Mirror's Edge für PlayStation 3 im Test

Test Sebastian Stange

Trick 17: Rutscht einfach auf die Gegner zu und tretet dahin, wo die Sonne nie scheint. Wirkt garantiert! (BILD: play³) Trick 17: Rutscht einfach auf die Gegner zu und tretet dahin, wo die Sonne nie scheint. Wirkt garantiert! (BILD: play³) Sauber und hell ist die Stadt in Mirror's Edge, in der Faith und ihre Runner-Kollegen leben - zu sauber. Kreativität, Kunst und freies Denken wichen der sicheren Behaglichkeit eines Überwachungsstaates. In Faiths Rolle macht ihr da nicht mit und turnt dem System ein wenig auf der Nase herum. Mit allerlei Parcours- und Free-Running-Tricks sprintet ihr über die Dächer der Stadt und erledigt Botengänge. Das wird von der Polizei nicht gern gesehen, aber geduldet. Doch eines Tages kommt alles anders. Ein Bürgermeisterkandidat liegt tot in seinem Büro, eure Schwester wird zum Täter gemacht und erwartet eine harte Strafe. Tja und Mirror’s Edge wäre kein echtes Videospiel, würdet ihr im Spielverlauf keine riesige Verschwörung aufdecken. Die Story ist nicht gerade die originellste und ihre Inszenierung im Flash-Video-Stil wirkt sicher etwas simpel, doch sie ist ein toller Grund für Faith, das zu tun, was wie am besten kann: Rennen!

Spielplatz: Die Level-Architektur ist teilweise wirklich beeindruckend. Ihr habt doch keine Höhenangst, oder? (BILD: play³) Spielplatz: Die Level-Architektur ist teilweise wirklich beeindruckend. Ihr habt doch keine Höhenangst, oder? (BILD: play³)

GROSSSTADT-AKROBATIK
Bewährtes Mittel: Habt ihr einmal eine Waffe erbeutet, könnt ihr sie benutzen, was euch aber träge macht. (BILD: play³) Bewährtes Mittel: Habt ihr einmal eine Waffe erbeutet, könnt ihr sie benutzen, was euch aber träge macht. (BILD: play³) Gleich zu Beginn von Mirror's Edge wird euch in einem Trainingslevel beigebracht, wie sich Free-Running aus der Ego-Perspektive steuert. Das bedarf etwas Gewöhnung, schließlich werden vor allem die vier Schultertasten benutzt, um zu springen, sich zu ducken oder eine schnelle 180°-Wende zu vollführen. Aus diesen Elementen "hoch", "runter" und "Drehung" lassen sich verschiedenste Manöver kreieren. Ein weiter Sprung mit anschließender Rolle, danach eine Wand entlang rennen, sich abstoßen und eine gegenüber liegende Kante greifen? Dazu braucht ihr nur wenige Tasten aber gutes Timing. Die erste Spielstunde von Mirror's Edge ist ein herrlich unterhaltsamer Ausflug in ein völlig neues und innovatives Gameplay-Element. Nicht nur stehen euch stets relativ große Areale offen, die ihr auf verschiedenste Weise bewältigen könnt, die Action ist auch noch wirklich mitreißend inszeniert. Ihr hört beispielsweise stets Faiths angestrengten Atem, ihre Schritte, ihr Keuchen bei harten Landungen und das Rauschen der Luft, wenn ihr sprintet.

Gute Nacht: Mit dem richtigen Timing entwaffnet ihr eure Gegner und setzt sie außer Gefecht. (BILD: play³) Gute Nacht: Mit dem richtigen Timing entwaffnet ihr eure Gegner und setzt sie außer Gefecht. (BILD: play³) Dazu kommt der nahezu unnatürlich saubere Grafikstil, der die Gleichschaltung der Stadt wunderbar unterstreicht. Kurz gesagt: Mirror's Edge ist ein cooles Spiel! Kollegen aller Redaktionen umlagerten uns beim Test. Alle waren sie heiß darauf, dieses "seltsam aber gut"-Spielgefühl zu erleben. Zu Recht! Es ist ein geniales Gefühl, unaufhaltsam sprintend all die alltäglichen Hindernisse wie Zäune und Wände mit möglichst flüssigen Moves zu bewältigen. Hier haben vor allem Perfektionisten Spaß. Ihr könnt jede Situation optimieren. Hier vielleicht lieber unter dem Rohr durchrutschen als drüber zu springen? Dort vielleicht lieber über den Zaun und nicht die Treppe? Im Nu seid ihr total gefesselt!

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