Duell der Kopfgeldjäger
Im Multiplayer-Modus wird die größte Stärke von Me-troid Prime Hunters deutlich: Ihr könnt mit bis zu vier Cartridges in mehr als 20 Arenen ziehen oder euch online mit Kopfgeldjägern aus aller Welt messen. Anfangs stehen euch acht Maps zur Auswahl. Dringt ihr im Soloabenteuer weit genug vor, spielt genügend Multiplayer-Turniere oder tretet gegen einen Freund an, der über neue Karten verfügt, werden diese auf eurem Modul freigeschaltet.
Eine klasse Lösung, die sowohl Einzel- als auch Mehrspieler-Fans gefallen dürfte! Alle Arenen sind dabei den drei Größen Klein, Mittel und Groß zugewiesen. Spielt ihr beispielsweise nur zu zweit, empfiehlt es sich, kleine Schauplätze auszuwählen. Sämtliche Arenen - von düsteren Ruinen über einen Eiskomplex bis hin zu futuristischen Schreinen - sind sehr gut gestaltet und bieten etliche Versteckmöglichkeiten für Samus' Morphball und die Alternativformen der übrigen Kopfjäger.
Habt ihr lediglich eine Cartridge zur Hand, könnt ihr zwar nur den Deathmatch-Modus anwählen, die übrigen Einstellungen wie Friendly Fire, Schadenskraft oder die verfügbaren Waffen bleiben jedoch unverändert. Selbst die Ladezeit liegt mit knapp 20 Sekunden pro Match im akzeptablen Rahmen. Besitzt jeder Spieler ein Modul, könnt ihr aus sechs weiteren Modi wählen: So müsst ihr einen bestimmten Bereich im Level verteidigen, einen Oktolith transportieren oder am längsten überleben.
Zusätzlich zum kabellosen Heimnetzwerk-Spektakel haben die Entwickler einen Online-Modus integriert, der vor allem mit seiner "Hunter"s Licence" begeistert: In dieser werden eure Spielergebnisse sehr ausführlich verewigt - von der Siegesquote bis hin zur Anzahl der Kopfschüsse! Interessant ist die Anzeige der Verbindungsabbruchrate: So könnt ihr schon vor einem Wi-Fi-Match bestimmte Gegner ausschließen, die zu häufig ihren DS während eines Spiels ausgeschaltet haben. Per Voice-Chat unterhaltet ihr euch zudem vor und nach einem Spiel mit euren Rivalen. Ein dickeres Online-Paket können wir uns im Augenblick nicht vorstellen!
Bis an die Grenzen getrieben
Metroid Prime Hunters zeigt seine technische Überlegenheit auf besonders eindrucksvolle Art und Weise. Kein anderes DS-Spiel brillierte bisher mit einer derart immensen Detailfülle und Texturqualität. Die Umgebungen sind nicht nur architektonisch teilweise sehr aufwendig gestaltet, sie sorgen auch immer wieder durch ein sehr fantasievolles optisches Design für Staunen.
In einer Raumstation etwa ist hinter halbtransparenten Oberflächentexturen das Stahlskelett der gigantischen Einrichtung und dessen Computerinnereien zu sehen. Abgerundet werden die Levels durch die ausgefallen modellierten Gegner - inklusive der anderen Kopfgeldjäger, die allesamt ebenfalls toll gestaltet und animiert worden sind.
Das größte Kunststück ist den Entwickler allerdings mit der Framerate gelungen. Egal was gerade auf dem Bildschirm abgeht - und das ist teilweise wirklich eine Menge -, das Spielgeschehen bleibt bis auf ganz seltene Verlangsamungen, die kaum Einfluss auf die Spielbarkeit haben, angenehm flüssig. Soundtechnisch geht die exzellente Arbeit der Entwickler weiter.
Tolle Waffensounds und unglaublich stimmungsvolle Musikstücke verstärken sowohl die hitzige Stimmung während der Kämpfe als auch die fesselnde Atmosphäre während der Streifzüge und Erkundungen in den Levels.
Ein Spiel wie ein Traum
NSTs jüngste DS-Entwicklung ist voll und ganz ein Treffer ins Schwarze. Der Story-Modus versprüht dasselbe Metroid-Feeling, wie es Kenner der beiden GameCube-Teile lieben. Lediglich die Weitläufigkeit und Nonlinearität ist nicht ganz so ausgeprägt, was aber weitgehend auf die technische Limitierung der Hardware zurückzuführen ist.
Aber das sind nur winzig kleine Makel im Vergleich zum grandiosen Gesamtbild des Titels. Das grandiose Zusammenspiel aus spielerisch herausfordernden Geschicklichkeits- und Sprungpassagen, schneller Baller-Action und fesselnder Atmosphäre sind beispiellos genial. Richtig perfekt wird das kleine Meisterwerk aber erst durch den erstklassigen Mehrspielermodus.
