Auseinandersetzungen über die Zeit interessant zu halten. Der Vorgänger hatte uns gut 40 Stunden lang beschäftigt, da wird der dritte Teil vermutlich nicht viel kürzer ausfallen. Auf der nächsten Seite berichten wir euch von unserem Ersteindruck der Spielwelt und davon, was uns beim Anspielen besonders gefreut hat.
